Mobile Security im Fokus von Studien

Aktuelle Studien zeigen: Der Schutz von Smartphone und Co. vor Malware ist in Unternehmen ein großes Thema. So zeigt etwa die Erhebung "Mobile Security in Deutschland 2017" von IDC, dass 65 Prozent der befragten Betriebe von Attacken auf mobile Endgeräte berichten. 2015 taten dies nur 57 Prozent. Verantwortlich für die illegalen Zugriffe machen insbesondere im Mittelstand viele Führungskräfte aber weniger die professionellen Hacker. Stattdessen halten 52 Prozent in erster Linie die Anwender für das größere Sicherheitsrisiko.

Dennoch haben, so eine HID Global-Studie, 75 Prozent der Beschäftigten in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) keine Bedenken beim Einsatz von Smartphones, Tablets und ähnlichen Geräten. Entscheider sollten sich angesichts dieser Werte um ein Plus an Mobile Security kümmern. Allein schon deshalb, weil ab 25. Mai 2018 die neue europäische Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) gilt. Ihre Richtlinien verlangen unter anderem schärfere Sicherheitsmaßnahmen im Umgang mit persönlichen Daten. Spätestens bis zu dem genannten Termin sind daher neue Konzepte gefragt, denn eine Schonfrist zur Einführung der EU-DSGVO gibt es nicht.

Android ist besonders gefährdet

Im Sinne von Mobile Security gilt das vor allem für Geräte mit dem Android-Betriebssystem. Verschiedenen Schätzungen zufolge liegt dessen Marktanteil in Deutschland bei rund 80 Prozent. Das spricht dafür, dass Googles Software auch im hiesigen Mittelstand weit verbreitet ist. Apples iOS für iPhone und iPad ist dagegen deutlich weniger im Einsatz und daher auch kaum im Visier von Cyber-Kriminellen.

Wie sieht die konkrete Bedrohung durch Malware aus? Manche Schadprogramme leeren den Akku rasant, senden infizierte Mitteilungen an die gespeicherten Kontakte, legen Funktionen lahm oder greifen Daten ab. Das ist teils unangenehm, teils aber auch sehr gefährlich.

Mobile Security: Besserer Schutz für den Mittelstand Besonders das Android-Betriebssystem ist für Angriffe und Schadsoftware anfällig. (© 2017 Shutterstock / George Dolgikh)

 

Das braucht eine gute Sicherheits-App

Wer mobile Endgeräte davor schützen möchte, der sollte sie unter anderem mit entsprechenden Schutzprogrammen ausstatten, zum Beispiel Norton Mobile Security, Avast Security & Booster oder Avira Antivirus Security. Dabei ist auf folgende Punkte zu achten:

  • Erkennen von Malware. Eine Voraussetzung für gute Mobile Security ist natürlich, dass die eingesetzte Software möglichst viele Arten digitaler Schädlinge identifiziert und unschädlich macht.
  • Diebstahlschutz. Hier kommt es darauf an, dass sich mobile Endgeräte per Fernsteuerung orten, besser noch, unbrauchbar machen lassen.
  • Geringe Systembelastung. Eine schlanke Sicherheits-App arbeitet im Hintergrund und nutzt dabei möglichst wenig Ressourcen, so dass die Arbeit mit dem Smartphone oder Tablet trotz Mobile Security flüssig läuft.
  • Funktionalität. Die Anti-Malware-Software sollte sich möglichst intuitiv und leicht bedienen lassen. Das gilt besonders dann, wenn sie über zahlreiche Funktionen verfügt.
  • Kundendienst. Eine gute Hotline des Anbieters hilft schnell bei Problemen mit dem Programm. Sie sollte möglichst rund um die Uhr erreichbar sein.

Die beste Lösung: Mobile Device Management

So wichtig ein Programm gegen Malware auch ist, so ist es nur ein Schritt auf dem Weg zu einer umfassenden Strategie. Mobile Security ist erst dann schlagkräftig, wenn hinter ihr ein weitreichendes Konzept steckt. Mit anderen Worten: Auch der Mittelstand braucht ein Mobile Device Management (MDM). Es verwaltete mobile Endgeräte über eine gemeinsame Plattform und sorgt so für mehr Sicherheit. Mehr zu diesem Thema steht in unserem Ratgeber "Mobile Device Management: Gut geschützt im Gerätedschungel".

Checkliste: Mobile Security für den Mittelstand

  • besseren Schutz bis Mai 2018 implementieren (Start der Datenschutz-Grundverordnung)
  • Hauptaugenmerk auf mobile Endgeräte mit Android-Betriebssystem legen
  • Sicherheits-App gewissenhaft auswählen
  • langfristig auch im Mittelstand ein umfassendes Mobile Device Management einführen