Samsung schickt seine beiden neuen Smartphones jetzt in die siebte Galaxie: S7 und S7 edge sind das jüngste Update aus der Galaxy-Reihe. In Kombination mit der optimal auf die beiden S7-Smartphones abgestimmten Samsung-eigenen Rundum-Kamera Gear 360 (Preis noch offen) sollen die beiden Geräte die Tür zum nächsten großen Trend weit aufstoßen: Virtual Reality. Schnell und unkompliziert lässt sich mit Kamera und Smartphone ein mobiles „Video-Studio“ eröffnen, etwa um Kunden 360-Grad-Einblicke in aktuelle Projekte zu ermöglichen. Um in die mit der Gear 360 aufgenommenen 360 Grad Aufnahmen virtuell einzutauchen benötigt man zum Galaxy-Smartphone noch eine Gear-VR-Brille (um 100 Euro im Handel).

Zusammen mit der Gear VR-Brille lassen sich die neuen Samsung Galaxy S7 in praxistaugliche Virtual Reality-Sets verwandeln. Zusammen mit der Gear VR-Brille lassen sich die neuen Samsung Galaxy S7 in praxistaugliche Virtual Reality-Sets verwandeln. (© 2016 Samsung)

Handschmeichler

Wer die beiden neuen S7 das erste Mal in die Hand nimmt, merkt sogleich: Hier hat Samsung mehr als nur Modellpflege betrieben. Im Vergleich zu seinem Vorgänger S6 liegt das S7 dank abgerundeter Rückseite deutlich angenehmer in der Hand. Und obwohl das S7 edge im Vergleich zum S6 edge größer geworden ist, ist es auch deutlich rutschfester als noch das S6 edge. Die Frontseite des S7 Edge wurde ebenfalls neu gestaltet. Das Displayglas ist nun auch oben und unten und in den Ecken leicht abgerundet.

Die Seitenliste (links im Bild) im Galaxy S7 edge lässt sich per Wischgeste über das abgerundete Display aufrufen. Diverse Einstellmöglichkeiten stehen für die Apps, die sich auf der Seitenliste platzieren lassen, zur Verfügung. Die Seitenliste (links im Bild) im Galaxy S7 edge lässt sich per Wischgeste über das abgerundete Display aufrufen. Diverse Einstellmöglichkeiten stehen für die Apps, die sich auf der Seitenliste platzieren lassen, zur Verfügung. (© 2016 Samsung)
Die App-Seitenliste fürs S7 edge lässt sich über die rechte oder die linke Seite des abgerundeten Displays aufrufen und anzeigen. Die App-Seitenliste fürs S7 edge lässt sich über die rechte oder die linke Seite des abgerundeten Displays aufrufen und anzeigen. (© 2016 Samsung)

S7 edge: Das Smartphone mit der (praktischen) Kante

Die abgerundete Edge-Kante ermöglicht einige praktische Schnellzugriffe auf häufig genutzte Anwendungen, die durch seitliches Wischen über die obere Displaykante zum Vorschein kommen. Mini-Apps oder Info-Fenster werden dann auf einem Drittel der Display-Fläche angezeigt. So lassen sich blitzschnell Newsticker, E-Mails und Text-Nachrichten aufrufen. Auch eine individuell zusammengestellte Edge-Leiste lässt einrichten. Hin und Her geblättert wird zwischen den App-Leisten per Wischgeste über den grau markierten Bereich am Rand.

Hell und kontrastreich: Die Displays

Samsung stattet die beiden neuen S7 mit extrem kontrastreichen Super-AMOLED-Displays. Im Vergleich zum S6 edge (1453:1) hat sich das Kontrastverhältnis beim S7 edge (3578:1) mehr als verdoppelt. Auch die Maße des Displays beim S7 edge haben Zuwachs bekommen: 5,5 Zoll ist aktuell. Zudem sind beide Anzeigen enorm hell – wie auch schon bei den Vorgänger-Modellen –, was nach wie vor ein gutes Ablesen bei starkem Sonnenlicht ermöglicht. Außendienstleister dürften sich gerade zum bevorstehenden Frühjahr/Sommer 2016 besonders darüber freuen: Mit 760 Candela/m² ist das S7-edge-Display noch heller als den Bildschirm des normalen S7 mit 719 Candela. Praktisch: Wie von früheren Nokia-Handys und aktuell auch von den Microsoft-Smartphones 950 und 950 XL bekannt, bieten die neuen Galaxys eine Always-on-Anzeige. Damit zeigen sie im Stand-by-Modus stets die Uhrzeit und auf Wunsch auch Mails und Kalendereinträge auf schwarzem Grund an – das erfolgt selbstverständlich stromsparend!

Regenfest: Beide S7 sind wasser- und staubgeschützt nach IP68. Regenfest: Beide S7 sind wasser- und staubgeschützt nach IP68. (© 2016 Samsung)

Hart im Nehmen

Anders als die beiden Vorgänger sind die neuen Galaxys staub- und wasserdicht nach IP68. Das bedeutet, die Geräte überstehen unbeschadet ein Eintauchen in Wasser bis zu 1,50 Meter und 30 Minuten lang. Von außen ist an keiner Stelle eine besondere Gummi-Abdichtung zu erkennen. Auch der USB-2.0-Anschluss (in den S7-Galaxys ist noch nicht der aktuelle USB-C-Anschluss im Einsatz) kommt ohne zusätzliche Abdeckung aus. Insgesamt vermitteln die Geräte einen hochwertigen Eindruck. Die Verarbeitungsqualität liegt auf einem ähnlich hohen Niveau wie etwa das vom Apples iPhone. Die Front- und Rückseite bestehen aus bruchsicherem Corning Gorilla Glass 4. Ein stabiles Metallkorsett stützt das ganze .

Prozessor-Power made in South Korea

Samsungs neuer Achtkern-Prozessor Exynos 8890 (Taktung: 4 x 2,3 GHz plus 4 x 1,6 GHz) treibt beide S7 kraftvoll an. Zusätzlich sind je vier Gigabyte Arbeitsspeicher (RAM) verbaut. Besonders bei grafikintensiven Business-Anwendungen etwa zur Bildbearbeitung oder für den Videoschnitt machen die potent ausgestatteten Galaxys eine gute Figur – nichts ruckelt oder zuckt. Damit die Smartphones beim Arbeiten unter Volllast nicht zu warm werden, hat Samsung den Prozessoren im S7 edge und S7 eine Wasserkühlung verpasst.

Vorbereitet zum bargeldloses Bezahlen: In beiden S7 steckt ein entsprechender NFC-Chip dafür. Vorbereitet zum bargeldloses Bezahlen: In beiden S7 steckt ein entsprechender NFC-Chip dafür. (© 2016 Samsung)

Highspeed beim mobilen surfen und im WLAN

Für flottes Tempo auch beim Surfen sorgt die LTE CAT6-Technik mit bis zu 300 Mbit/s. Die beiden S7 sind ihrer Zeit etwas voraus und können jetzt schon schneller: Dafür steckt die LTE-Technik CAT9 (damit sind theoretisch bis 450 Mbit/s im Download möglich) in den Smartphones. Auch das WLAN in Galaxy S7 und Galaxy S7 edge verspricht Highspeed: Der eingebaute ac-Standard (2,4 und 5 GHz) nutzt mehrere Antennen parallel (MIMO-Technik). Die Vorteile dabei: Gute Sende- und Empfangswerte und geringere Funkstrahlung. Im Zusammenspiel mit einem AC-Router (etwa Fritzbox 7490 oder Telekom Speedport W 724 V ) lassen sich im Büro Übertragungsraten zwischen Smartphone und Firmennetz von theoretisch bis zu 1300 Mbit/s erzielen. Das reicht locker um hochauflösende 4K-Videos (3840 x 2160 Pixel), die die Galaxys aufzeichnen können, ruckelfrei zu streamen.

Die Always-on-Displays der S7-Smartphones zeigt – stromsparend – Uhrzeit, eingegangene E-Mails und Kalendereinträge dauerhaft an. Die Always-on-Displays der S7-Smartphones zeigt – stromsparend – Uhrzeit, eingegangene E-Mails und Kalendereinträge dauerhaft an. (© 2016 Samsung)

Profi-Werkzeug: Kamera

Statt einem „immer mehr“ in den Features hat Samsung gegen den Trend bei beiden S7 die Kamera abgespeckt. Von den 16 Megapixel bei den S6-Modellen sind „nur“ noch 12 Megapixel bei S7 und S7 edge übrig geblieben. Zu Lasten der Foto-Qualität? Mitnichten: Im Sichttest-Vergleich liegen Bilder, die bei günstigem Umgebungslicht fotografiert wurden, etwa auf dem Niveau des iPhone-6S. Dank eines lichtstarken Objektivs mit einer Blende von f/1,7 und dank der verkleinerten Megapixel-Zahl kann jedes Pixel auf dem Sensor für sich mehr Licht einfangen. Aufnahmen bei schwierigen Lichtverhältnissen sind immer noch recht brauchbar. Die unhandliche Systemkamera können Sie also getrost zuhause lassen, wenn Sie Fotos von Baustellen oder Projekten zur Abstimmung mit Ihren Kunden aufnehmen möchten. Dank Dual-Pixel-Sensor arbeitet der Autofokus besonders schnell. Denn es liegen damit pro Bildpunkt zwei Sensoren vor, die die Entfernung und die Richtung des scharfzustellenden Objekts optimal ermitteln können.

SIM- und Speicherkarte werden über einen Schacht an der Geräteoberseite eingesteckt. SIM- und Speicherkarte werden über einen Schacht an der Geräteoberseite eingesteckt. (© 2016 Samsung)

Ausdauer und Business-Qualitäten

Beide Samsung Galaxy haben größere Akkus erhalten. Beim S7 gibt’s jetzt 3.000 Milliamperestunden (mAh) statt 2.550 mAh wie noch bei S6 und S6 edge. Beim S7 edge ist der Zuwachs mit 3.600 mAh sogar noch größer. Im Praxistest reichte das um bei regelmäßiger Nutzung mit Internet, Telefonieren, E-Mail, Foto und Video einen langen Arbeitstag mit einer Akku-Ladung zu überstehen.

Wenn der Akku doch mal vorzeitig in die Knie geht, tankt der S7 noch schneller auf als die Vorgänger: Per mitgeliefertem Schnellladegerät ist das Galaxy S7 in knapp 90 Minuten voll; das Galaxy S7 Edge in rund 100 Minuten. Wer ohne Strippen laden möchte, kann dies mit einer optional erhältlichen induktiven Ladestation machen. Galaxy S7 und S7 edge unterstützen ab Werk die Stromladetechnik.

Fazit

Deutlich verbessertes Design, geschmeidige Handhabung, neueste Android- und Prozessor-Technik, kabelloses Laden, erweiterbarer Speicher und ein wasser- und staubgeschütztes Gehäuse: Samsung hat bei seinen beiden neuen Galaxy S7-Modellen geklotzt und nicht gekleckert. Weil auch die Akkus im Vergleich zu den Vorgängern S6 und S6 Edge größer geworden sind, sind die Geräte für Android- und Samsung-Fans fast schon Pflicht. Wer eher Wert auf eine dezentere Smartphone-Größe im iPhones 6S-Format legt, ist mit dem Galaxy S7 gut beraten. Es lässt sich locker mit einer Hand bedienen. Wer lieber einen Hingucker mit Top-Technik bevorzugt, dürfte mit dem extravaganten Galaxy S7 edge dank seiner gebogenen Displayanten und seinem eleganten und dünnen Metallrahmen seine Freude haben.

Pluspunkte

  • Vorbereitet für kabelloses Bezahlen via NFC
  • Wasser- und Staubdicht nach IP68
  • USB-Connector im Lieferumfang um USB-Sticks direkt mit dem S7/S7 edge für Datentransport zu verbinden
  • Fingerabdrucksensor zum Entsperren des Geräts

Technische Daten

Display (Maße und Auflösung):
Galaxy S7: 5,1 Zoll, Galaxy S7 edge: 5,5 Zoll, Auflösung (beide): 2560 x 1440,
Galaxy S7: 577 ppi, Galaxy S7 edge: 534 ppi

Abmessungen

Galaxy S7: 142,4 x 69,6 x 7,9 mm, 152 Gramm
Galaxy S7 edge: 150,9 x 72,6 x 7,7 mm, 157 Gramm

Weitere Austattung:

  • Beide: Achtkern-Prozessor Exynos Octa Core 8890 mit 4 x 2,3 GHz + 4 x 1,6 GHz und 4 GB Arbeitsspeicher
  • Schnelladegerät im Lieferumfang
  • Integrierte Funktion zum kabellosen Laden des Geräts (erfordert kompatibles Ladezubehör, nicht mitgeliefert)
  • LTE für alle Frequenzen bis 450 Mbit/s im Download (LTE CAT9)
  • Für 2,4- und 5 GHz-WLAN-Netze, auch für 5 GHZ WLAN-ac, MIMO
  • 12 Megapixel Kamera, Video-Aufnahme auch für hochauflösende 4K-Videos (3840 x 2160 Pixel) möglich
  • Frontkamera: 5 Megapixel (Videoaufnahme in Full-HD „1080p“)
  • Speichergröße (erweiterbar per Micro-SD-Karte bis 200 Gigabyte): 32 Gigabyte
  • Bluetooth 4.2

Preise

Galaxy S7: MagentaMobil L Plus Business mit Top-Handy einmaliger Smartphone-Preis 1 Euro

Galaxy S7 edge: MagentaMobil L Plus Business mit Top-Handy einmaliger Smartphone-Preis 94 Euro