Lagerlogistik mit Datenbrillen

Die Welt der Lagerlogistik dreht sich schnell. Ein Blick, ein Scan, ein Pick – so fix geht die Lagerarbeit heute mit entsprechenden Datenbrillen. Das erste Datenbrillen-Kommissioniersystem für diesen Anspruch brachte Dirk Franke mit seinem Startup in Herzogenrath bei Aachen zur Marktreife. 2013 noch unter dem Namen LogCom gegründet, heißt es heute so wie das System: Picavi.

Wenngleich Firmenchef Franke mit seinem noch jungen Business bereits erfolgreich ist, so ist die neue Geschäftsidee dennoch eine Wette auf die Zukunft – wie bei allen Startups. Seit Mitte 2015 ist die innovative Technologie für Lagerprozesse – vom Wareneingang über Kommissionierung und Warenausgang bis hin zur Inventur – in fast 40 Betrieben erfolgreich im Einsatz.

Picavi WLAN-Datenbrillen Vor dem Einsatz: Projektleiter Benjamin Caiola führt zunächst mit der Datenbrille einen Scantest durch. (© 2017 Eric Remann)

WLAN-Datenbrillen mit integrierten Displays

Dort tragen Lagerarbeiter die mobilen WLAN-Datenbrillen mit integrierten Displays. Je nach Kontext und Aufgabe sehen sie nur die für sie relevanten Informationen. Für jeden Pick, also Griff, werden ihnen die Art und Menge der Waren in der Brille angezeigt. Zusätzlich verfügt die Brille über einen Barcodescanner, der den Stellplatz erkennt. „Der Einsatz von Picavi spart je nach Anwendungsfall bis zu 30 Prozent Zeit ein“, sagt Gründer Franke.

Keine kostbare Zeit mit IT-Administration vergeuden

Die Software kommt gut an und das junge Startup expandiert schnell. Franke muss seine Geschäftsprozesse an spontane, wenig vorhersehbare Entwicklungen anpassen. Er setzt auf maximale Skalierbarkeit und Flexibilität: „Wir sind heute 25 Mitarbeiter, aber wir wachsen schnell“, sagt er. „Für uns heißt das, dass wir uns auf unsere Kernprozesse konzentrieren müssen und zum Beispiel nicht kostbare Zeit mit der IT-Administration vergeuden“, erläutert er die Gründe für den Wechsel zu Office 365.

Außerdem wollte er seinen klassischen Exchange-Server in „Rente“ schicken. Künftig sollten die technischen Anforderungen weniger anspruchsvoll sein, um die Prozesse im Unternehmen zügiger skalieren zu können. „Als schnell wachsendes Unternehmen muss man sich die Frage stellen, ob die Serverkapazitäten von heute auch denjenigen von morgen entsprechen“, sagt er. „Bestenfalls stimmt das Verhältnis von Hardwarekapazität und Mitarbeiterzahl. Schlimmstenfalls hat man zu wenig Platz oder bezahlt für überflüssige Hardware.“

Picavi WLAN-Datenbrillen WLAN-Datenbrille: Dank integriertem Display wird der Lagerist zielgerichtet durch seinen Arbeitsprozess geleitet. (© 2017 Eric Remann)


Office 365 @ Picavi
Herausforderung:
Das Unternehmen möchte schnell wachsen, ohne sich mit IT-Administration beschäftigen zu müssen. Picavi nutzt sämtliche Tools der Microsoft-Office-Familie und setzt auch Videokonferenzen intensiv ein.

Lösung:
Picavi ist auf Office 365 umgestiegen, setzt ganz auf das Office-Komplettpaket zum günstigen monatlichen Mietpreis. Für den Support im laufenden Betrieb steht Picavi mit dem Kundenservice der TelekomCLOUD kostenfrei ein deutschsprachiger 1st- und 2nd-Level-Support zur Verfügung. Dabei sind die Servicemitarbeiter der Telekom durchschnittlich innerhalb von 20 Sekunden zu sprechen und kümmern sich um die Anliegen des Unternehmens.

Ergebnis:
Die Skalierbarkeit ist gewährleistet, Picavi-Chef Franke kann neue Mitarbeiter bei Bedarf einfach in Office 365 hinzubuchen. Das Unternehmen kann auf einen eigenen Exchange-Server verzichten und muss auch für Nutzung neuer Dienste wie Intranet oder Videokonferenzen keine eigene Hardware aufbauen. Dank der in Office 365 enthaltenen Online-Dienste muss das Unternehmen kaum noch eigene Serverhardware einsetzen. Das verringert den Administrationsaufwand deutlich; und bei Fragen sind die Office 365-Experten der Telekom 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche über den telefonischen Kundenservice erreichbar und kümmern sich um die Anliegen.

Unterstützung und Beratung durch die Cloud-Experten der Telekom

Zur Entscheidungsvorbereitung nutzte der Firmenchef die professionelle Beratung der Telekom. Im ersten Schritt ließ Franke sich zeigen, dass Office 365 sich auch von IT-Laien einrichten und administrieren lässt. Auch wollte er sicherstellen, dass es mit der neuen Lösung keinerlei Einschränkungen oder Nachteile gegenüber seiner alten Exchange-Landschaft gibt.

Moderne Videokonferenz-Software wollte Picavi weiterhin komfortabel und einfach nutzen können. Franke ließ sich außerdem ausführlich beraten, welche künftigen Möglichkeiten er mit dem Office-Paket hat. „Am Ende war uns klar, dass wir bei dieser Lösung kein eigenes Team zur Betreuung aufbauen müssen“, freut sich Franke.

Den größten Pluspunkt konnten die Serviceprofis der Telekom allerdings mit dem Thema Lizenzierung sammeln – gerade für kleine und mittelgroße Firmen häufig ein recht zeitaufwendiges Thema bei Microsoft-Produkten. Franke: „Unser Berater hat die für uns optimale Lösung recherchiert. Diese haben wir gebucht und konnten sofort loslegen. Kommen jetzt neue Mitarbeiter hinzu, wird die benötigte Software im laufenden Prozess einfach dazugebucht. Wir müssen uns weder mit Lizenzdetails beschäftigen noch mit irgendwelchen Verträgen herumärgern.“

In zweieinhalb Stunden war der Umzug erledigt

Im Beratungsangebot der Telekom war ebenfalls die Schulung eines Mitarbeiters inklusive. Nach einer kurzen Anleitung am Telefon konnte er die bestehende Office-Landschaft zu Office 365 selbstständig umziehen. Gerade einmal zweieinhalb Stunden waren dafür notwendig – und das Ganze klappte ohne IT-Administrator oder anderem IT-Support.

Seitdem setzen die Picavi-Mitarbeiter das Office-Paket in seiner ganzen Breite ein. Zur Abstimmung und Kommunikation wird die Videokonferenz-Software „Skype for Business“ genutzt. Die Anwender arbeiten dabei auch mit den Apps für iPhone oder iPad, die sich genauso reibungslos und schnell installieren ließen. Für Picavi waren keine zusätzliche Administration und kein technischer Support nötig.

Optimal für die Datenstrategie geeignet

Zusätzlich zu Office 365 nutzt Picavi eine cloudbasierte CRM-Lösung von Salesforce, die von der Telekom in hochsicheren Rechenzentren in Deutschland gehostet wird. Vertrauliche Daten, wie beispielsweise den Quellcode für die Picavi-Software, speichert das Softwareunternehmen nach wie vor auf seinen eigenen Hochsicherheitsservern. Andere wichtige Office-365-Daten, etwa E-Mails, kaufmännische Inhalte sowie Dokumente und Dateien aus dem Picavi-Intranet, werden in den hochsicheren Rechenzentren der Microsoft Cloud gespeichert.

Eine ideale Arbeitsteilung, wobei sich Picavi heute ganz auf seine Kernaufgabe konzentrieren kann: die Software der innovativen Datenbrille zu perfektionieren. Das ist Lagerlogistik leicht gemacht.

Picavi Datenbrillen Externer Akku: Dieser lässt sich am Gürtel befestigen und liefert ausreichend Strom für das 43 Gramm  leichte Hightech-Gestell der WLAN-Datenbrille. (© 2017 Eric Remann)

Drei Fragen an Dirk Franke

Herr Franke, was war für Sie der Anlass für den Wechsel zu Microsoft Office 365?
Der Markt für Datenbrillen wächst extrem stark und wir möchten unsere Position als Marktführer ausbauen. Dazu ist es wichtig, dass wir uns auf unsere Kernprozesse konzentrieren. Wir wollen kostbare Zeit nicht mit IT-Administration vergeuden.

Welche Rolle spielt dabei die Telekom?
Uns war wichtig, dass wir den Wechsel in die Cloud mit einem professionellen Dienstleister machen, der uns bei der Auswahl der passenden Lösung berät, beim Umzug und der Einbindung in unsere IT unterstützt und auch im Anschluss mit einem Expertenteam zur Seite steht.

Wie profitieren Sie praktisch von den Geschäftsanwendungen zur Miete?
Ich muss mir keine Gedanken mehr um Lizenzierung, Skalierung oder Hardwarekauf machen. Wenn ein Mitarbeiter anfängt, können wir ihn einfach aufschalten. Wir setzen außerdem Salesforce als cloudbasierte Lösung für das CRM ein, die sich harmonisch in Office 365 integrieren lässt.

Video: Picavis Pick-by-Vision

So werden Träger der Picavi-Datenbrille Schritt für Schritt durch den Auftrag geleitet und sehen dabei die jeweils relevanten Auftragsdetails im Brillendisplay.

Weiterführende Links zum Thema

Office 365: Fünf praktische Tipps für den Einstieg

Office 365 in der Cloud: Im besten Sinne alternativlos

Webseite Picavi GmbH