Big Data-Studie mit 15 Millionen Dollar finanziert

Mit der einzigartigen Big Data-Studie „The Human Project“ will die Non Profit-Wissenschaftsstiftung Kavli über einen Zeitraum von mindestens 20 Jahren alle möglichen Daten von insgesamt 10.000 Einwohnern New Yorks per Smartphone-App erheben. Das berichten mehrere Medien unter Berufung auf die Nachrichtenagentur dpa. 15 Millionen US-Dollar investiert die Organisation, um die Teilnehmer aus allen Alters- und Gehaltsschichten dazu zu bringen, ihre Kreditkartendaten, Gehaltsschecks, Ergebnisse von Intelligenztests, ärztliche Untersuchungsergebnisse und vieles mehr preiszugeben. Auch soziale Aspekte des Lebens wie die Anzahl der Freunde und Kontakte oder die Berufs- und Wohnortwechsel sollen erfasst werden.

250 Gigabyte Daten pro Jahr und Teilnehmer

Die Studie startet im Herbst dieses Jahres, insgesamt sollen mit der Smartphone-App 250 Gigabyte Daten pro Jahr und Teilnehmer zusammenkommen. Computerprogramme durchforsten die Daten dann nach individuellen Mustern und sollen allgemeine Algorithmen daraus ableiten.

Vergleichbare Studien seien bisher immer mit kleinen Gruppen durchgeführt worden, die Ergebnisse in diesen Fällen aber nicht reproduzierbar gewesen. Die ersten Ergebnisse der Big Data-Studie sollen schon ab 2020 vorliegen. Die Forscher erhoffen sich dann zum Beispiel Antworten auf die Fragen, ob sich Armut die Hirnentwicklung kleiner Kinder beeinflusst oder welche Umwelteinflüsse zur Entstehung von schweren Krankheiten beitragen.