Die Zahlen sind alarmierend: In jedem zweiten Unternehmen in Deutschland griffen Datendiebe bereits Informationen ab, ermittelte die Studie Industriespionage 2012 der Münchner Sicherheitsberatung Corporate Trust. 82,8 Prozent der betroffenen Firmen meldete einen konkreten wirtschaftlichen Schaden. Das summiert sich: Jährlich verlieren deutsche Betriebe durch Spionage 4,2 Milliarden Euro. Das eigene Wissen zu schützen, ist also Pflichtprogramm für jedes Unternehmen. Aber wie lassen sich digitale Daten, Dokumente und Geräte am besten hüten?

Jedes Unternehmen braucht ein Sicherheitskonzept mit klaren Richtlinie

In vielen Firmen fehlen zum Beispiel Regeln für den Umgang mit Spam-Mails oder Passwörtern. „Vier von zehn Beschäftigten bekommen nicht die notwendige Unterstützung von ihrem Arbeitgeber“, warnt BITKOM-Präsident Dieter Kempf. Christian Cronjäger, IT-Sicherheitsexperte der Telekom, kritisiert, dass häufig vergessen wird, die Initialpasswörter zu ändern. Zu lax ist auch der Umgang mit mobilen Speichermedien wie USB-Sticks. Diese können leicht verloren gehen oder gestohlen werden – und schon sind die Infos in den falschen Händen. Zudem können sie von Cyberkriminellen manipuliert und mit Spähprogrammen bestückt werden. „Selbst die beste Firewall lässt sich so von innen aushebeln“, weiß Cronjäger. Auch Smartphones und Tablets sind randvoll mit Kontakten, Terminen und Daten – und leichte Beute für Diebe und Hacker. Ein ausgefeiltes Sicherheitskonzept muss alle Kanäle berücksichtigen: das Firmennetzwerk, die IT-Arbeitsplätze, den E-Mail-Verkehr und die mobilen Geräte.

(© 2015 )

Tipp

Mobile Device Management und Sicherheitssoftware sind wesentliche Elemente bei der Absicherung von mobilen Endgeräten.

Die Kombination von Anti-Schadprogrammen, die auf den mobilen Geräten laufen, mit cloudbasierten Dienstleistungen, kann ein noch stärkeres Maß an Schutz bieten. Indem aktuelle Daten über die neuesten aufkommenden Bedrohungen an Ihre Systeme und Geräte geschickt werden, können cloudbasierte Dienste mit den signaturbasierten und heuristischen Anti-Schadprogrammen zusammenarbeiten, die auf Ihren mobilen Geräten laufen. Zusätzlich können integrierte Mobile Device Management-Lösungen dabei helfen, die Durchführung einer ganzen Reihe von Administrations- und Sicherheitsaufgaben auf verschiedenen Geräten und Betriebssystemen zu erleichtern.