Ladestationen für E-Autos: Im Sommer geht es los

Die Telekom will 12.000 ihrer Verteilerkästen, sogenannte Kabelverzweiger, zu Ladestationen für E-Autos umfunktionieren. Geschehen soll das im Sommer 2018, wie die "Automobilwoche" berichtet.  Damit steht erstmals ein Termin für das Projekt fest, das im November 2017 öffentlich wurde. Aktuell gibt es in Deutschland rund 10.800 öffentliche Ladestationen. Deren Anzahl würde sich mit den Stromtankstellen der Telekom mehr als verdoppeln.

Auch interessant: E-Mobility –Autobauer knüpfen Netz mit Ladesäulen

500 der Kabelverzweiger sollen eine Leistung von 100 kW bereitstellen, die restlichen 11.500 Ladestationen jeweils 22 kW. Derzeit verteilen die grauen Kästen Telekommunikationsdaten und DSL-Signale. Für schnellere Verbindungen sind die Nachfolger der Kabelverzweiger, die Multifunktionsgehäuse (MFG) zuständig. Diese neuen Modelle verfügen sämtlich über einen eigenen Stromanschluss. Manche der Verzweiger können bis zu zwei Ladestationen unterstützen.

Telekom sucht noch Parkplätze

Allerdings ist nicht entschieden, wo die E-Autos während des Ladevorgangs stehen. Die Frage der Parkplätze ist noch mit den Städten und Gemeinden zu klären. Der Strom soll von den örtlichen Versorgern kommen, die auch die Abrechnung übernehmen. Was das Aufladen kosten wird, ist ebenfalls noch offen.

Die Telekom will das 300-Millionen-Euro-Projekt bis 2020 abschließen. Prototypen der Ladetechnik stehen am Olympiaturm in München sowie in Wittenburg (Mecklenburg-Vorpommern).