Kompakt mit Stift

Digitaler Notizblock, Terminplaner, Videoplayer und Projektskizzen per Digitalstift erstellen: Die Stärken eines Tablet-PCs können sich meist im Businessalltag entfalten. Ist das Gerät dann noch kompakt und leistungsstark, zählt es bald zum Standardrepertoire im Büro. Das gilt auch für das neue Samsung Galaxy Tab S3 mit seinem brillanten Display und der zuverlässigen Stiftbedienung.

Kernstück: Der S Pen

Die Bedienung per Digitalstift ist den meisten Nutzern durch die Smartphone-Serie Galaxy Note geläufig. Auch das Galaxy Tab S3 lässt sich über den als „S Pen“ bezeichneten Displaystift steuern. Nutzer können Texte und Notizen auf den Touchscreen schreiben und sie von der Tablet-Software anschließend für den Versand per E-Mail digitalisieren lassen. Natürlich sind auch Zeichnungen mit dem S Pen auf dem Display möglich. Der mitgelieferte und besonders feine Pen (seine Spitze ist gerade mal 0,7 Millimeter dünn) funktionierte im Test sehr gut. Damit lässt sich auf dem Touchscreen präzise schreiben – sogar mit unterschiedlichen Druckpunkten. Im Vergleich zum Stift für Samsungs XL-Tablet Note Pro 12.2 ist der S Pen des Galaxy Tab S3 größer, der Nutzer kann ihn besser halten und führen.

Samsung Galaxy Tab S3 Per S Pen lassen sich auch Skizzen und Zeichnungen auf dem Display des Tab S3 erstellen. (© 2017 Samsung)

Leider gibt es für den S Pen keinen Steckplatz im Tab S3-Gehäuse. Dazu ist das Tab S3 einfach zu dünn. Die Stift-App für handschriftliche Notizen, Übersetzungen einzelner Wörter, das Ausschneiden von Filmsequenzen oder das Erstellen von Screenshots startet automatisch mit einem Druck auf einem Button am Stift. Per S Pen lassen sich auch auf dem dunklen Sperrbildschirm (ohne vorherige Aktivierung des Geräts) Notizen schreiben. Diese werden dann sogar dauerhaft im Stand-by-Modus angezeigt und können nach der Aktivierung des Tablets gespeichert und verarbeitet werden.

Auch als Mini-Notebook nutzbar

Das Tab S3 ließ sich auch als Mini-Notebook nutzen, dafür muss nur die optional erhältliche Tastatur („Samsung Keyboard-Cover mit Tastatur“, ab 115 Euro) angesteckt werden. Die magnetische Tastatur war im Test im Handumdrehen über den PIN-Anschluss an der Unterseite des Tablets angeschlossen. Das Cover diente nicht nur einer angenehmen Texteingabe, beim Transport übernahm es auch den Displayschutz. Zum Arbeiten oder Videoschauen konnte das Tab S3 damit in zwei unterschiedlichen Neigungswinkeln aufgestellt werden.

Pluspunkte

 

  • Mit LTE-Tempo im Telekom Netz bis zu 300 Mbit/s schnell (LTE Cat 6)
  • Erweiterbar per microSD-Speicherkarte
  • 6000 mAh-Akku für vergleichsweise lange Akkulaufzeit
  • Schnellladefunktion via USB Type-C-Anschluss (USB 3.1)
  • Videoaufnahme und Wiedergabe mit 4K-Auflösung
  • Sehr scharfes und helles Display

LTE- und WLAN-Highspeed

Eine große Stärke des Galaxy Tab S3 sind seine mobilen Datenturbos: Wie der schnelle WLAN-ac-Standard für Verbindungen über die 2,4 und 5 GHz-Frequenz. Dazu gibt es eine 2 x 2 MIMO-Antennentechnik, die für verbesserten WLAN-Empfang sorgt und höheres Übertragungstempo verspricht. Über die MIMO-Technik können Daten gleich an mehrere geeignete Endgeräte gesendet werden.

Vorteil: Die MIMO-fähigen Empfänger müssen nicht länger warten, bis sie für den Datenempfang an der Reihe sind (wie in einem herkömmlichen WLAN-Netz). Die Geschwindigkeit des Datenaustausches im Büro lässt sich so merklich steigern. Der Turbo funktioniert im WLAN allerdings nur, wenn im Büro-Router auch die neue Multi-User-MIMO-Funktion (MU-MIMO) eingebaut wurde. Die gibt’s etwa beim Top-Modell der Telekom, dem Speedport Smart.

Wird das Tab S3 unterwegs genutzt, sorgt das Mobilfunknetz der Telekom für Highspeed: LTE Cat 6 für Downloads mit maximal 300 Mbit/s sind beim Samsung Tablet möglich. Geschäftskunden der Telekom können das Galaxy Tab S3 samt Vertrag kaufen und erhalten dann eine Nano-SIM-Karte zum Einstecken ins Gerät.

Samsung Galaxy Tab S3 Dank leistungsstarkem Vierkern-Prozessor eignet sich das Galaxy-Tablet auch als mobile Spielekonsole. (© 2017 Samsung)

Im Praxistest überzeugte das Tab S3 bei Down- und Uploads via LTE mit hohem Tempo – sei es für den Abruf von Internetseiten, den Versand großer PowerPoint-Dateien per E-Mail oder das Einstellen von Fotos und Videos auf den Firmenserver.

Technische Daten

Display (Maße und Auflösung):

9,7 Zoll (24,64 Zentimeter Diagonale, Super AMOLED QXGA (2.048 x 1.536 Pixel) bei 264 ppi

Abmessungen:

23,7 x 16,9 x 0,6 Zentimeter, 434 Gramm (LTE-Version)

Weitere Ausstattung:

  • Qualcomm MSM8996 Snapdragon 820-Vierkern-Prozessor (Quad-Core) mit 2 x 2,15 GHz und 2 x 1,6 GHz; 4 GB Arbeitsspeicher (RAM)
  • 32 GB Speicher intern verfügbar, davon 23,1 GB frei belegbar/li>
  • Speichererweiterung per microSD-Karte (bis 256 GB) möglich
  • Android 7.0
  • Für 2,4 und 5 GHz-WLAN-Netze, 2 x 2 MIMO
  • Hauptkamera: 13 MP, Frontkamera: 5 Megapixel für Videotelefonate via Google Duo oder Skype
  • Videoaufnahme in 4K (3.840 x 2.160 Pixel) bei 30 fps möglich; Wiedergabe: 4K mit 60 fps
  • Bluetooth 4.2
  • Fingersensor zum Entsperren des Geräts

Display-Riese im handlichen Format

In Sachen Display hat Samsung traditionell gute Karten – auch jetzt beim Galaxy Tab S3: Das 9,7 Zoll große Super AMOLED-Display (Diagonale: 24,64 Zentimeter) mit Quad-HD-Auflösung (2.560 x 1.440 Pixel) bietet das vom iPad bekannte 4:3-Format. Es besitzt eine natürliche Farbwiedergabe, ist kontrastreich, scharf und bietet eine hohe Punktdichte von 264 ppi. Außerdem hat das Galaxy-Display eine gute Blickwinkeltreue und eine genaue Helligkeitsregelung.

Ein Hingucker ist die schlanke Bauweise des Tablets. Mit einer Bauhöhe von gerade einmal sechs Millimeter ist das Galaxy Tab S3 ein echt schmales Hemd. Dennoch lag es im Test stets gut und trotz Glasrückseite auch sicher in den Händen. Und: Trotz filigraner Bauweise wirkt das Gerät nicht zerbrechlich. Die hochwertige Fertigung wird durch die solide im Alurahmen steckenden Hardware-Tasten abgerundet. Sie bieten einen festen Druckpunkt und reagieren präzise auf Eingaben. Zuverlässig schnell reagiert auch der Fingerabdruckscanner, der in den Home-Button eingebaut ist.

Wichtige Business-Anwendungen

Office 365 Business Premium: Wird das Galaxy Tab S3 über die Telekom im MagentaMobil M Business-Tarif mit Top-Handy gekauft, kann optional das Office 365 Business Premium-Paket dazugebucht werden. Darin stecken Microsoft Office-Anwendungen wie Word, Excel und PowerPoint – plus Profi-E-Mail und Tools fürs Teamwork wie Online-Besprechungen mit Bildschirmfreigabe. Versehen ist Office 365 Business Premium mit Datenschutz „Made in Germany“ dank Cloud-Betrieb über deutsche Rechenzentren und Rundum-Service für Geschäftskunden.

Solide Kamera eingebaut: Die Hauptkamera des S3 bietet 13 Megapixel Auflösung. Für Schnappschüsse ist das brauchbar und lieferte im Anwendertest eine ordentliche Bildqualität. Videotelefonate via Skype ließen sich in guter Qualität über die 5-Megapixel-Frontkamera führen. Videos konnten in 4K (3.840 x 2.160 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunde „fps“) aufgezeichnet und auch wiedergeben werden. Dann sogar mit 60 fps.

Samsung Galaxy Tab S3 Für brauchbare Aufnahmen auch bei schlechten Lichtverhältnissen wird die rückseitige 13 Megapixel-Kamera des Tab S3 von einem LED-Blitz unterstützt. (© 2017 Samsung)

Professionell arbeiten mit zwei parallel angezeigten Fenstern: Per Split Screen-Funktion lassen sich zwei Fenster gleichzeitig nebeneinander anzeigen. Im Test ließen sich so etwa Inhalte aus einer E-Mail direkt in ein Word-Dokument übertragen – was sehr zuverlässig funktionierte.

Samsung Galaxy Tab S3 Split Screen: Mit nur wenigen Fingertipps lassen sich zwei Apps parallel anzeigen und nutzen. (© 2017 Samsung / Digitaler Mittelstand)

Schnell dank Vierkern-Prozessor: Ganz gleich ob das Tab S3 per Stift bedient oder per Office- oder rechenintensiver Apps genutzt wurde. Dank des kraftvollen Qualcomm Snapdragon-820-Prozessors mit 2 x 2,15 und 2 x 1,6 Gigahertz-Taktung lief im Test beim S3 alles flüssig. Auch die schlanke Android 7.0-Oberfläche verdient Lob.

Fazit
Das Tablet Samsung Galaxy Tab S3 konnte dank kompaktem 9,7-Format als platzsparender Begleiter punkten, der stets gut in der Hand lag. Die Arbeit mit der ausgefeilten Bedienung per Digitalstift S Pen macht richtig Spaß: Damit klappten problemlos Zeichnungen, Notizen und gar Videoschnitt über den Touchscreen des S3. Weitere Highlights im Test waren das tolle Display mit seiner starken Farbwiedergabe, das sehr schlanke Gehäuse, die hochwertige Verarbeitung, die Speichererweiterung per microSD-Karte (bis 256 GB) sowie die lange Akkulaufzeit. Mit seinem sehr hohen LTE-Datentempo im Anwendertest überzeugte das Tab S3 zudem – das gilt auch für das rasante WLAN-ac mit neuer MIMO-Technik fürs Office.

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