Visitenkarten-App: Netzwerken leicht gemacht

Wer kennt es nicht: Da lernt man auf einer Geschäftsreise einen potenziellen Abnehmer für seine Produkte kennen und hat grad keine Visitenkarte zur Hand. Nun ist guter Rat teuer. Denn nach was fragt man, um mit der Person in Kontakt zu bleiben? Nach der E-Mail-Adresse? Facebook? Xing? Oder doch nach der Telefonnumer und damit nach WhatsApp und Co.? Die sicherste Variante: Sichern Sie sich am besten alle relevanten Kontaktinformationen. Dabei ist das Abtippen der Daten relativ aufwendig und lästig.

Doch Rettung ist in Sicht: Die Visitenkarten-App Nimple schafft Abhilfe. Die Applikation des deutschen Entwicklerteams um Sebastian Lang erleichtert den Austausch von Kontaktdaten via QR-Code.

Und so funktioniert es: Sie geben in der App einmalig Ihre Kontaktdaten an und verbinden sie mit Ihren sozialen Profilen. Anschließend erstellt die Anwendung eine digitale Visitenkarte und einen dazugehörigen QR-Code. Diesen Code kann Ihr Geschäftspartner dann abscannen und schon besitzt er alle Ihre Kontaktinformationen inklusive Facebook- und Xing-Verbindungen. Der Vorgang funktioniert auch, wenn Ihr Gegenüber Nimple nicht installiert hat und stattdessen einen normalen Barcode-Reader verwendet. Umgekehrt haben natürlich auch Sie die Möglichkeit, QR-Codes einzulesen und in Nimple abzulegen.

vCard: Die digitale Visitenkarte als E-Mail-Anhang

Eine digitale Visitenkarte lässt sich auch mit dem Smartphone als vCard (vcf-Datei) versenden: Via QR-Code oder E-Mail-Anhang. Hierbei besteht allerdings häufig das Problem, dass Umlaute und Sonderzeichen nicht richtig beim Empfänger ankommen. Die Ursache: Wenn das digitale Adressbuch den RFC 2426 Standard nicht unterstützt, kommt es zum Durcheinander. Dann hilft nur noch die Konvertierung in ein anderes Format, das beide Endgeräte akzeptieren. Gut, dass es auch unkompliziertere Möglichkeiten gibt.

Evernote Hello: Visitenkarten-App mit Zeitachse

Zum Beispiel Evernote Hello.  Diese Visitenkarten-App hält persönliche Begegnungen auf einer digitalen Zeitachse fest. Der User kann bei jedem Kontakt Notizen oder Fotos hinzufügen. So lassen sich die einzelnen Personen leichter merken und der jeweiligen Firma beziehungsweise Branche zuordnen. Hello verknüpft auch verwandte Informationen der Personen aus dem Kalender und den sozialen Netzwerken. Außerdem ist die App in der Lage, Visitenkarten aus Papier einzuscannen und die relevanten Daten herauszufiltern und abzuspeichern.

Carddrop: Ideal für Messebesuche

Einen völlig anderen Weg geht Carddrop. Der Online-Dienst hilft Ihnen, innerhalb von 60 Sekunden eine digitale Visitenkarte zu erstellen und diese virtuell zu hinterlegen. Dies lohnt sich insbesondere bei Messebesuchen, wo viele potenzielle Kontakte an einem Standort konzentriert sind. Anschließend muss die Kontaktperson lediglich die Adresse auf carddrop.com eintippen, wo Sie und Ihr Kontakt sich gerade befinden. Und schon sind sie miteinander verbunden. Eine sinnvolle Funktion: Der User kann festlegen, wie lange die Kontaktdaten in der virtuellen Welt zugänglich sein sollen. Normalerweise lohnt es sich, die digitale Visitenkarte nur ein paar Stunden für eine bestimmte Adresse online zu stellen.

Von der analogen in die digitale Welt: Visitenkarte scannen

Auf Konferenzen verteilen potenzielle Geschäftspartner noch immer Visitenkarten aus Papier. Häufig versauern die persönlichen Aushängeschilder als Karteileichen in der Brieftasche. Das muss nicht sein. Mit der Visitenkarten-App WorldCard können iPhone-Nutzer die Visitenkarten via Scan digitalisieren. Praktisch: Die Applikation erkennt Name, Funktion und Telefonnummer des Kontakts automatisch und speichert sie in das Adressbuch des Smartphones ein. Darüber hinaus legt die App alle Business-Karten übersichtlich in einem Ordner ab, sodass Sie die Kontakte sofort wiederfinden.

Ebenfalls hilfreich für ios-Nutzer ist die Visitenkarten-App vCardSender2. Die Stärke dieser Anwendung: Sie können auswählen, welche Daten Sie in der Visitenkarte weitersenden möchten. Denn sensiblere Informationen wie Wohnadresse oder private Rufnummer verschickt man lieber ausschließlich an Personen aus dem engeren Bekanntenkreis.

Weiterführende Links:

  • Visitenkarten selbst erstellen: Mit welchen Tools das am besten klappt, sehen Sie in diesem DM-Video.
  • Abseits von der Visitenkarten-App: Welche Anwendungen sonst noch fürs Business-Smartphone unverzichtbar sind, lesen Sie in diesem Ratgeber.