Online-Übersetzer als Alltagshelfer

Die Qualität von Übersetzungstools im Internet ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Mittlerweile sind die Online-Übersetzer eine wertvolle Hilfe, wenn es etwa darum geht, geschäftliche E-Mails oder Produktbeschreibungen zu verstehen. Auch um eigene Texte für Geschäftspartner oder fremdsprachige Mitarbeiter zugänglich zu machen, lassen sich die Übersetzungstools nutzen.

Ein zentraler Begriff ist dabei die neuronale maschinelle Übersetzung. Dabei werden neuronale Netze modelliert, die dem Aufbau des Gehirns nachgebildet sind. Um die Übersetzung möglichst genau zu machen, sind für jedes Wort zahlreiche Informationen gespeichert, beispielsweise seine grammatischen Eigenschaften und Kontexte in Sätzen.

1. Google Translate

Der Google Übersetzer ist das wohl bekannteste der Übersetzungstools. Aktuell werden rund 100 Sprachen unterstützt, von Englisch, Französisch und Spanisch bis hin zu Kirgisisch, Pashtu oder Suaheli. Das Tool gibt es schon seit über zehn Jahren; in der Vergangenheit lieferte es oft eher erheiternde als nützliche Ergebnisse. Die Qualität der Übersetzungen hat inzwischen aber deutlich zugenommen:  Google nutzt mittlerweile neuronale Netze und Machine Learning, um immer bessere Resultate zu liefern. Besonders in den „großen“ Sprachen bietet der Online-Übersetzer deshalb verlässliche Qualität. Praktische Features sind die automatische Erkennung einer Sprache und die Möglichkeit, Übersetzungen als Audio abspielen zu lassen. Außerdem können gesamte Webseiten übersetzt werden, die dann auch im ursprünglichen Layout angezeigt werden. Nutzer können zudem Dokumente hochladen und diese übersetzen lassen. Neben der Browser-Version gibt es auch eine App für Android und iOS.

Google Translate auf einen Blick:

  • Rund 100 Sprachen verfügbar (Stand: November 2017)
  • Gesamte Webseiten und Dokumente übersetzbar
  • Automatische Spracherkennung
  • Texte als Audio abspielbar
  • Auch als App angeboten

2. Microsoft Translator

Der Microsoft Translator unterstützt aktuell rund 60 Sprachen. Auch hier gibt es eine automatische Spracherkennung, und der übersetzte Text lässt sich als Sprachausgabe abspielen. Während der Online-Übersetzer auch Webseiten verarbeiten kann, lassen sich allerdings keine Dokumente hochladen. Interessant ist auch die App, die für Android und iOS verfügbar ist: Damit sind auch Übersetzungen von Text auf Fotos und Screenshots möglich.

Microsoft Translator auf einen Blick:

  • Rund 60 Sprachen verfügbar (Stand: November 2017)
  • Webseiten übersetzbar
  • Automatische Spracherkennung
  • Text als Audio abspielbar
  • App mit zusätzlichen Funktionen
Wer Online-Übersetzer nutzt, kann auf ein Wörterbuch verzichten. (© 2017 Shutterstock / PHENPHAYOM)

3. DeepL

Weniger bekannt ist das Startup DeepL aus Köln. Einigen Angaben zufolge lieferte es in Blindtests dreimal bessere Ergebnisse als die Konkurrenz. Auch hier kommen neuronale Übersetzungsmaschinen zum Einsatz. Das Angebot ist relativ neu und existiert seit August 2017. Zurzeit sind nur sieben gängige Sprachen verfügbar, es sollen künftig aber mehr werden. Eine automatische Spracherkennung ist ebenfalls vorhanden. Interessant ist die Möglichkeit, durch den Klick auf einzelne Begriffe alternative Formulierungen zu erhalten. Durch die hohe Qualität der Übersetzungen ist DeepL eine vielversprechende Alternative zu den anderen Übersetzungstools – wenn es um eine gängige Sprache geht.

DeepL auf einen Blick:

  • Aktuell sieben Sprachen verfügbar (Stand: November 2017)
  • Automatische Spracherkennung
  • Alternative Übersetzungen
  • Hohe sprachliche Qualität

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