„Atlas der Arbeit 2018“ vorgestellt

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat in Zusammenarbeit mit der Hans-Böckler-Stiftung den „Atlas der Arbeit 2018“ vorgelegt, der Veränderungen und Entwicklungen der Arbeitswelt aufzeigt – sowohl in Deutschland als auch weltweit. In dieser Studie wird unter anderem angezweifelt, dass die hohe Qualität der dualen Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule hierzulande gehalten werden kann, da sie nicht ausreichend auf die Digitalisierung vorbereitet sei.

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Die Digitalisierung der Arbeitswelt bringe nach Ansicht der Studienautoren aber auch Herausforderungen für den Einzeln mit sich. „Arbeiten 4.0“ erfordere von vielen Menschen in Deutschland eine hohe Bereitschaft zu Flexibilität. Die Grenzen zwischen Job und Freizeit würden dadurch immer stärker verschwimmen. Insgesamt sei zu erwarten, dass die Wirtschaft 4.0 menschliche Arbeit zwar verändern werde, aber kaum überflüssig machen dürfte.

Niedriglohnsektor in Deutschland stark gestiegen

Generell stellt der DGB fest, dass der Niedriglohnsektor in Deutschland stark gewachsen und mittlerweile einer der größten in Europa ist. Insgesamt habe sich der Anteil der prekären Beschäftigungsverhältnisse seit den 1990er Jahren mehr als verdoppelt. Nahezu jeder zweite Arbeitnehmer habe inzwischen keine unbefristete Vollzeitstelle mehr. Zudem würden Langzeitarbeitslose kaum davon profitieren, dass die Zahl der Erwerbstätigen seit Jahren steigt.