Gute Chancen für Freelancer

Qualifizierte Mitarbeiter zu finden, ist in Zeiten des War for Talents schwierig. Deshalb versuchen Unternehmen verstärkt, ihre Vakanzen mit Freien Mitarbeitern zu besetzen. Dieser Trend ist vor allem im IT-Bereich festzustellen. Das zeigt eine Arbeitsmarktanalyse der Indeed Hiring Labs. Demnach stammt ein Drittel (32,4 Prozent) aller Freelancer-Stellen aus dieser Branche. Besonders gesucht sind demnach Softwarentwickler (17,4 Prozent) und andere IT-Spezialisten (15 Prozent).

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Hinter dem Boom der Freelancer steckt die aktuell niedrige Arbeitslosenquote. Sie führt dazu, dass Unternehmen mehr Stellen für Freie anbieten, als sie eigentlich wollen. So würden 23,3 Prozent Softwareentwickler sowie 15,5 Prozent andere IT-Spezialisten lieber fest anstellen. Manchmal fahren sie bei Stellenausschreibungen zweigleisig und bieten einen Job fest oder frei an.

Strategie gegen Arbeitskräftemangel

Für Anna Hering, Economist bei Indeed, ist klar: „Die Unternehmen suchen vor allem dann nach Freelancern, wenn es sich um Profile handelt, die sie ihrer Erfahrung nach nur äußerst schwer von einer Festanstellung überzeugen können. Trotzdem halten sie sich in solchen Fällen die Möglichkeit einer festen Anstellung offen. Insofern ist dieses Vorgehen offenbar auch eine Strategie mit der viele Unternehmen dem viel diskutierten Arbeitskräftemangel begegnen.“

Daten des Instituts für Freie Berufe (IFB) belegen, dass sich die Anzahl der Freelancer seit Anfang der 2000er Jahre verdoppelt hat. Und die Suchanfragen nach Stellen für freie Mitarbeiter sind in den vergangenen drei Jahren um 100 Prozent gestiegen.