Wearable Devices: Smartwatches und Co. als Chance für die Produktivität

Während Wearable Devices wie zum Beispiel Smartwatches bisher vor allem für Privatpersonen interessant waren, spielen die anlegbaren Minicomputer in immer mehr Unternehmen eine wichtige Rolle.

Das belegt auch eine Studie des US-amerikanischen Unternehmens für Marktforschung Forrester Research in der 3000 Teilnehmer weltweit befragt wurden. Demnach betrachten 68 Prozent der für Technologie- und Geschäftsentscheidungen Verantwortlichen Wearable Devices als Priorität in ihren Firmen.

Und das zurecht: Denn der Einsatz von Wearable Devices am Arbeitsplatz kann laut der Studie The Human Cloud At Work, die in Zusammenarbeit des Instituts für Management Forschung der Goldsmith Universität London und des Cloud-Anbieters Rackspace entstanden ist,…

  • eine Steigerung der Produktivität am Arbeitsplatz um 8,5 Prozent,
  • eine Zunahme der Mitarbeiterzufriedenheit um 3,5 Prozent und somit
  • eine Erhöhung der Effizienz im gesamten Unternehmen bewirken.

Dabei können Sie und ihr Unternehmen auf verschiedenen Ebenen durch den Einsatz von Wearable Devices profitieren:

  • Zum einen können Sie die Abläufe im direkten Kundenkontakt und
  • zum anderen auch die Arbeitsabläufe in Ihrem Unternehmen selbst optimieren.

Walt Disney World: Wearable Devices optimieren den Kundenkontakt

Ein Best Practice Beispiel, wie der Einsatz von Wearable Devices die Effizienz im Umgang mit Kunden erhöhen kann, liefert etwa das Unternehmen Walt Disney wie "Venturebeat" darstellt. Im Freizeitpark Disney World kommen seit 2013 sogenannte MagicBands zum Einsatz – Funkarmbänder, mit denen Besucher …

  • Zugang zum Freizeitpark und zu ihren Hotelzimmern erhalten sowie
  • Essen, Trinken und Merchandise im Disney World per Mobile Payment bezahlen können.

So werden alle relevanten Abläufe vor Ort über ein zentral gesteuertes System abgewickelt. Dadurch gestaltet sich der Aufenthalt für Besucher wesentlich unkomplizierter und sämtliche Bezahl- und Einlassvorgänge sind weniger zeitintensiv: In kürzerer Zeit können mehr Besucher abgefertigt werden, was sich positiv auf den Umsatz auswirkt.

Darüber hinaus erhält Disney detaillierte Informationen über die Einkaufsvorlieben der Parkbesucher und die Frequentierung der verschiedenen Attraktionen aus einer Hand. Abläufe im Freizeitpark können mithilfe der Big Data optimiert und an die Ansprüche der Besucher angepasst werden. Eine Win-Win-Situation für das Unternehmen und seine Kunden also.

Gesundheitsbranche: Wearable Devices zur Verbesserung des Workflows

Aber auch in anderen Bereichen können Wearable Devices zukünftig zum Einsatz kommen. Im Gesundheitswesen beispielsweise könnten überziehbare Computer die Arbeit erleichtern:

  • Patienteninformationen können mit Datenbrillen auf einen Blick eingesehen und verändert werden, während die Hände zur Versorgung der Patienten frei bleiben.
  • Oder aber die Gesundheit der Patienten wird mit Wearable Devices überwacht, zum Beispiel in Form eines Armbands, oder eines mit Sensoren ausgestatteten T-Shirts.

Wo bislang Computer und teure große Maschinen zum Einsatz kamen, könnten zukünftig also Wearable Devices dazu beitragen, die Kosten im Gesundheitswesen zu senken.

Mittelstand: Wearables Devices in kleinen und mittleren Unternehmen

Aber auch in kleinen und mittleren Unternehmen ohne direkten Kundenkontakt können Wearable Devices zur Optimierung der Arbeitsabläufe beitragen. Stellen Sie sich vor, Ihre Mitarbeiter erfassen zum Beispiel in Meetings wichtige Daten einfach durch einen Blick auf ihre Smartwatches …

Die Konzentration zerstreuende Bedienung von Laptop, Tablet oder Smartphone könnte damit bald der Vergangenheit angehören: Dadurch wären Ihre Mitarbeiter noch intensiver mit der digitalen Welt verbunden, aber gleichzeitig an Ort und Stelle viel präsenter und konzentrierter.

Ein anderer Bereich, in dem Wearable Devices die Produktivität und Effizienz in Ihrem Unternehmen steigern können, liegt etwa in der Logistikbranche: Lagerarbeiter, die alle relevanten Informationen zum Ordnungssystem im Warenhaus beispielsweise auf ihre Datenbrille erhalten, haben die Hände zum arbeiten frei.

Gleiches gilt natürlich auch für Handwerker: Müssen Informationen zum Zusammenbau von Produkten oder für anstehende Reparaturen zurate gezogen werden, können diese direkt auf der Datenbrille angezeigt und genutzt werden, ohne dass das Werkzeug aus der Hand gelegt werden muss …

Darüber hinaus stellen Wearable Devices wie zum Beispiel Smartwatches die idealen Begleiter für Geschäftsreisen und auswärtige Termine dar: Anstatt Informationen mit dem Smartphone aus der Hosentasche zu ziehen, sitzen sie mit Smartwatches direkt am Handgelenk und sind jederzeit ohne großen Aufwand verfügbar.

Was zum Teil noch wie Zukunftsmusik klingt, hat sich in manchen Unternehmen bereits bewährt, wie etwa das Beispiel Walt Disney zeigt.

 

 

Sehr praktisch: Diese USB-Tools erleichtern Ihnen das mobile Arbeiten:

Weiterführende Links:

    • Über Neuheiten im Bereich Smartwatches berichtet "Computerbild".
    • Interessante Entwicklungen von Wearable Devices im laufenden Jahr finden Sie bei "Wareable".