Fast drei Viertel der Firmen nutzen oder planen Industrie 4.0-Anwendungen

Die vierte industrielle Revolution ist in den deutschen Unternehmen angekommen. Jede vierte Maschine, die in den Fabriken zum Einsatz kommt, ist bereits smart, also mit dem Internet verbunden und in der Lage, mit anderen Maschinen zu kommunizieren. Das ergab eine repräsentative Befragung von 553 Industriebetrieben ab 100 Mitarbeitern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

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Sogar 71 Prozent aller untersuchten Firmen planen oder nutzen bereits smarte Maschinen oder andere Industrie 4.0-Anwendungen. Allerdings ist die Nutzung oft nur auf bestimmte Bereiche beschränkt: Lediglich 55 Prozent der Industrieunternehmen haben beim Einsatz von smarten Maschinen eine Strategie für das Gesamtunternehmen, 42 Prozent dagegen nur für bestimmte Arbeitsgebiete. Laut Bitkom-Präsident Achim Berg wäre es jedoch von Vorteil für die Betriebe, wenn alle Bereiche konsequent digital aufgestellt würden:

„Industrie 4.0 endet nicht an den Fabriktoren. Intelligente Produkte, die während ihrer Nutzung mit dem Internet verbunden sind und Daten generieren, werden erst dann richtig wertvoll, wenn den Kunden damit neue datenbasierte Smart Services angeboten werden.“

Mitarbeiter sollen für Industrie 4.0 weitergebildet werden

Neben den bekannten Problemen, geeignete Mitarbeiter für die digitale Transformation zu finden, bereitet den Firmen auch der Verlust von Fachkräften Sorge. Jedes fünfte Großunternehmen musste solche Spezialisten bereits ziehen lassen. Aus diesem Grund wollen mehr als die Hälfte der Betriebe ihre Mitarbeiter in diesem Jahr für die Industrie 4.0 weiterbilden.