Keine Frage, die Deutschen shoppen gern und häufig im Internet. 2015 stieg der Online-Umsatz bei Modeketten, Elektronikversendern sowie beim Buchhandel auf rund 52 Milliarden Euro, so eine Berechnung des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland in seiner Verbraucherbefragung „Interaktiver Handel in Deutschland“. Längst kaufen nicht nur Privatleute Online, auch 83 Prozent der Unternehmen geben an, dass sie im Web einkaufen, stellt die Expertenbefragung „Online-Kaufverhalten im B2B-E-Commerce“ von ibi research an der Universität Regensburg und VOTUM fest.

Damit werden aktuell inzwischen 2,8 Milliarden Pakete und Päckchen in Deutschland auf den Weg gebracht. Bis 2019 erwarten Marktforscher ein jährliches Wachstum von 6,4 Prozent auf knapp 3,8 Milliarden Sendungen. Einen regelrechten Boom bei Versendern wie DHL, UPS und Hermes sagen Marktforscher des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik voraus. Sie haben den Markt untersucht und die Ergebnisse als „KEP-Studie 2015 – Analyse des Marktes in Deutschland“ zusammengefasst.

Nachdem der Zusteller den Nutzer über den Paketeingang informiert hat, kann dieser sich, sobald er zurück ist, über die gewünschte Ware freuen. Nachdem der Zusteller den Nutzer über den Paketeingang informiert hat, kann dieser sich, sobald er zurück ist, über die gewünschte Ware freuen. (© 2016 Mareen Fischinger, Photographer)

Online-Einkauf: schnell und einfach

Der digitale Einkaufsbummel ist deswegen so beliebt, weil es für den Konsumenten schnell und bequem ist. Dies trifft aber nur dann zu, wenn das Päckchen auch rasch seinen Empfänger findet und nicht wieder ins Lager zur Aufbewahrung muss, weil der Kunde nicht zu Hause ist. Eine neue Lösung für das Problem bietet die IoT-Anwendung „PaketButler“ der Deutschen Telekom. Gemeinsam wurde die pfiffige Box-Anwendung mit der feldsechs service Gesellschaft entwickelt und in Kooperation mit DHL Paket betrieben. Auf Basis von Machine-to-Machine(M2M)-Kommunikation lassen sich jetzt Sendungen jederzeit beim Empfänger hinterlegen. Ob Privatleute, Selbstständige oder Handwerker – niemand muss mehr auf den Paketboten warten oder Extrarunden drehen. Unterhaltungselektronik, Schuhe, Ersatzteile oder Werkzeuge lassen sich ganz einfach im verschließbaren PaketButler aufbewahren. Weiterer Cloud: Das System ist offen für alle Logistiker und nicht an einen Zulieferer gebunden.

Die digitale Paketannahme ist robust, reißfest, brandsicher und hat Platz für Sendungen mit den Maßen 30x50x70 Zentimeter. Die digitale Paketannahme ist robust, reißfest, brandsicher und hat Platz für Sendungen mit den Maßen 30x50x70 Zentimeter. (© 2016 Mareen Fischinger, Photographer) - All rights reserved. Please contact the photographer.

Intelligent und getestet

Ist die Box nicht im Dienst, faltet sie der Nutzer platzsparend zusammen. Ihre Intelligenz verdankt sie einer Mobilfunkkarte, welche die Kommunikation zwischen PaketButler und einer Datenbank (ButlerConnect) ermöglicht. Die Kunden steuern den PaketButler mit einer Smartphone-App für iOS und Android. Diese informiert den Benutzer, sobald der Paketbote seine Sendung eingelegt hat. Weiterer Cloud: Das System ist offen für alle Logistiker und nicht an einen Zulieferer gebunden.

200 Zalando-Kunden haben die Innovation vor der Vermarktung getestet. Im ersten Schritt ist der PaketButler seit Ende Mai in Hamburg, München, Köln und Bonn im Einsatz, später soll der PaketButler auch bundesweit angeboten werden. Er kostet einmalig 249 Euro oder zur Miete 7,99 Euro monatlich für 36 Monate. Bei beiden Varianten sind übrigens der PaketButler mit 180 Euro und dessen Inhalte bis zu einem Wert von 750 Euro versichert.

So funktioniert der Paketbutler

  • Einkaufen: Kunden kaufen wie gewohnt online ein. Ist der PaketButler über den sogenannten Ablageauftrag als Ablageort beim Zusteller angegeben, informiert der entsprechende Logistikpartner den Nutzer rechtzeitig vor Eintreffen der Sendung, sodass der PaketButler aufgestellt werden kann.
  • Aufstellen: Der PaketButler wird durch die Eingabe der PIN aktiviert. Anschließend wird die Box-Vorrichtung nur noch per Gurt zwischen Tür und Türzarge diebstahlsicher verankert.
  • Empfangen: Sobald der Zusteller die Sendung in den PaketButler gelegt hat, informiert die PaketButler-App den Nutzer. Dann kann der Kunde die gewünschte Ware jederzeit entnehmen.
  • Übrigens: Über den PaketButler können auch eigene Pakete verschickt werden. Dann funktioniert der Prozess umgekehrt. Hierzu wird einfach eine Abholung bei DHL beauftragt, etwa unter www.paketbutler.com und kostet drei Euro.