Die USA stehen als einziges Land höher im Kurs

Deutschland schafft es fast bis ganz oben aufs Treppchen in der Studie „Decoding Global Talent“ von StepStone, The Boston Consulting Group (BCG) und The Network. 366.000 Arbeitnehmer in 197 Ländern wurden dafür befragt. Nur gegenüber den USA musste sich der Arbeitsmarkt in Deutschland im Gesamt-Ranking geschlagen geben.

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Das ist eine positive Entwicklung, denn bei einer vergleichbaren Studie von 2014 landete der deutsche Arbeitsmarkt noch auf dem vierten statt dem zweiten Platz. Dazu erklärt Dr. Sebastian Dettmers, Geschäftsführer bei StepStone:

„Deutschland wird als Arbeitsort für internationale Talente immer beliebter. Die wirtschaftliche Stärke und die guten Arbeitsbedingungen sind weltweit bekannt.“

In der aktuellen Studie hat Deutschland den zweiten Platz von Großbritannien übernommen, das auf Rang fünf gefallen ist. Auf dem dritten Platz im Länder-Ranking landet Kanada. Der deutsche Arbeitsmarkt ist besonders für Fachkräfte aus Europa und Zentralasien interessant: Hier erreicht die Bundesrepublik sogar Rang eins.

Das erwarten Deutsche im Job

In der Studie wurde auch ermittelt, was den Teilnehmern an ihrer Arbeit wichtig ist. Demnach steht bei den Deutschen Wertschätzung ganz oben auf der Liste. Danach folgen die Beziehungen zu Kollegen und Vorgesetzten sowie interessante Aufgaben und eine ausgeglichene Work-Life-Balance. „Deutschen Arbeitnehmern geht es stärker als ihren internationalen Kollegen darum, etwas zu bewirken und einen spannenden, herausfordernden Job zu haben“, meint Sebastian Dettmers dazu.

Auffällig ist auch eine größere Bereitschaft zur Mobilität: Über die Hälfte wäre inzwischen auch bereit, sich vom Arbeitsmarkt in Deutschland zu verabschieden und einen Job im Ausland zu suchen. 55 Prozent sind hierzulande dafür offen und damit deutlich mehr als vor vier Jahren, wo es lediglich 44 Prozent waren.