Bei Großstädtern boomt Onlineshopping am meisten

Obwohl in Metropolen ab einer halben Million Einwohner ausreichend Einkaufsmöglichkeiten vorhanden sein dürften, ist gerade dort Onlineshopping besonders beliebt. In den Millionenstädten liegen die Bürger beim Einkaufen im Internet sogar ganze 14 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, wie Zahlen des Vergleichsportals Check24 zeigen.

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München, Frankfurt am Main, Hannover und Köln gehören laut der Untersuchung dabei zu den Metropolen, in denen im Verhältnis am häufigsten online eingekauft wird. Aber auch Berlin und Hamburg schaffen es noch unter die ersten zehn der 50 größten Städte. Der Geschäftsführer Shopping von Check24, Dr. Timm Sprenger, erklärt das folgendermaßen:

„In Metropolen ist der stationäre Einzelhandel zwar präsenter, die Bevölkerung aber deutlich Internet-affiner.“

Darüber hinaus gibt er zu bedenken, dass auch die hohe Kaufkraft in den Großstädten für den großen Anteil am Onlineshopping mitverantwortlich sein dürfte. Dort sei mehr Geld vorhanden, wodurch auch mehr eingekauft werden könne.

Auf dem Dorf ersetzt das Internet fehlende Geschäfte

Das geringe Angebot an stationärem Handel vor Ort dürfte dagegen ein Grund dafür sein, warum auch in Gemeinden mit unter 10.000 Einwohnern überdurchschnittlich oft auf Onlineshopping gesetzt wird. Allerdings kommen die Dörfer und Kleinstädte dabei nicht an die größten Gemeinden Deutschlands heran.

Im Folgenden das Verhältnis von Onlineshopping-Kunden zu Einwohnern aus der Untersuchung im Überblick. Der Wert 1 bemisst dabei den Durchschnitt:

  • < 10.000 Einwohner: 1,05
  • 10.000-50.000 Einwohner: 0,97
  • 50.000-0,1 Mio. Einwohner: 0,89
  • 0,1-0,5 Mio. Einwohner: 0,93
  • 0,5-1 Mio. Einwohner: 1,04
  • > 1 Mio. Einwohner: 1,14