Vorteil: Smart Home

Anhand einer repräsentativen Umfrage vom Juni 2017 unter 1.021 Personen hat das Marktforschungsinstitut Splendid Research den aktuellen Status quo des Smart Home in Deutschland ermittelt. Auf ein Marktpotenzial von derzeit 22,2 Milliarden Euro für Smart-Home-Equipment allein in Deutschland kommen die Studienmacher demnach. Laut der Studie nutzen derzeit bereits 36,1 Prozent der befragten Deutschen im Alter von 18 bis 69 Jahren Smart-Home-Anwendungen, etwa um Energie zu sparen. 40 Prozent der Befragten zeigten sich generell interessiert an Smart-Home-Anwendungen, allerdings lehnt fast jeder Vierte die Nutzung von smarten Geräten (noch) ab (23,9 Prozent).

Smart Home-Monitor 2017 Die Studie macht deutlich: Obwohl die Nutzerquote innerhalb der letzten beiden Jahre weiter stieg, hat sich ihr Wachstum zuletzt verlangsamt. (© 2017 Splendid Research GmbH)

Top 3: Energiemanagement, Unterhaltung, Komfort

Die beliebtesten Smart-Home-Anwendungen liegen laut der befragten Studienteilnehmer mit 59,7 Prozent im Bereich des Energiemanagements.

Darunter fallen automatische Heizungssteuerung, intelligente Beleuchtung und smartes Stromkostensparen. Mit 56,1 Prozent liegen Entertainment und Kommunikation auf Platz zwei der beliebtesten Smart-Home-Anwendungen. Platz drei belegen die Felder Hausautomation und Komfort. Das Segment der Wohn- und Gebäudesicherheit dürfte künftig ebenfalls auf einen Spitzenplatz vorstoßen, denn laut der Studie zeigt sich die Gruppe der bisherigen Nicht-Nutzer hieran besonders interessiert.

Darum wird das Smart Home genutzt

Als Hauptgründe für die Anschaffung von Smart-Home-Geräten und -Systemen nannten die Befragten laut der Splendid-Research-Studie:

  • Zusätzlichen Komfort (63,9 Prozent)
  • Zusätzliche Sicherheit (39,1 Prozent)
  • Spaß bei der Nutzung (31,6 Prozent)
  • Sinkende Heiz-/Stromkosten (29 Prozent)
  • Neugier (20,3 Prozent)
  • Zusätzliches Entertainment-Erlebnis (19,7 Prozent)
  • Technologiebegeisterung (19,4 Prozent)
  • Beitrag zum Umweltschutz (15,8 Prozent)
  • Attraktives Design (9,3 Prozent)

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Smart Home: Angst vor Hackern und andere Sorgen

Besonders die Angst vor dem Verlust der Privatsphäre treibt Nutzer (55,8 Prozent) wie auch Nicht-Nutzer (57,9 Prozent) von Smart- Home-Komponenten derzeit um. 46 Prozent der befragten Smart- Home-Nutzer nennen Probleme hinsichtlich der Inkompatibilität mit anderen Geräten („Die Geräte verschiedener Hersteller funktionieren nicht zusammen“) als einen wichtigen Grund für Frustration bei der Nutzung von Smart-Home-Produkten. Stark ausgeprägt – vor allem bei Nicht-Nutzern – ist zudem die Furcht vor Hackerangriffen (61,6 Prozent) auf heimische Smart-Home-Systeme.

Sorgen und Befürchtungen Smart-Home-Nutzer und Nicht-Nutzer sorgen sich besonders um ihre Privatsphäre. (© 2017 Splendid Research)

Nutzerzahlen steigen, das Wachstum verlangsamt sich

Obwohl die Smart-Home-Nutzerquote von 29,4 Prozent (2014/2015) auf 36,1 Prozent für den Zeitraum 2016/2017 weiter gestiegen ist, zeigt sich laut der Befragung auch, dass sich das Wachstum zuletzt etwas verlangsamt hat. Die prognostizierte Nutzerquote (41,8 Prozent) für den aktuellen Zeitraum liegt demnach mehr als fünf Prozent über der tatsächlichen. Als Gründe dafür nennt die Studie eine unübersichtliche Marktsituation sowie die Vorbehalte der Verbraucher. Dem Vernehmen nach kennt ein Drittel der Deutschen keinen einzigen Smart-Home-Anbieter. Außerdem konnte laut der Studie die Mehrheit der aktuellen Nutzer nicht zwischen den Herstellern selbst und deren spezifischen Smart-Home-Produkten unterscheiden. Kurios: 55 Prozent der Befragten war laut Splendid-Research-Angaben gar nicht bewusst, dass sie bereits im Besitz von Smart-Home-Anwendungen sind. Dazu Studienleiter Thilo Kampffmeyer: „Angesichts dessen dürften in vielen Fällen die technischen Möglichkeiten der Anwendungen allenfalls im Ansatz ausgereizt werden.“

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