Wie VPN-Apps Verbindungen schützen

Mit VPN-Apps kann sich jeder unerkannt im Internet bewegen. Besonders wichtig ist das für Mitarbeiter im Außendienst oder im Home Office, die auf sensible Daten ihres Unternehmens zugreifen. VPN-Apps bilden dabei eine Art abgeschirmten Tunnel vom Handy oder Computer zur aufgerufenen Internetseite.

VPN-Apps: Technisches Prinzip Das Virtual Private Network (VPN) verschlüsselt Internetverbindungen, meist mit einer 256-Bit Schlüssellänge. Dazu verschleiert es die IP-Adresse, indem die App die Daten des Anwenders auf einen Server weiterleitet und erst dann an den Empfänger schickt. Dadurch wird es schwerer, den User im Netz auszuspionieren.

Die Programme umgehen zudem Geoblocking und erlauben damit den Zugriff auf Webseiten, die eigentlich für Nutzer in bestimmten Ländern gesperrt  sind. Denn auf Wunsch tarnen sie den Standort ihrer Anwender.

Von vielen VPN-Apps gibt es kostenlose Versionen, die oft aber das Datenvolumen oder die Anzahl der Server-Wechsel einschränken. Bezahlte Ausführungen kosten etwa fünf bis zehn Euro pro Monat. Der Preis hängt davon ab, ob der Nutzer sich für wenige Monate oder länger binden möchte.

Probleme mit der VPN-Verbindung: 5 Lösungsmöglichkeiten

Bei den Leistungen unterscheiden sich gute VPN-Apps vor allem in den Details. Zuverlässigen und umfangreichen Schutz gibt es zum Beispiel mit diesen vier Varianten.

1. Cyberghost VPN: Auf allen Geräten anonym surfen

Wie andere VPN-Apps auch, sichert diese Anwendung sämtliche Verbindungen vom Handy oder Computer aus. Den Standort des Nutzers kann Cyberghost beliebig simulieren.

Telekom: Schnell und sicher surfen

Die CONNECT App der Telekom sorgt für reibungslose Netzübergänge und loggt sich automatisch in HotSpots sowie WLAN-Netzwerke ein, alles inklusive VPN-Verschlüsselung.

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Unternehmen profitieren zudem von Cloud VPN. Das Programm ermöglicht sichere Verbindungen und schützt die Datenübertragung vom Außendienst oder Home Office aus.

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Der Dienst verspricht, dass er seine Nutzung nicht aufzeichnet und so die Anonymität der User gewährleistet. Das Programm funktioniert mit Windows, Mac, Linux sowie Android-Handys und iPhones.

2. Express VPN: Mit Hilfe sicher verbinden

Einen besonderen Service bietet diese VPN-App mit einem 24-Stunden-Kundensupport per Livechat. Die Server des Dienstes stehen in 94 Ländern, wobei die App uneingeschränkte Wechsel zwischen diesen ermöglicht.

Wer auf die kostenpflichtige Version von Express VPN setzt, kann mit unbegrenztem Datenvolumen sicher surfen. Zudem legt der Hersteller nach eigener Aussage keine Verbindungsprotokolle an. Das Programm ist für Linux, PC und Mac verfügbar, dazu gibt es passende Anwendungen für Android und iOS.

VPN-Apps Ob Computer oder Smartphones, VPN-Apps verschlüsseln sämtliche Datenverbindungen. (© 2018 Shutterstock / NicoElNino)

3. Avira Phantom VPN: Für den Notfall gewappnet

Diese VPN-App schützt ebenso zuverlässig wie viele andere. Aber was, wenn mal die Verbindung zum gewählten Server ausfällt? Oft stellt ein Gerät dann eine unsichere Verbindung zum Internet her. Avira Phantom VPN verhindert das mit einer Art Not-Aus-Knopf. Er unterbricht die Verbindung automatisch solange, bis sie wieder gesichert werden kann.

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Bei dieser Anwendung stehen 36 Server weltweit zur Verfügung. Darüber hinaus wirbt auch Avira damit, keine Protokolle über die geografischen Bewegungen seiner Kunden zu führen.

4. Softether VPN: Eigenes Netzwerk erstellen

Nicht nur für Mitarbeiter, sondern auch für Unternehmen selbst ist diese Anwendung interessant. Denn darüber können einerseits einzelne Nutzer sich mit einem VPN-Dienst verbinden, andererseits aber auch Firmen selbst ein VPN aufbauen. Dazu brauchen sie jedoch einen eigenen Server und entsprechendes Know-how. Softether VPN ist deshalb eher für fortgeschrittene Anwender geeignet.

Dafür lässt sich die Software über eine grafische Oberfläche bearbeiten, ist kostenlos und unterstützt diverse Cloud-Dienste. Verfügbar ist Softether VPN für Linux, Windows oder auch Mac OS.