Elektromotor statt Sechszylinder

Als Basis für das Konzept dient ein E-Type der Serie 1.5 von 1968. Das einst als „schönstes Auto der Welt“ gefeierte Modell wird nach der Umrüstung nicht mehr von einem sechszylindrigen Benzinmotor angetrieben, sondern von einem fast 300 PS starken Elektromotor. Dazu kommen ein 40 kWh starkes Lithium-Ionen-Batteriepaket und ein neuer Antriebsstrang. Das ermöglicht eine Beschleunigung des E-Type Zero von 0 auf 100 in 5,5 Sekunden und eine Reichweite von rund 270 Kilometern. Gut für das Fahrverhalten: Da die Batterie ungefähr so groß ist wie der frühere Motor und der E-Antrieb den Platz des alten Getriebes einnimmt, konnte die originale Gewichtsverteilung fast erhalten werden. Insgesamt ist das Fahrzeug rund 80 Kilogramm leichter geworden. Modernisierte Instrumente und stromsparende LED-Scheinwerfer runden die Umrüstung ab.

Mit E-Antrieb gegen Fahrverbote

Wichtig für den Werterhalt des Oldtimers: Beim E-Type Zero konnte Jaguar die neue Technik in die bestehende Fahrzeug-Struktur integrieren. Bei Bedarf lässt sich daher die originale Antriebseinheit zurückrüsten. „Unser Ziel ist zu prüfen, ob klassische Autos eine Zukunft haben können“, erklärt Tim Hannig, Leiter der Abteilung Jaguar Land Rover Classic. Jaguar kann sich vorstellen, dass gerade Oldtimer-Fahrer in Städten das Konzept „altes Auto mit Zukunftstechnik“ interessant finden. Auch in England werden die Abgasvorschriften für den Umweltschutz immer strenger – ab 2040 sollen sogar nur noch Elektroautos auf den Straßen sein. Für umgerüstete Oldtimer wie den E-Type Zero wäre das kein Problem. Abgesehen vom Umweltthema können allgemein Autoliebhaber, die sich für die Symbiose von Klassikern und moderner umweltfreundlicher Technik begeistern, eine Zielgruppe sein