1. Bitcoin

Die bislang bekannteste Kryptowährung ist auch die älteste. Sie wurde 2008 erstmals in einem Whitepaper vorgestellt. Dahinter steht die Idee einer dezentralen Datenbank (eine sogenannte Blockchain) für ein digitales Zahlungsmittel. Das virtuelle Geld verwalten und transferieren seine Nutzer über den Bitcoin-Client per Internet. Als „Portemonnaie“ dient eine Datei auf dem jeweils eigenen Rechner oder einem Smartphone, die als „Wallet“ bezeichnet wird. Sie enthält einen Schlüssel mit 51 Zeichen und funktioniert ähnlich wie ein Passwort für ein normales Konto. Ein Bitcoin ist 1.049 Euro wert (Stand: April 2017).

Kryptowährungen

Obwohl einige Kryptowährungen den Begriff „Coin“ (deutsch: Münze) im Namen tragen, gibt es sie (fast) nur digital. Hinter ihnen stehen keine Staatsbanken. Stattdessen werden sie in vernetzten Peer-to-Peer-Gruppen gehandelt. Transaktionen werden meist in einer transparenten Blockchain erfasst. Einheiten von Kryptowährungen entstehen durch das Lösen verschlüsselter (kryptografischer) Rechenaufgaben.

 

2. Ethereum (ETH)

Ethereum ist deutlich jünger als Bitcoin. In den digitalen Handel ging die Währung im Juli 2015. Auch hier steht eine Blockchain im Hintergrund. Ethereum gehört zwar zu den Kryptowährungen, versteht sich aber in erster Linie als Plattform für Smart Contracts. Das sind intelligente, programmierbare Protokolle, die Verträge sowohl prüfen als auch abschließen. Sie übernehmen also notarielle Aufgaben und könnten künftig einfache Kontrakte formulieren und abwickeln. Smart Contracts kommen etwa für Crowdfunding oder E-Voting-Prozesse zum Einsatz. Gehandelt werden Ethers als Einheit für die dafür benötigte Rechenleistung, welche die untereinander vernetzten Teilnehmer anbieten. Ein Ether ist 44 Euro wert (Stand: April 2017).

3. Ripple

Ripple ist ein Open-Source-Protokoll und sowohl Zahlungsnetzwerk als auch virtueller Handelsplatz für beliebige Valuta und digitale Vermögenswerte (etwa Mobilfunkminuten, Gutscheine oder Bonuspunkte). Im Gegensatz zu anderen Kryptowährungen ist sie nicht „frei“, sondern wurde von einem Unternehmen gegründet, den Ripple Labs. Kern des Projekts ist eine gemeinsame transparente Datenbank seiner Nutzer mit all ihren Transaktionen und Verbindlichkeiten. Die Währungseinheit von Ripple heißt XRP. Ein XRP ist 0,035 Euro wert (Stand April 2017).

4. Litecoin

Einer der größten Konkurrenten für Bitcoin funktioniert wie dieser über einen Open-Source-Client und wird mit allen Transaktionen in einem Peer-to-Peer-Netzwerk verwaltet. Das Mining erfolgt bei Litecoin mittels einer kryptologischen Hash-Funktion, die Blöcke generiert. Diese Blöcke bilden eine geometrische Reihe, die alle vier Jahre halbiert wird. Litecoin führt für sich ins Feld, Transaktionen deutlich schneller abzuwickeln als Bitcoin. Statt zehn Minuten braucht der jüngere Herausforderer (gestartet im Oktober 2011) lediglich 2,5 Minuten für die Bestätigung eines Vorgangs. Ein Litecoin ist 10,15 Euro wert (Stand April 2017).

Kryptowährungen werden in der Regel über öffentliche Verzeichnisse, sogenannte Blockchains, verwaltet. (© 2017 Shutterstock / Zapp2Photo)

5. Monero

Monero gehört seit April 2014 zum Kreis der Kryptowährungen. Anders als bei Bitcoin sind hier Transaktionen nicht über eine öffentliche Blockchain einsehbar. Wer Zugriff darauf haben möchte, benötigt dafür einen privaten Schlüssel. Monero will so für mehr Anonymität und noch konsequentere Dezentralisierung sorgen. Dafür basiert die Plattform nicht auf einem abgewandelten Code von Bitcoin, sondern wurde komplett neu programmiert. Ein Monero ist 18,75 Euro wert (Stand April 2017).