Herr Voland, Unternehmen sollten sich mit dem Thema IP-Umstellung beschäftigen. Warum ist das eigentlich so wichtig?
Im Kern geht es um nichts Geringeres als die Zukunftsfähigheit der Unternehmen. Das Netz der Zukunft spricht IP. Es geht also um wichtige Themen wie Schnelligkeit, Flexibilität und Qualität. Für Geschäftskunden bieten sich außerdem viele neue Chancen und Möglichkeiten, die mit der IP-Transformation möglich sind. Wer also seine Zukunft sichern will, setzt heute auf IP.

Hört sich im ersten Moment toll an. Wie gehen Unternehmen vor, wenn sie sich auf die neue IP-Technik einlassen wollen, und ist das nicht bei jedem unterschiedlich?
Genau so ist es. Uns ist klar, bei Geschäftskunden und im Businessbereich ist die Umstellung auf IP wesentlich komplexer als bei Privatkunden. Denn dahinter liegen ausgefeilte Geschäftsprozesse und Services, häufig geht es auch um vertrauliche Daten. Daher ist eine IP-Transformation immer ein individueller Prozess, wo es um die Besonderheiten einer Branche und um die speziellen Bedürfnisse des Unternehmens geht.

Wie sieht das konkret in der Praxis aus? Wer kommt da ins Haus? Wie wird das ganze beim Unternehmen angestoßen?
Vertrauen ist ein ganz wichtiger Punkt, denn Unternehmen wollen wissen, was das im Einzelnen bringt und wo die Vorteile im Ganzen liegen. Wir erarbeiten die Themen gemeinsam und partnerschaftlich mit dem Unternehmen. Unsere Vertriebsprofis erklären zunächst, warum wir als Deutsche Telekom auf die zukunftssichere IP-Technik umstellen und was das für Unternehmen bedeutet. Auf Wunsch sind wir dann vor Ort und organisieren sogenannte IP-Workshops gemeinsam mit allen relevanten Ansprechpartnern.

Was passiert konkret in den Workshops?
Wir machen anfangs eine gemeinsame Bestandsaufnahme. Wir dokumentieren, welche Produkte das Unternehmen bisher einsetzt und wofür es welche Lösung nutzt. Im nächsten Schritt erarbeiten wir mögliche Zukunftslösungen, die seinen Anforderungen gerecht werden. Die Frage lautet: Was brauchen Unternehmen, um ihre Anforderungen heute und künftig abzubilden?

Das heißt, sie beraten und begleiten die Unternehmen in die neue IP-Welt?
Ja, so könnte man es sagen. Es geht dabei um Klarheit bei der IP-Umstellung, um transparente Prozesse und eine verbindliche Aufteilung der Verantwortlichkeiten – auf unserer Seite wie auch auf Seite des Unternehmens.

 

Roger_Voland_IP_Telekom Telekom-Manager Roger Voland erklärt in einem Gespräch in Frankfurt, weshalb Unternehmen um die neue IP-Technik nicht herumkommen. Mit IP wird die gesamte Nachrichtentechnik einfacher, schneller und effizienter. (© 2015 Manuel Hauptmannl)

 

Workshops hört sich nach viel Arbeit an und nach Kosten an. Wie sieht es da aus?
Je nach Bedarf und Aufwand finden die Workshops vor Ort statt, die in der Regel rund sechs Stunden dauern. Kosten fallen erst einmal nicht an. Anders gesagt: Jeder, also Unternehmen und die Telekom, trägt die Kosten für Zeit und Ressourcen seiner Mitarbeiter selbst.

Die Workshops sollten auch kein Treffen unter IT-Experten sein, oder? Wer sollte bei den Beratungen dabei sein?
Das bestimmt das Unternehmen selbst, aber in der Regel sollten Verantwortliche aus allen beteiligten Bereiche eingeladen werden: Geschäftsführung, Projektleiter, Abteilungsleiter aus der IT sowie Mitarbeiter aus Vertrieb, Controlling und Einkauf.

Wie geht es nach den Workshops weiter?
Danach geht es um die Ausgestaltung des Rahmenvertrags und eine weiterhin intensive Abstimmung. Es dreht sich um die Verfügbarkeit von Produkten, einen Roll-Out-Plan, um Kosten und Implementierung.

Die Telekom will die IP-Umstellung seiner Netze bis 2018 abgeschlossen haben. Gibt es bereits IP-fähige Businessprodukte und Lösungen für Unternehmen?
Seit dem 1.April 2015 bieten wir IP-basierte Anschlüsse für Geschäftskunden an. So gibt es DeutschlandLAN IP Start als Einstieg in die IP-basierte Welt mit Flatrates ins deutsche Festnetz und ins Internet. DeutschlandLAN IP Voice/Data als Business-Komplettpaket bietet zusätzliche Flatrates in 18 Länder und eine feste IP-Adresse. Wer einen noch leistungsfähigeren Web-Zugang benötigt, sollte auf DeutschlandLAN Connect IP umsteigen.

Was raten sie Unternehmen, die ihnen sagen, dass bei ihnen alles prima läuft und sie nichts verändern wollen?
Ich antworte darauf: Investieren sie in die Zukunft! Seien sie offen. Gehen sie diesen Weg mit uns und machen sie eine Bestandsaufnahme. Schauen sie, wo sie bei der Digitalisierung stehen. Setzen sie mit uns auf eine zukunftssichere und nachhaltige Lösung.

Vorteile der IP-Technik für Unternehmen

  • Schneller: IP erhöht vor allem in ländlichen Gebieten die Bandbreite. Mit der Technik können mehr Daten in kürzerer Zeit transportiert werden.
  • Mobilfunk und Festnetz werden „Eins“:
    Alle Geräte sind mit einer einzigen Nummer erreichbar, der Anrufer merkt von der Technik im Hintergrund nichts.
  • Alles aus einer Hand: Festnetztelefon, Mobilfunk, Fax, TV, Internet und Cloud-Angebote werden gebündelt. Geschäftskunden erhalten alle Leistungen aus einer Hand.
  • Module nach dem Baukastenprinzip: Dienste wie mehrere Telefonnummern oder Videokonferenzen lassen sich je nach Bedarf flexibel und modular dazu buchen und selbst einrichten. Die Installation erfolgt nach dem Plug-&-Play-Prinzip.
  • Der gute Ton: Die Sprachqualität im neuen IP-Netz ist deutlich besser. Die Stimme des Anrufers klingt zum Beispiel kristallklar.

Infos zu Roger Voland
1991: Roger Voland beginnt seine Karrierer bei der Firma NCR / AT&T.
1997: Roger Voland wechselt zu British Telekom und zuletzt verantwortlich für den Vertrieb Geschäftskunden.
2004 bis Mai 2005: Geschäftsführer bei einem System- und Netzwerk-Integrator von Telindus.
2005: Antritt bei der Deutschen Telekom im Vertrieb, Roger Voland verantwortet den Mittelstandsvertrieb bei der T-Systems Business Services.
2010: Mit Gründung der Telekom Deutschland GmbH wechselt Roger Voland zum Vertrieb und Service Geschäftskunden und leitet den PreSales-Bereich.
2014: Der Telekom Manager Roger Voland  leitet den Bereich GK Transformation und verantwortet alle organisationsübergreifenden Transformationsthemen im Geschäftskundensegment, zum Beispiel auch die IP-Migration bei Businesskunden.