Smartes Smartphone mit KI

Erstmals könnte man behaupten, sein Smartphone verdient den Namen. Denn im Flaggschiff von Huawei steckt neuerdings ein eigener Chip, der „Künstliche Intelligenz“ (KI) unterstützt. Dadurch soll es mit dem Tophandy Mate 10 Pro etwa möglich sein, die Motiverkennung für Fotos zu verbessern. Die KI-Algorhithmen des Kirin-970-Prozessors (von Huawei Neural Processing Unit genannt – kurz: NPU) erkennen blitzschnell einen Großteil von 14 vorgegebenen Motiven wie Blume, blauer Himmel, Strand, Schnee oder Porträt. Sie sind auf dem Chip programmiert und sorgen binnen Sekundenbruchteilen für passende Bildeinstellungen.

KI spielt auch beim Akku-Verbrauch des Mate 10 Pro eine wichtige Rolle: Das Gerät merkt sich das tägliche Nutzungsverhalten seines Besitzers und reguliert die Systemleistung im Hintergrund, um Ressourcen zu sparen.

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KI im Smartphone Ein zusätzlicher Chip bringt Künstliche Intelligenz (KI) ins Mate 10 Pro. (© 2018 Huawei)

Ein Display für nahezu die gesamte Front

Das scharfe und sehr helle 18:9-OLED-Display im Sechs-Zoll-Format (Diagonale: 15,24 Zentimeter) bedeckt fast die gesamte Front des Huawei Mate 10 Pro. Das sieht nicht nur sehr schick aus, die Anzeige eignet sich auch bestens zum Betrachten von Fotos und Videos. Wollen Sie etwa einen Kunden oder Partner schnell über den aktuellen Stand eines Projekts informieren, brauchen Sie für einen ersten Blick weder Tablet noch Notebook – es reicht künftig, ein Huawei Mate 10 Pro zur Hand zu haben.

Auf seinem XXL-Display (Auflösung: 2.160 x 1.080 Pixel, Schärfegrad: 402 ppi) lassen sich selbst kleine Details noch gestochen scharf darstellen. Und wenn es beim Blick aufs Display unter freiem Himmel regnen sollte – kein Problem: Das Mate 10 Pro ist nach dem Schutzstandard IP67 gegen Wasser und Staub geschützt.

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Schutzklasse IP67 Das Huawei Mate 10 Pro ist nach der Schutzklasse IP67 auch gegen Wasser geschützt. (© 2018 Huawei)

Der Fingerabdrucksensor zum Entsperren des Geräts befindet sich auf der Rückseite.

Technische Daten

Display (Maße und Auflösung):

6 Zoll (15,24 cm Diagonale), 2.160 x 1.080 Pixel bei 402 ppi

Abmessungen: 15,42 x 7,45 x 0,79 cm, 178 g

Weitere Ausstattung:

  • Kirin-970-Acht-Kern-Prozessor mit 4 x 2,36 GHz (Cortex A73) und 4 x 1,8 GHz (Cortex A53);
  • 6 GB Arbeitsspeicher (RAM)
  • 128 GB interner Speicher, keine Speichererweiterung
  • LTE CAT 18 für alle Frequenzen für bis zu 1,2 GBit/s im Download
  • Android 8.0
  • Für 2,4- und 5-GHz-WLAN-Netze
  • Hauptkamera: 20-MP-Monochrome- und 12-MP-RGB-Leica-Dual-Kamera, F1,6
  • Frontkamera: 8 MP für Videotelefonate via Google Duo oder Skype-Videoaufnahme (bis 2.160p „4K“ bei 30fps)
  • NFC für schnelles Koppeln von Geräten per Bluetooth eingebaut
  • Bluetooth 4.2
  • USB-C-Anschluss zum Schnellladen (Type 3.1)
  • Fingersensor zum Entsperren des Geräts

Klasse ist zwar seine sehr schnelle Reaktion, die schon unmittelbar nach dem Antippen erfolgt und den Bildschirm entsperrt. Allerdings muss der Nutzer den Entsperr-Scanner auf der Rückseite zunächst ertasten, dabei tippt es sich aber schnell mal auf eine der beiden Kameralinsen, die in der Nähe des Sensors platziert sind – sicher ein Nachteil einer derartigen Anordnung. Sehr gelungen hingegen: Selbst mit nassen Fingern lässt sich das Mate 10 Pro über den Sensor problemlos entsperren. Außerdem kann der Sensor mit Funktionen (etwa zum Start der Kamera oder zum Annehmen von Anrufen) belegt werden – das erfüllt in der Praxis seinen Zweck und erhöht den Bedienkomfort.

Schnellfunktionen per Klopfen aufrufen

Tipp: Wer so richtig schön schnell Screenshots aufnehmen, Apps starten oder den Bildschirm für zwei parallel ausgeführte Anwendungen teilen möchte, aktiviert in den Einstellungen über die „Intelligente Unterstützung“ die Funktionen zur Bewegungssteuerung. Dort lassen sich sogenannte Knöchel-Gesten zuschalten. Ausgeführt werden Sie mit einem Klopfen eines Fingerknöchels auf das Display, etwa um den aktuell angezeigten Inhalt auf dem Display als Bildschirmfoto festzuhalten oder um durch Zeichnen eines Buchstabens eine App zu öffnen. Beispielsweise startet ein „C“ blitzschnell die Kamera – egal in welcher Anwendung man sich gerade befindet.

Leica macht die Kamera (mit)

Die Linsen-Fertigung für die Dual-Kamera im Huawei Mate 10 Pro basiert auf der technischen Unterstützung durch die deutsche Leica Camera AG. Die Dual-Kamera auf der Smartphone-Rückseite bietet eine 12-Megapixel-Linse, die das klassische Farbspektrum (RGB) einfängt und eine 20-Megapixel-Linse für Schwarz-Weiß-Bilder. Damit gelangen im Anwendertest verlustfreie Doppel-Zooms und Porträts mit tollen Tiefenschärfe-Effekten („Bokeh“).

Dual-Kamera Eine 12- und eine 20-Megapixel-Linse bilden die Dual-Kamera im Huawei Mate 10 Pro. (© 2018 Huawei)

Dank einer besonders lichtstarken Linse (zum ersten Mal ist in einem Smartphone eine 1,6er-Blende im Einsatz) gelingen mit dem Mate 10 Pro sowohl bei Tageslicht als auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen durchaus überzeugende Aufnahmen.

Im Anwendertest waren Fotofehler wie Rauschen oder Unschärfe – wenn es überhaupt dazu kam – nur die Ausnahme.

Beeindruckend ist auch das Tempo beim Auslösen und Speichern von Fotos mit dem Huawei Mate 10. Die absolut praxistaugliche Kamera kann auch gerne eine Digitalkamera für unterwegs ersetzen.

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Was der Prozessor außerdem kann

Der Kirin 970 im Mate 10 Pro wusste im Anwendertest zu überzeugen: Der Acht-Kern-Prozessor ist mit 4 x 2,36 GHz (Cortex A73) und 4 x 1,8 GHz (Cortex A53) getaktet. Für rechenintensive Anwendungen gerade recht: Für reibungsloses und störungsfreies Arbeiten mit Videoschnitt, 4K-Videos, Menüsteuerung und ressourcen-hungrigen Apps und Büro-Anwendungen ist so jederzeit gesorgt. Zusätzliche Power liefert zudem der sechs Gigabyte große Arbeitsspeicher (RAM). Damit das Mate 10 Pro beim Arbeiten nicht plötzlich schlappmacht, steckt ein 4.000 mAh-Akku für vergleichsweise sehr lange Akku-Laufzeit im Gerät. Im Anwendertest reichte das für einen XXL-Arbeitstag inklusive Video, Surfen, E-Mail, Social Media und Internet.

Pluspunkte
  • Dual-SIM
  • OLED-Display
  • Dual-Autofokus-Kamera mit 12- und 20-Megapixel Auflösung
  • 4000-mAh Akku für vergleichsweise sehr lange Akku-Laufzeit
  • Schnellladefunktion
  • Nach IP67 staubgeschützt und wasserdicht
  • Zwei SIM-Karten-Steckplätze (Dual-SIM)

Für maximales Tempo beim Datentransfer via WLAN in Büro, auf Messen oder Kongressen steht WLAN ac über die Frequenzen 2,4 und 5 GHz bereit. Highspeed-Surfen im prämierten Mobilfunknetz der Telekom ist dank LTE CAT 18 (theoretisch bis 1,2 GBit/s im Download) selbstverständlich auch möglich. Aktuell werden via LTE Max bis zu 300 MBit/s erreicht.

Ein PC für die Hosentasche

Das Mate 10 Pro läuft mit der von Huawei konzipierten und auf Android 8 basierenden Oberfläche EMUI 8.0. Diese ermöglicht es, das Telefon per Wisch für die Bedienung mit nur einer Hand einzustellen. Dafür muss einfach nur im laufenden Betrieb über die Menüleiste gewischt werden, um eine deutlich verkleinerte Menüansicht zu erhalten – eine schöne Funktion, wenn man unterwegs schnell mal eine Nachricht tippen möchte, ohne das Smartphone dabei in beiden Händen halten zu müssen. Auch die Splitscreen-Funktion im Mate 10 Pro verdankt ihren Ursprung dem EMUI 8.0.

Richtig klasse ist aber der PC-Modus des Smartphones: Dafür wird es mit einem USB-C-Kabel mit einem Monitor verbunden, und schon steht ein vollwertiger Ersatz für ein Notebook bereit. Die Apps auf dem Huawei arbeiten dabei im Tablet-Modus, oder es kommen spezielle Desktop-Apps (etwa für Office-Anwendungen) zum Einsatz. Zum Texte-Tippen oder Arbeiten mit Excel oder PowerPoint lassen sich per Bluetooth noch eine Maus und eine Tastatur mit dem Smartphone-PC verbinden.

Der Smartphone-PC Der Smartphone-PC: das Huawei Mate 10 Pro als Notebook-Ersatz im Praxiseinsatz. (© 2018 Huawei)

Fazit

Huawei geht mit dem Mate 10 Pro in die Vollen und vereint hochwertige Verarbeitung inklusive Wasser- und Staubschutz nach IP67, ein tolles, farbtreues 18:9-OLED-Display mit sehr hoher Schärfe und einen smarten Prozessor. Weitere Highlights sind der XXL-Akku mit großer Ausdauer, turboschnelles LTE und ein zweiter SIM-Karten-Schacht (Dual-SIM). Damit lassen sich in dem Gerät gleichzeitig eine berufliche und eine private Nummer nutzen.

Video: Das Huawei Mate 10 Pro