Tipp 1: Schützenswerte Daten ermitteln

Klassifizieren Sie die jeweiligen Daten  in Clustern wie "öffentlich", "intern" und "vertraulich". So machen Sie Ihren Mitarbeitern klar, welche Informationen sie an Externe weiterleiten dürfen und welche nicht. Und natürlich hat jedes Unternehmen wertvolle "Kronjuwelen", die es besonders zu schützen gilt. Achten Sie darauf, den Personenkreis für den Zugang zu diesen sensiblen Daten möglichst klein zu halten. Die entsprechenden Zugriffsberechtigungen und Passwörter sollten unter keinen Umständen an Dritte oder Geschäftspartner weitergegeben werden.

Tipps 2: Digitale und analoge Schutzwälle errichten

Wichtige Akten oder Datenträger sind nach dem Verlassen des Arbeitsplatzes im Tresor einzusperren. Wenn Sie Akten vernichten, jagen Sie diese am besten durch den Shredder. USB-Sticks und CD-Roms sollten mehrmals überschrieben werden, bevor sie im Mülleimer landen – nur so beugen Sie Datenklau vor. Darüber hinaus lohnt es sich, digitale Schutzmauern hochzuziehen und geschäftliche E-Mails zu verschlüsseln. Damit Wirtschaftsspione nicht mitlesen können, müssen Sie eine Secure Socket Layer (SSL) Verschlüsselung einrichten. Eine genaue Anleitung dazu gibt es bei "PC Welt".

Tipp 3: Mitarbeiter sensibilisieren

Das größte Sicherheitsleck beim Thema Wirtschaftsspionage sind die eigenen Mitarbeiter. Immer wieder versuchen Konkurrenten oder ausländische Nachrichtendienste, Angestellte zu bestechen. Dadurch wollen die Spione bestehende Schutzmaßnahmen aushebeln und Geschäftsgeheimnisse direkt von Firmen-Insidern abgreifen. Als Mittelständler sind sie dagegen nicht machtlos. Sprechen Sie Ihre Mitarbeiter offen auf das Thema Wirtschaftsspionage und Datenklau an und setzen Sie auf PräventionSchulungen zum Thema Daten- und IT-Sicherheit erhöhen das Bewusstsein Ihrer Angestellten für die Problematik maßgeblich. Die Kosten dafür sind also gut angelegt.

Tipp 4: Auf Videoüberwachung setzen

Wer geht im Unternehmen ein und aus? Moderne Videoüberwachung zählt die Personen in der Firma und erfasst verdächtige Vorgänge wie stehengelassene Taschen sofort. Natürlich sitzen Sie bei der Überwachung nicht persönlich den ganzen Tag vor dem Bildschirm und schauen sich die Aufzeichnungen an. Das überlassen Sie besser externen Spezialisten. Bei seriösen Anbietern übernimmt deren Leitzentrale diesen Service und setzt Sie bei Auffälligkeiten auch gleich in Kenntnis. So kann Datenklau im Unternehmen schon frühzeitig erkannt und im Idealfall sogar verhindert werden.

Tipp 5: Mit Komplettlösungen Einbrüche verhindern

Laut einer Studie der deutschen Versicherungswirtschaft stieg die Zahl der Einbrüche in den vergangenen fünf Jahren um 35 Prozent. Im Jahr 2014 verzeichneten die Hausratsversicherer rund 150.000 Einbrüche. Davon betroffen sind nicht nur private Haushalte, sondern auch Unternehmen.

Wenn Betriebe ins Visier von Einbrechern geraten, dann wird meist sensibles Firmen-Know-how entwendet. Wirtschaftsspione sind dabei sehr einfallsreich und bringen für den Datenklau Wanzen, Kameras oder Trojaner im Unternehmen an. Sie befürchten, ein Opfer von Lauschangriffen zu sein? In dem Fall kann mobile Röngtentechnik weiterhelfen. Experten erkennen damit, ob Ihre Leitungen bereits angezapft oder Ihre Räume verwanzt wurden. Um Spione erst gar nicht Tür und Tor zu öffnen, empfiehlt es sich für Mittelständler auf Komplettlösungen mit ausgeklügelter Zutrittskontrolle und intelligenten Alarmanlagen zu setzen.

Tipp 6: Den richtigen Partner in Sachen Gebäudeschutz finden

Für den Gebäudeschutz gibt es mehrere Anbieter:

  • Bosch etwa bietet Sicherheitslösungen an, die auf die Bedürfnisse von Unternehmen zugeschnitten sind. Einbruchmeldesysteme schützen Lager, Büro oder Verkaufsraum vor unliebsamen Eindringlingen. Gleichzeitig regeln Zutrittskontrollsysteme, welche Räume Besucher oder Lieferanten betreten dürfen.
  • Die Secure Building Solutions der Deutschen Telekom beinhalten ein ganzheitliches Sicherheitskonzept. Gefahrenmeldeanlagen schlagen Alarm, wenn Unbefugte in sensible Zonen eindringen wollen. Eine Leitstelle übernimmt dabei die Erfassung, Aufzeichnung und Analyse der Videoüberwachung. Versuchen Diebe oder Wirtschaftsspione in die Firma einzudringen, verständigt die Leitstelle die Polizei.
  • Vanderbilt verkauft alles, was Ihr Unternehmen sicherer macht: Videokameras, Bewegungsmelder und Alarmanlagen. Um die Zutrittskontrolle festzulegen, bietet das Unternehmen auch Kompaktschlösser mit mehrstelligen Codes an.

Weiterführende Links:

  • Wirtschaftsspionage: So verhindern Mittelständler den Datenklau durch Cyberkriminelle.
  • Warum Mitarbeiter beim Thema Wirtschaftsspionage ein Sicherheitsrisiko darstellen, verrät dieser Hacker im exklusiven mDM-Interview.