DSGVO: Datenschutz bringt Vorteile

Am 25. Mai 2018 läuft die Schonfrist der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) aus. Unternehmen, die sie bis dahin nicht umgesetzt haben, muss mit hohen Strafen rechnen. Der IT- und Netzwerkanbieter Cisco greift die neue, europaweit geltende Regelung für eine Studie auf, um die Effizienz und die Datenschutz-Reife von Betrieben in einen Zusammenhang zu bringen. Dabei zeigte sich: Gut auf die DSGVO vorbereitete Unternehmen haben klare Vorteile.

China und Russland mit den geringsten Verzögerungen

Im Fokus der international angelegten Untersuchung steht, inwieweit die Anpassungen an die kommende Richtlinie den Verkaufszyklus beeinflussen. Das Resultat: Er verzögert sich um durchschnittlich 7,8 Wochen. In Deutschland liegt der Wert mit 8,3 Wochen etwas darüber. Bedeutend schneller passen sich China und Russland auf die erhöhten Anforderungen beim Datenschutz an. Ihr Verkaufszyklus stockt lediglich um 2,8 beziehungsweise 3,3 Wochen. Am stärksten verzögert sich der Verkaufszyklus mit 15,4 Wochen in den meisten Ländern Lateinamerikas – ausgenommen Mexiko (13,0 Wochen) und Brasilien (4,5 Wochen).

Behörden sind besonders langsam

Nicht nur geografisch, sondern auch zwischen Branchen ergeben sich laut der Studie Unterschiede. So hinken vor allem Regierungsbehörden mit bis zu 19 Wochen hinterher. Am agilsten hinsichtlich der Umsetzung der DSGVO verhalten sich Unternehmen aus dem Energiesektor. Ihr Verkaufszyklus dehnt sich nur um 2,5 Wochen aus.

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Ein weiterer Effekt: Guter Datenschutz bewahrt auch vor finanziellen Einbußen bei Verstößen gegen rechtliche Bestimmung und Schäden durch Hackerattacken. Unternehmen mit einem hohen Reifegrad verlieren hier 39 Prozent ihrer Geldwerte, während schlecht vorbereitete Betriebe fast bis zu drei Viertel (74 Prozent) einbüßen.