Viele kennen es, kaum einer nutzt Crowdlending

Die Zahl der deutschen Mittelständler, denen Crowdlending ein Begriff ist, nimmt zu. Das zeigt eine Befragung von Deloitte in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Kompetenzzentrum für Mittelstandsforschung der Universität Bamberg (EFAM). Demnach kennen bereits 82 Prozent der kleinen und mittelständischen Firmen in Deutschland das Finanzierungskonzept. Im Jahr 2015 waren es lediglich 48 Prozent.

Dennoch setzen die meisten der Unternehmen bei der Finanzierung weiterhin auf Banken. Nur ein Prozent betrug laut der Untersuchung 2017 das Kreditvolumen von KMU, das über Crowdlending finanziert wurde.

KMU ziehen auch in Zukunft ihre Hausbank vor

Nur jedes zehnte der 250 befragten Unternehmen glaubt, dass Crowdlending künftig die Bank als Finanzierungspartner ablösen kann. Etwa die Hälfte der Mittelständler gab zudem an, dass sich ihr Kontakt zur Hausbank eher noch verstärken als einschränken wird.

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Deloitte sieht als einen Grund für das Festhalten an Banken die persönliche Bindung. So erklärten lediglich fünf Prozent in der Befragung, dass ihnen der persönliche Ansprechpartner nicht wichtig ist. Darüber hinaus sieht ein Großteil der KMU die Kreditvergabe von Banken als transparenter, schneller und flexibler an.

Vor allem interessiert an der Schwarmfinanzierung sind laut der Studie Unternehmen mit einer geringen Quote an Eigenkapital. Auch bei Startups attestiert die Untersuchung ein erhöhtes Potenzial für Crowdlending, da Banken sich bei ihnen oft vor einer Finanzierung scheuen.