Passwort-Manager: Die Vorteile

Das Passwort ist der Schlüssel, der die Tür zu Ihren Daten öffnet – und sie für Unberechtigte im Idealfall sicher verschließt. Eine komplizierte Zeichenfolge wie rY3#239p#stLQ ist zwar eine gute Wahl, bleibt jedoch kaum im Gedächtnis. Der Passwort-Manager nimmt Ihnen die Mühe ab. Er erzeugt kaum zu knackende Codes, speichert sie und integriert sie selbstständig in Webseiten und den entsprechenden Eingabefeldern. Darüber hinaus sind verschiedene Tools auch als Datenspeicher, etwa für Bankdaten, Notizen und mehr, nutzbar.

Tool 1: KeePass

Kostenlos und großer Funktionsumfang – das sind zwei Argumente, die KeePass für viele Nutzer attraktiv machen. Der Passwort-Manager ist ein altes Eisen im Geschäft und erweckt durch seinen Erfahrungsreichtum Vertrauen. Dafür sorgt auch sein offener Quellcode, der von jedem überprüft werden kann. Die Softwarelösung wird kontinuierlich weiterentwickelt und besticht durch eine Vielzahl von Plugins. Was kann der Passwort-Manager noch? Er verfügt über einen Passwort-Generator und eine zuverlässige Verschlüsselung. Zudem ist er einfach in der Handhabung, er erlaubt beispielsweise  Drag & Drop.

Weiterer Pluspunkt: Keepass kann auf verschiedenen Geräten installiert werden. So gibt es Versionen für Linux, Mac OS X sowie mobile Systeme wie Android und Apples iOS. Letztere werden allerdings nicht offiziell von den Entwicklern unterstützt, heißt es auf "computerwoche.de". Auch die Übertragung auf einen USB-Stick ist möglich, was die Installation auf verschiedenen Geräten erleichtert.

Fazit: Für kleine Unternehmen ist das Freeware-Produkt eine zuverlässige und sichere Lösung.

Tool 2: Roboform

RoboForm ist der etwas andere Passwort-Manager. Das Tool verwaltet zwar auch Codes, doch es verfügt noch über weitaus mehr Funktionen: Sie fungiert es ebenso als sicherer Speicher für Daten, Kontakte und Web-Favoriten. Außerdem können Sie das Programm zur Automatisierung von Formularen nutzen. Der Passwort-Manager ist zudem einfach in der Bedienung und mit einem Master Passwort sicher verschlüsselt. Ebenfalls gut: Mit dem eigenen Roboform-Everywhere-Angebot ist auch eine Online-Synchronisation der Passwörter möglich.

Nicht so gut: Einsteiger kann das Programm aufgrund seiner vielen Konfigurationsmöglichkeiten im Optionsmenü unter Umständen überfordern. Die Übersichtlichkeit leidet.

Sie können sich vorab einen Eindruck verschaffen und die Vollversion 30 Tage lang kostenlos testen. Ein auf zehn Logins beschränkte Freeware-Version ist dauerhaft verfügbar.

Tool 3: Kaspersky Password Manager

Der Kaspersky Password Manager vom gleichnamigen Hersteller ist ein solides Tool. Positiv fallen seine Importfunktionen auf. So kann das Programm beispielsweise Passwörter direkt aus Firefox, Internet Explorer und Chrome übernehmen. Auch an den Browser-Plugins ist nicht auszusetzen. Die Synchronisation der Passwörter ist unter Windows und MacOS und möglich. Auch Android- und Apple-Mobilgeräte werden unterstützt.

Nicht so gut: Sie müssen sich ein Kaspersky-Konto zulegen, um Zugriff auf die Mykaspersky-Cloud zu haben. Den benötigen Sie leider zwingend, da alle Daten über die Cloud ausgetauscht werden. Wer Bedenken hat, seine Passwörter online abzulegen, sollte daher lieber einen anderen Passwort-Manager wählen. Zudem schlägt die einjährige Lizenz immerhin mit 13,95 Euro zu Buche. Wird die Lizenz nicht verlängert, kann danach nur noch die kostenlose Version mit eingeschränktem Funktionsumfang nutzen.

Weiterführende Links: