Regeln für Cybersicherheit

Mehrere deutsche Konzerne wollen gemeinsam die Digitalisierung vorantreiben. Deshalb haben sie in einer „Charta of Trust“ zehn zentrale Handlungsfelder fixiert, auf denen Politik und Wirtschaft ihrer Ansicht nach stärker aktiv werden müssen. Hauptsächlich geht es dabei um mehr Cybersicherheit. Verbindliche Regeln und Standards sollen dafür die Basis schaffen. Unter anderem für die Zertifizierung für kritische Infrastrukturen im Internet der Dinge.

Im Mittelpunkt stehen damit Technologien, die Ziel von Cyberangriffen sein können. Dazu zählen beispielsweise das autonome Fahren oder die Zusammenarbeit von Robotern und Menschen in der Produktion. Auch politisch-wirtschaftliche Vereinbarungen wie Freihandelsabkommen sollen vertragliche Regelungen zur Cybersicherheit beinhalten.

Breite Unterstützung für die Charta of Trust

Initiiert von Siemens, unterstützen Airbus, Allianz, Daimler, IBM, der Halbleiterhersteller NXP, der Prüfkonzern SGS und die Deutsche Telekom die Charta of Trust. Zu den Förderern gehört auch die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC), in deren Rahmen das Projekt jetzt vorgestellt wurde. Außerdem engagieren sich dafür Chrystia Freeland, Außenministerin Kanadas und Stellvertreterin für die G7, sowie die EU-Kommissarin für Binnenmarkt, Industrie und Unternehmertum, Elżbieta Bieńkowska.

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Gemeinsam halten sie Cybersicherheit mittlerweile für ein tragendes Element moderner Sicherheitspolitik. Dazu sagt Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz: „Die Politik muss eine Führungsrolle einnehmen, wenn es um Transaktionsregeln im Cyberraum geht. Entwickeln und umsetzen müssen die Standards aber die Unternehmen.“