Umweltfreundlich einkaufen: Was ist nachhaltiger Konsum?

Nachhaltiger Konsum bedeutet, ökologisch, ökonomisch und sozial verantwortlich einzukaufen. Kunden legen nicht jedes beliebige Produkt in den Einkaufswagen, sondern achten immer mehr ganz bewusst darauf, ob ein Produkt umweltfreundlich produziert wurde oder ein Fair-Trade-Siegel trägt. Einen großen Einfluss auf die Kaufentscheidung hat dabei das Nachhaltigkeitsimage, so das Ergebnis der Studie "Sustainability Image Score" der Werbeagentur Serviceplan in Kooperation mit der Wirtschaftswoche.

Drei starke Trends in Sachen Nachhaltigkeit:

  • Konsumenten bevorzugen beim Einkaufen vermehrt Bio-Produkte
  • Regionale Lebensmittel sind bei Kunden hoch im Kurs.
  • Car-Sharing wird einem eigenen Auto vorgezogen, um die eigene CO2-Bilanz niedrig zu halten.

Nachhaltiger Konsum: Umweltfreundlichkeit geht vor

Vor allem der ökologische Aspekt beeinflusst die Kunden beim Einkaufen, für die nachhaltiger Konsum wichtig ist, so das Ergebnis der Studie. Ein Produkt muss, einfach gesagt, umweltfreundlich sein. Dahinter verbergen sich mehrere Faktoren:

  • umweltfreundliche Produktions-Technologien
  • Kooperation mit Umweltschutzorganisationen und Engagement für Umweltschutzthemen
  • ressourcenschonende Produktion

Umweltfreundliche Technologien

Konsumenten stellen sich beim Einkaufen die Frage, ob die Technologien bei der Herstellung des Produkts umweltfreundlich sind. Ein nachhaltiger Konsum Ihrer Waren ist zum Beispiel möglich, wenn Sie ...

  • aktiv daran arbeiten, Ihre CO2-Bilanz zu verbessern,
  • auf den Einsatz von Chemikalien weitestgehend verzichten und eine umweltfreundliche Entsorgung garantieren oder
  • innovative (leicht abbaubare) Verpackungen verwenden, die die Umwelt nicht belasten.

Ein Unternehmen, das großen Wert auf die CO2-Bilanz seiner Produkte legt, ist etwa der Tiefkühlkosthersteller FRoSTA. Der Konzern hat als erster Lebensmittelhersteller in Deutschland die sogenannten CO2-Fußabdrücke seiner Lebensmittel berechnen lassen. Das Unternehmen weist gegenüber den Verbrauchern aus, wie viele Treibhausgase in der Wertschöpfungskette jedes einzelnen Produktes entstanden sind. Verblüffend: Trotz des energieintensiven Tiefkühlverfahrens schneiden FRoSTA-Produkte in der CO2-Bilanz besser ab, als selbst gekochte Lebensmittel.

Kooperation mit Umweltschutzorganisationen

Konsumenten rechnen es Ihnen hoch an, wenn Sie ein gutes Verhältnis zu Umweltschutzorganisationen haben und sich für Umweltthemen engagieren. 

Ein Beispiel für ein Unternehmen, das ein gutes Verhältnis zu Umweltorganisationen pflegt, ist die Brauerei Lübzer. Der Getränkehersteller aus Mecklenburg-Vorpommern kooperiert auf regionaler Ebene mit dem Naturschutzbund (NABU) und finanziert diverse lokale Umweltschutzprojekte, wie beispielsweise die Pflege der Dünenheide auf Hiddensee. Dies gibt den Kunden beim Einkaufen das Gefühl, umweltfreundlich zu handeln.

Ressourcenschonende Produktion

Besonders wichtig ist es Konsumenten, dass Unternehmen verantwortungsvoll mit Ressourcen umgehen. Dies gilt vor allem für nicht nachwachsende Rohstoffe wie Erz, fossile Brennstoffe und Wasser. Damit nachhaltiger Konsum möglich ist und Kunden umweltfreundlich einkaufen können, sollte Ihr Unternehmen  ...

  • Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen oder Recyclingmaterial herstellen,
  • bei der Produktion möglichst wenig Energie verbrauchen,
  • umweltfreundlichen Ökostrom verwenden und
  • den Wasserverbrauch minimieren.

Ein Beispiel hierfür liefert die Steinbeis Papier GmbH aus Glücksstadt: Der Papierhersteller ist seit den Siebzigerjahren ein Pionier im Bereich der ressourcenschonenden Produktion und fertigt seine Waren zu 100 Prozent aus Recycling-Material an.

Umweltfreundliches Image und intelligente Produktion: Was haben Mittelständler noch von der Nachhaltigkeit?

Die gesamte Wertschöpfungskette muss stimmen. Das beginnt schon bei der Rohstoffgewinnung (Einkauf) und endet schließlich bei der Entsorgung beziehungsweise der Verwertung.

Nachhaltigkeit kann Ihrem Unternehmen zwei entscheidende Vorteile bringen ...

  • Differenzierung: Integrieren Sie den Aspekt der Nachhaltigkeit in Ihr Image, heben Sie sich positiv von der Konkurrenz ab und können neue Kunden gewinnen.
  • Effizienz: Umweltfreundlichkeit zahlt sich oft auch noch aus - der intelligente Umgang mit Ressourcen kostet weniger.

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