Ranking-Potenzial über die Domain Authority messen

Der Google-Algorithmus ist und bleibt ein Mysterium. Trotzdem gibt es messbare Kriterien, um dem Geheimnis etwas näherzukommen – wie die Domain Authority (kurz: DA). Nach allem, was bekannt ist, bewertet der Suchmaschinenprimus den DA-Wert von Webseiten anhand von verschiedenen Faktoren. Zum Beispiel:

  • Welchen Ruf haben die Autoren der Webseite? Sind es bekannte Experten im jeweiligen Themenfeld?
  • Welche Qualität haben die Informationen auf der Webseite?
  • Wie nutzerfreundlich werden die Informationshappen präsentiert?
  • Wie schlägt sich die Internetpräsenz im Vergleich zur Konkurrenz?

Gleichzeitig wird die Domain Authority auch vom Alter der Seite bestimmt. Das heißt: Wenn hier schon lange auf qualitativ hohem Niveau gespielt wird und der Traffic organisch gewachsen ist, ist auch der DA-Wert besser.

Wird über Ihre Webseite in den sozialen Medien geredet? Die Domain Authority misst auch, was andere über sie sagen. (© 2017 Shutterstock / Rawpixel.com)

 

Domain Authority ist mittlerweile ein allgemein gebräulicher Begriff. Sein Ursprung: Die SEO-Consultingfirma MOZ (ehemals SEOmoz) aus Seattle hat ihn als Bewertungsprofil etabliert. Das Unternehmen will prognostizieren, wie Google Homepages einordnet: Auf einer Skala von 1 bis 100 lässt sich die Domain Authority einer Internetpräsenz bestimmen. Das Tool dafür heißt Open Site Explorer. Je besser der Wert, desto höher die Wahrscheinlichkeit, sichtbar in den Search Engine Result Pages (SERPs) zu landen.

1. Linkhygiene fördern

Links spielen für die Domain Authority eine große Rolle – besser gesagt die sogenannten Linkprofile einer Seite. Dazu prüft Google unter anderem, ob andere hoch eingeschätzte Homepages auf den Content der eigenen Webpräsenz verlinken. Ob das bereits der Fall ist, lässt sich messen. Zum Beispiel mit den folgenden Werkzeugen:

Wichtig ist nicht nur, ob die Backlinks von vertrauenswürdigen Seiten kommen. Auch die Diversifikation ist von Bedeutung – also die Frage, wie viele verschiedene Angebote auf die Zielseite verlinken. Kommt die Linkpower immer wieder nur aus einer Quelle, wird Google skeptisch und wittert ein Foul. Was zur Abwertung führt, ist bei Google nachzulesen.

Des Weiteren hat die interne Verlinkung Einfluss auf die Domain Authority: Sind die Inhalte gut strukturiert und für Leser einfach zu finden, gibt das Bonuspunkte.

2. Content ist immer noch King

Wie oft von anderen auf die eigene Homepage verlinkt wird, hängt weiterhin in erster Linie von der Qualität ihrer Texte ab. Eine Webseite braucht:

  • Beiträge mit hervorragendem Inhalt und Stil
  • Autoren mit Expertise
  • Passende Medien wie Videos und Infografiken, die Mehrwert schaffen

Außerdem sind Form und Struktur wichtig:

  • Statt kurzem Häppchen-Content werden längere und tiefergehende Texte mit höherer Domain Authority belohnt.
  • Texte und verlinkter, interner Content müssen logisch aufeinander aufbauen.

3. Sauberer Webseiten-Code

Auch technische Aspekte beeinflussen die Domain Authority. Grundlegend ist zum Beispiel die Verwendung von Meta-Tags im Titel und der Meta-Beschreibung. Ein schon oft erwähnter Tipp – aber er bleibt wichtig und gehört zum SEO-Einmaleins.

Das Prinzip „Mobile First“ sollten Webentwickler weiterhin ernst nehmen. Immer mehr User verwenden zum Surfen Smartphones und Tablets, ein responsives oder adaptives Design der Internetpräsenz ist daher ein Muss. Ist die Seite auf allen Geräten gut lesbar und bedienbar, hat das einen positiven Einfluss auf die Domain Authority.

Ohne Mobilversion geht es nicht: Die Domain Authority wird auch maßgeblich vom Konzept „Mobile First“ beeinflusst. (© 2017 Shutterstock / pixelrain)

 

Eine technisch optimale Webseiten-Performance entscheidet ebenfalls über die Domain Authority. Bleibt der User an Elementen der Homepage hängen, die zu langsam laden, springt er ab – und Google bestraft die Seite. Wer überprüfen will, wie die eigene Homepage abschneidet, kann den kostenlosen Google-PageSpeed-Test nutzen.

Checkliste zum Aufbessern der Domain Authority

  • Linkhygiene überprüfen
  • Logische und lesbare Struktur der Webseite sicherstellen
  • Ganzheitliche SEO-Strategie entwickeln
  • Qualitativ guten Content veröffentlichen
  • Den Quellcode sauber halten