Die Kraft der Digitalisierung zeigt sich an diesem aktuellen Beispiel aus der Automobilbranche: Dank des Einsatzes modernster Computertechnologie ist es Mercedes-Benz in nur zehn Monaten gelungen, den Prototypen für einen Wagen zu bauen, der seine Karosserie während der Fahrt verändert. Normalerweise wird für ein automobiles Urmodell eine Zeit von etwa drei Jahren benötigt.

Doch Dank der fortschreitenden Digitalisierung konnte Daimler auf außerordentlich viele Computer-Berechnungen zurückgreifen. Rund eine Million CPU-Stunden wurden investiert, um etwa 300 verschiedene Prototyp-Varianten durchzurechnen: Das entspricht in etwa dem Umfang einer kompletten Serienentwicklung.

Das Ergebnis, das Daimler-Boss Dieter Zetsche am Vorabend der IAA-Eröffnung unter dem passenden Namen Concept IAA ("Concept Intelligent Aerodynamic Automobile") präsentierte, kann sich sehen lassen: Entstanden ist nämlich ein besonders aerodynamisches, viertüriges Coupé. Es erreicht aufgrund der flexiblen Bauweise einen extrem niedrigen cW-Wert (Strömungswiderstandskoeffizient) von 0,19.

Der Clou: Ab einer Geschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde ...

  • bilden die Felgen der sonst nach innen gewölbten Reifen, eine glatte gerade Fläche,
  • schließen sich die Lamellen des Frontgrills,
  • wird ein Frontspoiler ausgefahren und
  • das Heck schmal zulaufend um ganze 40 Zentimeter verlängert.

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