IoT-Plattformen starten durch

Die Bedeutung des Internet of Things (IoT) wird deutschen Unternehmen immer bewusster. So plant mehr als die Hälfte der Firmen (51 Prozent), 2018 eine IoT-Plattform einzuführen. Ein Fünftel (20 Prozent) ist diesen Schritt bereits gegangen. Das geht aus einer Studie der IT-Marktforscher von IDC (International Data Corporation) hervor. Die Technologie könnte allerdings weiter verbreitet sein, wie es in der Umfrage „Internet of Things in Deutschland 2018“ heißt.

Komplexe Technik verunsichert oft

Hemmschuhe sind demnach für 28 Prozent der Betriebe die hohe Komplexität und die unübersichtliche Anzahl der Anbieter der Technologie. Viele Unternehmen wissen schlicht nicht, wie sie das „Internet der Dinge“ in ihre Prozesse integrieren sollen. Jeweils 20 Prozent vermissen ganzheitliche Lösungen und befürchten IT-Sicherheitslücken. Dagegen könnten IoT-Labs helfen, die die Umsetzung unterstützen. 38 Prozent der Unternehmen streben eine entsprechende Zusammenarbeit in diesem Jahr an.

Pläne für eine eigene IoT-Plattform gibt es 2018 in diesen Branchen:

  • Banken und Versicherungen (85 Prozent)
  • Maschinen- und Anlagenbauer (78 Prozent)
  • Öffentliche Verwaltung (73 Prozent)
  • Handel (68 Prozent)
  • Transport und Logistik (68 Prozent)
  • Fertigungsunternehmen (67 Prozent)
  • Ver- und Entsorgungsbetriebe (67 Prozent)
  • Gesundheits- und Sozialwesen (61 Prozent)

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Unternehmen, die entsprechende Pläne bereits umgesetzt haben, nutzen unterschiedliche Arten der Datenübertragung. 40 Prozent setzen auf Mobilfunk und ein knappes Drittel (34 Prozent) auf Nahbereichsverbindungen (WLAN, Bluetooth). Künftig, so die IDC-Autoren, dürften sich Low Power Wide Area Networks (LPWAN) wegen ihres geringen Energiebedarfs und gleichzeitig hoher Reichweite weiter verbreiten. Aktuell verwenden sie zwölf Prozent der Unternehmen mit einer IoT-Plattform.