Roboterarm übersetzt in Echtzeit in Gebärdensprache

Forscher der Universität Antwerpen in Belgien haben innerhalb von drei Jahren einen Roboterarm entwickelt, der in der Lage ist, per Gebärdensprache zu kommunizieren. Das Projekt „Aslan“ wurde umgesetzt, da weltweit ein Mangel an flämischen Übersetzern herrscht, die die Sprache auch für taube und schwerhörige Menschen durch Gebärden zugänglich machen können.

Aslan (Antwerp’s Sign Language Actuating Node) wird per 3D-Druck hergestellt, verfügt über eine Spracherkennung und kann Buchstaben und Zahlen daraufhin in Echtzeit in Gebärdensprache übersetzen. Die Herausforderung der weiteren Entwicklung ist es, die Übersetzung auch mit zwei aufeinander abgestimmten Armen möglich zu machen sowie Gesichtsausdrücke alternativ darzustellen – denn diese haben in der Gebärdensprache eine wichtige Bedeutung.

Druck des Arms dauert fast sechs Tage

Der Prototyp des Roboterarms besteht aus 25 Teilen aus dem 3D-Drucker und 16 Ansteuerungs- und Antriebseinheiten (Servos), die von dem 32-Bit-Board Arduino Due gesteuert werden. Der Aufwand ist groß: Bereits der Druck dauert knapp sechs Tage, der Zusammenbau benötigt noch einmal rund zehn Stunden. Dafür kann sich der Arm im Ellenbogen, im Handgelenk und auch in den Fingergelenken bewegen. 

Der Roboterarm bekommt seine Anweisungen über ein lokales Netzwerk. Er soll das Übersetzen dort übernehmen, wo keine geschulten Personen zur Verfügung stehen, und könnte auch zu Lehrzwecken eingesetzt werden.

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