Ob Schultafel, Wecker oder Waage: Längst ersetzen digitale Produkte traditionell analoge Alltagshelfer. Eine Bastion ist jedoch geblieben: Schloss und Hausschlüssel. Jetzt will das Berliner Unternehmen KIWI.KI GmbH den analogen Zugang endlich digitalisieren. Das junge Unternehmen hat ein zentral verwaltetes, schlüsselloses Türzugangssystem für Haustüren von Mehrfamilienhäusern entwickelt, von dem drei Zielgruppen profitieren: Bewohner öffnen ohne lästiges Suchen “handsfree“ ihre Haustür, Hausverwalter und Immobilienbeauftragte verwalten ihre Objekte effizienter, und Dienstleister wie die Post, die Müllabfuhr oder Handwerker profitieren von schnellem und einfachen Zugang zu den Objekten.

Das digitale Sesam-öffne-dich

KIWI lässt sich auf zwei Arten nutzen: Per Smartphone beziehungsweise App sowie über einen kleinen RFID-Transponder, den KIWI Ki. Den kleinen elektronischen Transponder trägt der Anwender bei sich. Nähert er sich der Haustür, empfängt der KIWI Türsensor ab einer Entfernung von drei Metern hinter dem Klingelpaneel ein Funksignal (im 2,4-Gigahertz-Frequenzbereich), egal in welcher Tasche sicher der Transponder befindet.
Sofort überprüft das System die Zutrittsberechtigung. Ist der KIWI Ki autorisiert, ertönt der Summer, die Tür ist entriegelt und muss nur noch aufgedrückt werden. Praktisch für alle, die keine Hand frei haben und ihren Schlüssel nicht umständlich suchen, an das Paneel halten oder Tasten drücken möchten.

Kein Suchen, kein Heranhalten, keine Knöpfe: mit KIWI drückt der Nutzer seine Haustür einfach auf. Kein Suchen, kein Heranhalten, keine Knöpfe: mit KIWI drückt der Nutzer seine Haustür einfach auf. (© 2016 KIWI)

Das digitale Sesam-öffne-dich lässt sich übrigens auch aus der Ferne steuern. Nutzer können über die KIWI App und das KIWI Portal mehrere Türen verwalten und per Tap oder Mausklick öffnen. Verbunden sind das KIWI Türzugangssystem und die Infrastruktur per sicherem Mobilfunknetz der Telekom.

Verschlüsselte Technik

Doch bei aller Einfachheit und App, wie steht es um die Datensicherheit? „Datenschutz und -sicherheit stehen bei KIWI an erster Stelle“, versichert Christian Bogatu, Mitgründer und Geschäftsführer Business Development von KIWI. „Die gesamte Hard- und Software haben wir so entwickelt, dass keiner in der Lage sein wird zuzuordnen, wer wann welche Tür geöffnet hat. Nutzungsprofile anzulegen oder zu speichern ist unmöglich“, erklärt Bogatu.

"KIWI hat die Lösung komplett im eigenen Haus entwickelt und im Hinblick auf optimale Datensicherheit getestet."
Christian Bogatu, Geschäftsführer Business Development von KIWI. Christian Bogatu, Geschäftsführer Business Development von KIWI. (© 2016 KIWI)

Die verschlüsselte Kommunikation zwischen KIWI Ki und KIWI Türsensor erfolgt auf Basis eines zum Patent angemeldeten Verfahrens. Für die Entwicklung hat das Unternehmen weltweit anerkannte Verschlüsselungsexperten und White-Hat-Hacker eingebunden. Weiterer Pluspunkt im Sicherheitskonzept: Verliert ein Benutzer seinen KIWI Ki, lässt sich der Transponder sofort deaktivieren. Ein unbefugter Zutritt zum Haus ist damit ausgeschlossen.

Komfort und Sicherheit mit schlüssellosem Wohnen

Besonders praktisch ist das innovative Schlüsselsystem für Mitarbeiter in der Immobilienwirtschaft, die beispielsweise viele Objekte verwalten müssen. Besitzern und Verwaltern von Mehrfamilienhäusern wird der Arbeitsalltag erheblich erleichtert und die Kosten reduziert. Inzwischen sind über 40.000 Wohneinheiten an die KIWI Infrastruktur angeschlossen. Die Deutsche Post, die Berliner Feuerwehr, der Entsorger Alba – sie alle setzen auf die digitale Lösung, ebenso wie 300 Wohnungsunternehmen. Neu an Bord ist das Wohnungsbauunternehmen Gesobau, eines der sechs städtischen Immobilienunternehmen in Berlin, das nun einen Großteil seines Bestandes in Berlin mit KIWI ausstattet.

Auch das Zentrum Wohnungswirtschaft der Telekom ist Partner des Berliner Unternehmens und hat KIWI ins Produkt-Portfolio aufgenommen. „Wir bieten Hauseigentümern eine große Auswahl an Dienstleistungen für ein intelligentes Zuhause“, sagt Johannes Jansen, Leiter des Zentrums Wohnungswirtschaft. „Dazu zählen Telefonie und Internet, aber auch Kabelfernsehen, Systeme zur Steuerung von Heizung, Licht und Alarmanlagen sowie Lösungen für selbstbestimmtes Wohnen im Alter. KIWI ist die perfekte Ergänzung unseres Angebots an wertsteigernden Innovationen für Immobilien.“

Weiterführende Links zum Thema

KIWI KI

Gemeinsam wachsen: Telekom baut mit Partnern Europas führende Smart Home-Plattform aus

Telekom: Magenta SmartHome

Open Telekom Cloud: Die sichere Public Cloud