Das Klapp-Book

Zur Mitnahme zu einem Geschäftstermin oder ins Büro kann das Yoga Book wie ein ultraschlankes Buch zusammengeklappt werden. Es ist nur zehn Millimeter dünn. Zum Arbeiten kann sein Besitzer die beiden Hälften des Yoga Book einfach aufklappen: Auf der einen Seite befindet sich das 10,1-Zoll-Display und auf der anderen das riesige, ebenfalls 10,1 Zoll große Touchpad, das sich auf Wunsch auch in ein Sensortastenfeld verwandeln lässt.

Markant und zuverlässig zugleich: Das Yoga-Book-Scharnier besteht aus mehreren Elementen. (© 2017 Lenovo)

Das Klappwunder wird durch ein solides Scharnier ermöglicht: Soll das Windows-10-Gerät nur als Tablet genutzt werden, lässt sich die Tastatureinheit einfach um 180 Grad umklappen. Die Tastatur wird dann automatisch deaktiviert. Zum Tippen von Texten etwa ist das Display dann in einem beliebigen Winkel aufstellbar. Dank des mehrgliedrigen Scharniers hält es zuverlässig in jeder Position. Neben Texteingaben über das eingeblendete Tastenfeld lässt sich auf dem XL-Touchpad auch Handschriftliches mit dem mitgelieferten Stift festhalten. Im Anwendertest klappte alles zügig.

Vier Highlights des Yoga Book

1. Stiftbedienung
Wer gern Texte mit der Hand schreibt, kommt beim Yoga Book ganz auf seine Kosten: Mit dem mitgelieferten Lenovo Real Pen können Nutzer auf dem Touchpad Zeichnungen und Notizen anfertigen, die eine mitgelieferte Software von Windows erkennt und digitalisiert auf dem Display des Yoga Book anzeigt. Für angenehmeres Zeichnen und Schreiben mit echter Kugelschreibertinte lässt sich auch der mitgelieferte Zeichenblock auf das Touchpad legen.

Mit dem mitgelieferten Eingabestift (Lenovo Real Pen) lassen sich Zeichnungen und Notizen – auch mit echter Tinte – wahlweise auf einem ebenfalls mitgelieferten Block anfertigen. Funktioniert auch mit jedem anderen Papierblatt. (© 2017 Lenovo)

2. Tastatur zum Einblenden
Statt einer klassischen Tastatur bietet das Yoga Book ein 10,1 Zoll großes Touchpad, auf dem sich die Tasten zum Tippen einblenden lassen. Dank der Leuchtbuchstaben können auch im Dunkeln problemlos Texte verfasst werden. Wer Wert auf haptisches Feedback legt, kann auf Wunsch Vibrations- und Soundeffekte für die Tastatur zuschalten. In der Praxis klappt die Texteingabe über das Sensorfeld nach einer kürzeren Eingewöhnungsphase zuverlässig und in recht flottem Tempo. Leider ist das Touchfeld, das als Maus-Ersatz dient, etwas klein geraten.

Über die eingeblendete Sensortastatur lassen sich Texte komfortabel eintippen. (© 2017 Lenovo)

3. Klappen nach Belieben
Sollen etwa Videos auf dem 10,1-Zoll-Display des Yoga Book angezeigt werden, lässt es sich fürs Betrachten wie ein umgedrehtes V aufstellen. Das mehrteilige Scharnier ermöglicht diverse Positionierungen der beiden „Gerätehälften“: vom sehr spitzen Winkel über 45 Grad bis zu 180 Grad.

Videos werden auf dem Full-HD-Display des Yoga Book gestochen scharf angezeigt. (© 2017 Lenovo)

4. Auch als Android-Version erhältlich
Neben der Windows-10-Pro-Version gibt es auch eine Variante des Yoga Book mit Android 6.0. Stiftbedienung, XL-Touchpad, eingeblendete Tastatur, Vierkernprozessor mit 2,4 GHz und 4 GB Arbeitsspeicher sowie 64 GB interner Speicher (inklusive Speichererweiterung um bis zu 128 GB) sind auch bei dieser Ausführung obligatorisch.

Technische Daten

Display (Maße und Auflösung):
10,1 Zoll, Diagonale: 25,6 Zentimeter,
Auflösung: 1.920 x 1.080 Pixel (Schärfewert: 224 ppi)
Abmessungen:
25,7 x 17,6 x 0,9 cm, 690 Gramm

Weitere Ausstattung:

Intel Atom x5-Z8550 Prozessor mit 4 x 2,4 GHz,
4 Gigabyte Arbeitsspeicher
LTE für alle Frequenzen bis 150 Mbit/s im Download (LTE Cat. 4)
Für 2,4- und 5-GHz-WLAN-Netze, auch für 5-GHz-WLAN-ac
Hauptkamera: 8 Megapixel; Frontkamera: 2 Megapixel für Videotelefonate via Skype
Bluetooth 4.0
GPS-Modul eingebaut
64 GB interner Speicher (58 GB davon frei verfügbar), per microsSD (max. 128 GB) erweiterbar

Direkt zur Telekom: Tablets für Geschäftskunden

Scharfes Display

Die Farbwiedergabe des 10,1-Zoll-Displays (Diagonale: 25,6 Zentimeter) fällt kräftig aus. Der Yoga-Book-Bildschirm ist zudem extrem kontrastreich und hell (400 cd/m²). Das erlaubte im Anwendertest auch das Arbeiten im Freien, selbst bei starkem Sonnenlicht. Mit einer ordentlichen Pixeldichte von 224 ppi liegt das Yoga Book zwar hinter dem 9,7-Zoll Apple iPad Pro (264 ppi). Auch mit dessen Auflösung (2.048 x 1.536 Pixel) kann das Klapp-Tablet (1.920 x 1.080 Pixel) nicht mithalten. Dennoch konnte das Full-HD-IPS-Display des Yoga Book beim Betrachten von Fotos, Videos oder bei Office-Anwendungen mit Detailschärfe überzeugen.

Professionell arbeiten mit zwei parallelen Fenstern

Über den Tablet-Bildschirm des Lenovo-Tablets kann parallel mit zwei Apps gearbeitet werden (Split-Screen-Modus). Damit lassen sich Fenster verschiedener Anwendungen nebeneinander platzieren. Praktisch – um etwa direkt aus einer Excel-Anwendung Zahlen in eine E-Mail an einen Geschäftspartner oder Kunden zu übertragen. Im Anwendertest funktionierte das zuverlässig.

Steckplätze für Handykarte und Speichererweiterung

Damit sich unterwegs Daten mit dem Yoga Book abrufen oder senden lassen, ist das Lenovo-Tablet LTE-fähig – eine Nano-SIM-Karte ist dafür vorgesehen. Im Highspeed-Datennetz der Telekom sind mit dem Yoga Book Downloads bis 150 MBit/s und Uploads bis zu 50 MBit/s (LTE CAT 4) möglich. Im Büro speist das Yoga Book via WLAN Daten mit Höchstgeschwindigkeit ins Firmennetz ein. Mit rund 58 Gigabyte (frei verfügbar) ist der interne Speicher des Yoga Book großzügig geraten – etwa für die Ablage großer PowerPoint-Daten, hochauflösender Videos oder Fotos. Wer noch mehr Speicher braucht, kann eine microSD-Karte ins Tablet stecken - bis 128 Gigabyte große Karten werden vom Yoga Book unterstützt. (Kosten: etwa 40 Euro).

Neben dem Steckplatz für die SIM- und die Speicherkarten (Mitte) liegt auch die HDMI-Buchse für den Anschluss an ein Flachbild-TV. (© 2017 Lenovo)

Fazit des Anwendertests

Lenovos Yoga Book überzeugte im Anwendertest mit seiner eleganten und hochwertig verarbeiteten Hülle. Ganz gleich ob der Nutzer Texte über die eingeblendete Sensortastatur eintippen oder per Stift schreiben will – alles klappt ohne Probleme.

Einziges Manko: Das etwas zu klein geratene Touchfeld, das als Maus-Ersatz dient. Der stromsparende Intel Atom x5-Z8550-Prozessor (vier Gigabyte Arbeitsspeicher) sorgte stets für eine rasche Umsetzung der Eingaben.

Auch wenn das Yoga-Tablet nicht zwingend für leistungshungrige Anwendungen wie Videoschnitt ausgelegt ist: Wer eine tragbare Alternative fürs Arbeiten mit Office-Anwendungen (Office 2016) und Windows 10 sucht, wird beim Yoga Book durchaus fündig. Ein weiterer Vorteil des Intel Atom x5-Z8550: Er sorgt für eine lange Akkulaufzeit. Der 8.500-mAh-Akku hielt im Test locker einen ganzen Businesstag ohne Nachladen durch.

In Kürze: Pluspunkte

  • Als LTE-Version erhältlich
  • Stufenlos verstellbares Display
  • Optimal aufs Arbeiten mit Windows Office 2016 (in Office 365) abgestimmt
  • Gute Handschrifterkennung bei Eingaben durch Bedienstift
  • Micro HDMI (Video-Ausgang für Anschluss an ein Flachbild-TV)
  • Beleuchtetes Sensortastenfeld

 
 

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