Vorinstallierte E-Mail-Apps stoßen oft an ihre Grenzen

Die auf Smartphones vorinstallierten E-Mail-Apps erfüllen ihren Hauptzweck, elektronische Post zu verwalten. Der Überblick über den Posteingang ist gewährleistet, und dank der Clients können auch von unterwegs Nachrichten versendet werden. Sie stoßen in ihrem Funktionsumfang allerdings oft an ihre Grenzen. Sowohl für Android als auch für iOS gibt es empfehlenswerte E-Mail-Apps, die praktisch und hilfreich sein können. Wir stellen ihnen vier Alternativen vor, die mit umfangreichen Features glänzen.

1. K-9-Mail für Android

K-9-Mail hat sich auf Android-Smartphones als eigenständiger E-Mail-Client etabliert und verfügt über eine große Fangemeinde. Die kostenlose App läuft auf Open-Source-Basis und unterstützt IMAP-, POP3- und Exchange-Konten. Der Anspruch der App: Die E-Mail-Verwaltung genauso komfortabel zu gestalten wie auf dem PC. K-9-Mail eignet sich ideal zur Verwaltung mehrerer E-Mail-Konten, da es mit Alias arbeiten kann. Das bedeutet, dass die Nachrichten aller E-Mail-Accounts auf ein Hauptkonto geleitet werden. Beim Antworten erkennt das Programm automatisch, welchen Absender es benutzen muss. Ein Pop-up-Fenster informiert auf Wunsch über eingehende Mails. Schriftart und andere Dinge lassen sich in den Einstellungen individuell anpassen.

K-9-Mail auf einen Blick:

  • läuft auf Open-Source-Basis
  • ideal für die Verwaltung mehrerer E-Mail-Konten
  • neue Mails erscheinen per Pop-up-Fenster

2. gfeed für Android

Der Grundaufbau der meisten E-Mail-Apps ähnelt K-9-Mail – das ist bei der brandneuen App gfeed für Android anders. Der kostenfreie Client verwaltet E-Mails im Instagram-Style. Bei ihm hat der klassische Posteingang ausgedient, denn er sortiert die Mails in einer Art Timeline. Eine Vorschau zeigt die wichtigsten Infos der Nachrichten bereits an, sobald der User über die Mail scrollt. Wichtige Mails markiert ein Klick auf ein Stern-Symbol. Die Entwickler versprechen, dass der Posteingang auf diese Weise mindestens doppelt so schnell abgearbeitet werden kann. Derzeit (Stand August 2017) funktioniert gfeed noch einzig mit Gmail-Konten, das soll sich aber ändern. Auch für iOS-User ist eine Variante geplant.

gfeed auf einen Blick:

  • Posteingang in einer Timeline sortiert
  • Vorschau zeigt die wichtigsten Infos an
  • nur mit Gmail-Konten kompatibel
Viele E-Mail-Apps bieten Funktionen, die vorinstallierte Programme nicht mitbringen. Viele E-Mail-Apps bieten Funktionen, die vorinstallierte Programme nicht mitbringen. (© 2017 Shutterstock / Customdesigner)

3. Newton Mail für Android und iOS

Newton Mail (für Android und iOS) ist mit knapp 50 US-Dollar im Jahr kostenpflichtig, bietet dafür jedoch auch eine ganze Reihe an Funktionen. Newton Mail ist cloudbasiert, das heißt, das Programm wird auf Servern abgewickelt. Newton Mail bietet eine Lesebestätigung für gesendete Nachrichten, eine Snooze-Funktion lässt neue Mails erst dann ankommen, wenn der Nutzer auch Zeit dafür hat, und mit „Sender Profile“ durchsucht die App anhand des Absender-Namens soziale Netzwerke, um dessen Profil mit weiteren Daten zu ergänzen. Eine zweiwöchige Testphase ist kostenlos.

Newton Mail auf einen Blick:

  • cloudbasiert und kostenpflichtig
  • Snooze-Funktion lässt Mails zum gewünschten Zeitpunkt ankommen
  • „Sender Profile“ durchsucht soziale Netzwerke für Kontaktinformationen

4. Spark für iOS

Der kostenlose Mail-Client Spark findet unter iOS-Usern immer mehr Freunde. Er sammelt alle Mails in einem Posteingang, der den Unterschied zwischen einer persönlichen Mail, einer Benachrichtigung und einem Newsletter kennt. Wer eine Mail verfassen will oder sucht, kann diese per Sprachbefehl schreiben oder nach ihr fahnden. Der Befehl muss allerdings sehr genau formuliert werden, um erfolgreich zu sein. Zu den weiteren Features gehören voreingestellte Schnellantworten mit einem Klick – besonders für die Apple Watch interessant –, Filter, die Benachrichtigungen nur von ausgewählten Personen zulassen sowie die Integration anderer Dienste wie Google Drive oder Dropbox. Das Querformat auf dem iPhone wird ebenso unterstützt wie das iPad.

Spark auf einen Blick:

  • unterscheidet persönliche Mails von anderen
  • Mail lassen sich per Sprachbefehl suchen und schreiben
  • Schnellantworten mit einem Klick – auch auf der Apple Watch