IoT-Plattform

Das Internet of Things (IoT) oder Internet der Dinge basiert auf dem Datenaustausch von Geräten sowohl untereinander als auch mit einer zentralen Einheit, die die anfallenden digitalen Informationen kanalisiert, sammelt und verwaltet. Ein solches vernetzendes System wird als IoT-Plattform bezeichnet. Je nach Aufbau und Komplexität bietet es neben seiner rein technischen Steuerungsfunktion unter anderem die Auswertung und Visualisierung der Daten. Das hilft beispielsweise, Fertigungsprozesse zu optimieren.

Ein Milliarden-Markt – viele Möglichkeiten

Die Vernetzung von Geräten und Werkstücken wird immer wichtiger. Ihre eingebauten Sensoren reichen Statusänderungen weiter, messen Temperaturen oder beobachten den Produktionstakt.

Der Bedarf an IoT-Plattformen, die den dadurch anfallenden Datenverkehr regeln, steigt in Zukunft an. Wie die Branchenbeobachter von IOT Analytics in ihrem Market Report 2015-2021 berichten, wird der Markt für entsprechende Lösungen auf bis zu 1,6 Milliarden US-Dollar wachsen.

Schon heute gibt es viele große und kleine Anbieter, die zusammen Hunderte von Systemen im Portfolio haben. Wer eine IoT-Plattform etablieren will, sollte daher genau wissen, was sie für ihn leisten soll und worauf er verzichten kann. Viele Lösungen bringen bereits universelle Basisfunktionen mit. Das spart dem Anwender eigene Entwicklungsarbeit. Entscheidend ist aber, ob eine IoT-Plattform auch dem individuellen Anforderungskatalog eines Unternehmens genügt. Schließlich gelten in jedem Betrieb andere Bedingungen. Deshalb sind flexible Lösungen gefordert.

IoT-Plattform: Darauf kommt es an

Nicht nur, aber besonders für die Produktion ist das Internet of Things wichtig. So ist sie beispielsweise die Grundlage für eine Smart Factory. In jedem Fall kommt der IoT-Plattform eine Dirigentenrolle zu. Die Idealbesetzung steuert die angebundenen Geräte, leitet die Daten der Dinge an die richtigen Stellen weiter, wertet sie aus und reicht sie über Schnittstellen an nach- beziehungsweise übergeordnete Systeme durch. Gut geplant lassen sich so Abläufe in Echtzeit verfolgen sowie flexibel anpassen beziehungsweise verbessern.

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Das klappt aber nur, wenn die Lösung optimal zum Unternehmen passt. Wer das falsche Produkt wählt, verliert viel Zeit und Geld. Muss er nämlich eine neue Variante installieren, fängt er praktisch wieder bei Null an. Die richtige Entscheidung will also gut und gewissenhaft überlegt sein. Hier einige wichtige Kriterien:

  • Am Anfang steht eine systematische Analyse des unternehmenseigenen Bedarfs. Dabei ist zu klären, welche Ziele mit der IoT-Plattform verfolgt werden und welche Funktionen sie dafür braucht.
  • Die optimale IoT-Plattform hält dank Skalierung mit wechselnden Ansprüchen und Datenmengen automatisch mit.
  • Sie sollte für künftige Anwendungsbereiche bereit und damit zukunftssicher sein.
  • Wird der Wechsel zu einem anderen Anbieter notwendig, kommt es auf einen möglichst reibungslosen Umstieg an.
  • Ist die Einbindung in weitergehende, bereits bestehende Prozesse (CRM- oder ERP-Systeme) geplant, müssen zu diesem Zweck entsprechende Schnittstellen bereitstehen.
  • Auch die Kommunikation mit mobilen Geräten wie Smartphones und Laptops sollte funktionieren.
  • Gibt es verschiedene Einsatzorte, muss der Provider gegebenenfalls grenzüberschreitendes Hosting beherrschen.
  • Der IoT-Dienstleister sollte passenden Support zur gewählten Lösung bieten.
  • Datenschutz und Datensicherheit müssen gewährleistet sein – und den Richtlinien der neuen DSGVO entsprechen.
  • Ein Vendor-Lock-in ist möglichst zu vermeiden.
  • Maschinen und Produktionsanlagen sprechen unter Umständen verschiedene Sprachen. Die muss das IoT-System verstehen.
  • Das Kostenmodell sollte transparent und einfach zu kontrollieren sein.
IoT-Plattform: Was sie bietet und bringt Eine potente IoT-Plattform beschleunigt und verbessert Produktionsprozesse. (© 2018 Shutterstock / Chiradech Chotchu)

Steht das Pflichtenheft, dann muss die passende IoT-Plattform gefunden werden. Das ist wegen der bereits angesprochen Vielzahl an Möglichkeiten sehr aufwendig. Wer sich die mühsame Suche ersparen und das Risiko einer falschen Entscheidung minimieren möchte, der sollte im Zweifel externe Berater hinzuziehen.

Der Lohn der Mühe

Cloud der Dinge

Mit ihrer „Cloud der Dinge“ bietet die Telekom Unternehmen eine optimale IoT-Plattform.

>> Zur Cloud der Dinge

Die passende IoT-Plattform kann Unternehmen viele Vorteile verschaffen. Besonders dann, wenn die vielfältigen Möglichkeiten zur Visualisierung und Echtzeitanalyse der Daten zum Einsatz kommen.

  • Geeignete Prozesse lassen sich schnell automatisieren und rationalisieren.
  • Vorhersagemodelle (Predictive Analytics), etwa zur Ausfallwahrscheinlichkeit von involvierten Bauteilen (Predictive Maintenance), sind möglich.
  • Dank permanenter Überwachung verringern sich Fehler- und Ausschussquote.
  • Maschinelle Abläufe gehen schneller vonstatten.

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Diese und weitere Pluspunkte führen im Idealfall zu Einsparungen, weil zum Beispiel der Personaleinsatz vorausschauend geplant werden kann, sich Maschinen optimal warten lassen und die Materialkosten sinken.