Selbstfahrende Schiffe verursachen weniger Unfälle

Japan will in acht Jahren Roboterschiffe auf Reisen schicken, die ganz ohne Besatzung auskommen. Diese selbstfahrenden Riesenfrachter sollen eigenständig navigieren. Die asiatische Schiffbauindustrie will mit dieser technischen Revolution Marktanteile auf den Weltmeeren zurückgewinnen, schreibt die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“.

Nicht nur die Zahl der Unfälle auf See reduziere sich dank der mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Systeme deutlich, auch der Treibstoffverbrauch verringere sich aufgrund optimaler Streckenführung. Die Software könne Wetterdaten ebenso erfassen wie andere Objekte auf See und auf dieser Basis die Route wählen, die sowohl sicher als auch so kurz wie möglich ist.

Reedereien arbeiten zusammen

Selbstfahrende Schiffe benötigen kein menschliches Zutun mehr. Schon jetzt spielt die Besatzung von Containerschiffen eine immer untergeordnetere Rolle. So sei das kürzlich in Hamburg eingelaufene zweitgrößte Frachtschiff der Welt, die „MOL Triumph“, nur mit 20 Mann unterwegs gewesen, berichtet der „Spiegel“.

Um die Entwicklungskosten autonomer Schiffe stemmen zu können, wollen sich japanische Großkonzerne wie die Reedereien Mitsui O.S.K. Lines und Nippon Yusen zusammentun. 2025 sollen selbstfahrende Schiffe dann Realität sein.

Auch der Luxusauto-Hersteller Rolls-Royce hatte unlängst bekannt gegeben, dass er in absehbarer Zeit selbstfahrende Roboterschiffe entwickeln will, die aus der Ferne gesteuert und auch überwacht werden.