Kawumm! Kaum erhitzt der Laserstrahl den Chip, fliegt der Datenträger auch schon in die Luft und zerbricht in tausend Teile. Selbst zehn Sekunden nach der Explosion zerfallen die Elemente in noch kleinere Fragmente. Nur gut, dass eine Glasvitrine die Splitter abfängt. Was steckt hinter diesem Vorgang? Wissenschaftler des kalifornischen Forschungszentrums Xerox PARC haben den Chip mit Selbstzerstörungsmechanismus entwickelt, um militärische Geheimnisse zu schützen. Die Forscher stellten die Technologie erst kürzlich bei der Konferenz DARPA Whait? What? vor.

Kern des Verfahrens ist ein spezielles Gorilla Glas, das unter Spannung steht und bei gezielter Einwirkung zerberstet. Die Explosion kann durch Hitze, Funksignale oder durch die Betätigung eines mechanischen Schalters ausgelöst werden, berichtete "pcworld".

Die Technologie soll zukünftig nicht nur im Militärwesen, sondern auch im zivilen IT-Bereich zum Einsatz kommen. Für deutsche Mittelständler könnte sich der selbstzerstörende Chip lohnen, um im Notfall sensible Daten oder Betriebsgeheimnisse vor Cyberkriminellen zu schützen.

Weiterführende Links: