SEO bringt obere Platzierungen bei der Google-Suche

Suchmaschinenoptimierung, auch als Search Engine Optimization (SEO) bezeichnet, ist ein wesentliches Werkzeug für Webseitenbetreiber, um ihren Traffic zu erhöhen: SEO sorgt dafür, dass eine Webseite in den organischen, also unbezahlten Suchergebnissen der Suchmaschinen zu relevanten Begriffen möglichst weit vorne steht.

Das war zwar schon immer wichtig, ist aber 2019 noch wichtiger, da die organische Internetsuche wieder die wichtigste Quelle von Traffic für individuelle Webseiten darstellt. In den Vorjahren hatten noch soziale Netzwerke wie Facebook die Nase vorn.

Mit einer geschickten SEO-Strategie können Unternehmen ihren Bekanntheitsgrad kontinuierlich steigern und gehen nicht in der oft großen Angebotsvielfalt der Ergebnislisten unter. Gerade kleinere Betriebe und Mittelständler können es durch eine optimale Suchmaschinenoptimierung auch mit den „Global Playern“ aufnehmen. 

Fast 90 Prozent schauen nur auf Seite eins von Google

Wer von Suchmaschinen spricht, der meint in erster Linie Google. Über 90 Prozent aller Anfragen laufen in Deutschland über den Internetriesen. Laut einer Untersuchung des SEO-Experten Rand Fishkin aus dem Jahr 2018 bestimmt Google mit sämtlichen Seiten wie Google Bilder, Maps oder auch YouTube die Suche in Europa sogar zu 96,1 Prozent. Alternativen wie Bing oder Qwant können in der Betrachtung für 2019 somit getrost vernachlässigt werden.

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Wie wichtig die genaue Platzierung bei Google ist, zeigen Statistiken, die sich seit Jahren kaum verändern: So klicken fast zwei Drittel der Desktop-Nutzer sowie rund 56 Prozent der mobilen User bei einer Google-Suche ausschließlich auf die ersten drei Suchergebnisse. Und nur rund zehn Prozent sämtlicher Nutzer rufen die zweite Seite der Google-Suche auf. Es ist also nahezu unerheblich für den Traffic, ob eine Webseite auf Platz 19 oder 12 auftaucht. Allerdings ist es extrem förderlich für ein Unternehmen, wenn es mit seinem Internetauftritt auf Platz 2 anstatt auf Platz 9 des Rankings steht.

Es gibt viele Komponenten, die aus SEO-Gesichtspunkten entscheidend sind. Es gibt viele Komponenten, die aus SEO-Gesichtspunkten entscheidend sind. (© 2019 stockpics - stock.adobe.com) - ©stockpics - stock.adobe.com

Grundsätzliche Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung von Webseiten

Einige Maßnahmen zur Optimierung von Suchmaschinenergebnissen sind allgemeingültig, einzig ihr Stellenwert hat sich im Laufe der Zeit teils verändert. Das ist auch weiterhin möglich. Trotzdem gilt noch immer: Wer vorn in den Trefferlisten landen will, muss auf seiner Seite die passenden Inhalte und Antworten auf die Suchanfragen seiner Kunden anbieten sowie die von Google erwarteten technischen Anforderungen erfüllen. Zudem sollte er nach einer Keyword-Analyse passende Keywords finden und auf der Webseite platzieren, Linkbuilding mit Hilfe von themenrelevanten Webseiten betreiben, Tags setzen und die mobile Optimierung berücksichtigen.

SEO-Trends für 2019

Darüber hinaus gibt es eine Reihe von SEO-Trends, die im Jahr 2019 wichtig bleiben oder es zunehmend werden.

  • Hochwertige Inhalte: Wie schon 2018 wird aus Usersicht substanzhaltiger Inhalt für Webseitenbetreiber immer entscheidender. Usability und Lesbarkeit stehen im Mittelpunkt der Suchmaschinenoptimierung, aufdringliche Ballung von Keywords oder Überhand nehmende Werbung sind kontraproduktiv. Zudem sollte regelmäßig neuer Content auf der Webseite auftauchen, denn die Google-Algorithmen bewerten frische Beiträge höher. Webseiten, deren Content ein bestimmtes Thema vollständig abdeckt, befriedigen die Suchintention des Users in der Regel besser als solche, die Fragen nur partiell beantworten.
  • Mobile first: Die Anzahl der Zugriffe auf das Internet über mobile Geräte steigt ständig an, sodass Google der mobilen Variante einer Webseite immer mehr Bedeutung zumessen wird als dem stationären Angebot. Hilfreich ist ein responsive Design, das gleichermaßen für alle Geräte konzipiert ist. Der Content sollte „snackable“ sein, also knackig verfasst und nicht zu lang.
  • Schnelle Ladezeiten: Seit Juli 2018 ist die Ladegeschwindigkeit einer Seite ein Faktor für das Google-Ranking in der mobilen Suche. Relevante Verbesserungen im Google-Ranking werden erreicht, wenn sich eine Seite in weniger als zwei Sekunden aufbaut. Ladezeiten von über vier Sekunden sind 2019 kaum noch konkurrenzfähig.
  • Voice Search: Für das Jahr 2020 wird eine Nutzung der Sprachsuche von 50 Prozent vorausgesagt. Vor allem lokale Geschäfte, die auch von Laufkundschaft und Verbrauchern in ihrer Umgebung profitieren, werden im Internet immer öfter per Voice Search gesucht. Für die Suchmaschinenoptimierung bedeutet das, die Webseite dialogorientiert zu optimieren, also hin auf längere Fragen und spezifischere Keywords.
  • Video-Content:  Mit weiteren medialen Inhalten wie Videos, aber auch Bildern oder Grafiken können die eigenen Seiten weiter an Relevanz gewinnen. Und zwar dann, wenn ihre Beiträge von Google als passende und hilfreiche Ergänzung zum Content verstanden werden.

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Hälfte der mobilen Suchanfragen führt zu keinem organischen Klick

Eine aktuelle Studie des Softwareunternehmens SparkToro zeigt noch einen weiteren interessanten Trend auf, der sich 2019 wohl noch verstärken wird: Mittlerweile führt deutlich mehr als die Hälfte der Suchanfragen in der mobilen Suche zu keinem organischen Klick auf ein Suchergebnis.

Denn der begrenzte verfügbare Platz für Ergebnisse wird immer mehr durch Produkt-Karussells, sogenannte Featured Snippets (direkte Antworten auf Fragen), Schlagzeilen und andere Elemente belegt. Die sammeln zwar Klicks ein, zählen aber nicht direkt zur organischen Suche. In der Desktop-Suche ist dieser Trend nicht in dem Umfang zu erkennen, da auf dem großen Bildschirm mehr Platz zur Verfügung steht.

SEO-Tools für Webseitenbetreiber

Im Internet gibt es viele, oft kostenlose SEO-Tools, mit deren Hilfe eine Webseite optimiert werden kann. Diese Programme bieten Hinweise, Analysen und Verbesserungen zu Ladezeiten, Backlinks, Content, Keywords, Konkurrenz-Webseiten und noch einiges mehr. Mit solchen Webseiten-Analyse-Tools lassen schon vor der erfolgten Suchmaschinenoptimierung die spätere Sichtbarkeit der Seite einschätzen und verbesserungswürdige Bereiche erkennen. Auch zur Kontrolle der Zielerreichung eignen sich diese Programme. Beliebte SEO-Tools sind beispielsweise Google Search Console, Searchmetrics, Google Analytics, Screaming Frog, Sistrix und Ryte.

Auch die Telekom bietet für Unternehmen Homepage-Lösungen an, die mobil optimiert und für die jeweiligen Branchen maßgeschneidert sind. Auch Suchmaschinenoptimierung ist dort inklusive. Firmen können dabei entweder mit Digital Business auf Experten zurückgreifen, die eine Webseite erstellen und pflegen, oder auf Homepage-Pakete, die Einsteigern, Fortgeschrittenen und Profis einen professionellen Internetauftritt ermöglichen: ohne Programmierkenntnisse und hardwaretechnischen Aufwand – bei voller Kostenkontrolle.

Wie die Suchmaschinenoptimierung für Webseiten mit dem Telekom Homepage-Designer funktioniert, zeigt dieses Video:

SEO-Maßnahmen: Positive Effekte brauchen Zeit

Suchmaschinenoptimierung bleibt auch 2019 ein wichtiges Instrument für Unternehmen. Gleichzeitig verstärkt sich der Trend, dass der User im Mittelpunkt steht.

Wer seine Webseite einer entsprechenden Suchmaschinenoptimierung unterzogen hat, darf allerdings nicht erwarten, dass sich innerhalb weniger Tage eine deutliche Erhöhung des organischen Traffics abzeichnet. Im Hinblick auf den Zeitraum hat Google zuletzt erwähnt, dass es zwischen vier Monaten und einem Jahr dauern kann, bis die SEO-Maßnahmen relevant auf die Platzierung durchschlagen.

Ein Unternehmen, das sich auf lokale oder sehr spezifische Suchbegriffe und Inhalte konzentriert, wird vermutlich schneller Verbesserungen erreichen können als ein Webseitenbetreiber, dessen Inhalte sich in einem hart umkämpften Umfeld bewegen. Natürlich immer abhängig vom Inhalt und Dingen wie dem Link-Profil oder den technischen Voraussetzungen.