Sozialkompetenz ist nicht durch Digitalisierung zu ersetzen

Die Digitalisierung soll für Frauen in den G 20-Staaten größere Chancen mit sich bringen als für Männer, da sie generell über eine größere Sozialkompetenz verfügen und auch öfter in sozialen Berufen tätig sind. Die damit verbundenen Fähigkeiten wie Empathievermögen oder Führungstauglichkeit könnten in absehbarer Zeit nicht durch künstliche Intelligenz ersetzt werden. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie für die G20-Engagement-Group Women 20 des Institutes für Weltwirtschaft (IfW).

Auch gering qualifizierte Frauen müssen sich aufgrund der Digitalisierung weniger um ihren Job sorgen als Männer mit vergleichbarem Bildungsniveau. Denn Letztere arbeiten vermehrt in der industriellen Produktion, wo Arbeitsplätze besonders stark durch den Einsatz von Robotern bedroht sind.

Frauen brauchen besseren Zugang zu akademischer Ausbildung

Die Studie weist allerdings darauf hin, dass die G 20-Staaten die richtigen Weichenstellungen vornehmen müssten, damit die Geschlechterungleichheit nicht sogar noch verstärkt wird. So sollte Frauen ein besserer Zugang zu akademischer Ausbildung gewährt werden: Arbeitsplätze von Hochqualifizierten seien zum einen generell weniger bedroht, zum anderen steige die Nachfrage nach Arbeitskräften, die hohe analytische und kreative Fähigkeiten mit sozialer Kompetenz paaren können. Voraussetzung:  Frauen dürften bei der Besetzung von Führungspositionen nicht mehr benachteiligt werden.