Rossi fuhr rund 30 Sekunden schneller als der Motobot

200 auf dem Tacho und keinen einzigen Tropfen Blut in den Adern. Denn der Fahrer des rasanten Motorrads ist der humanoide Roboter Motobot. Den haben seine Erfinder aus dem Hause Yamaha nun gegen Valentino Rossi auf dem 3,2 Kilometer langen Westkurs des Thunderhill Raceway Park in Willows, Kalifornien, antreten lassen.

Der erfolgreiche Motorradrennfahrer mit neun Weltmeistertiteln hat dem Roboter seine Grenzen aufgezeigt. Die beste Rundenzeit von "The Doctor" betrug 1 Minute und 25,74 Sekunden, die des Motorradroboters lag bei 1 Minute und 57,5 Sekunden.

Yamaha will Motobot mit Maschinenlernen ausrüsten

Motobot hat das Duell zwar verloren, aber für seine Technik war es ein Erfolg. Denn der Roboter leistet dem Menschen Ebenbürtiges auf dem Bike: Er kann bremsen, schalten und beschleunigen. Außerdem verliert er nicht die Balance während der Fahrt. Damit er auf der Strecke bleibt, verfügt er über ein Trägheitsnavigationssystem in Kombination mit GPS-RTK – die Ortung ist auf 2,5 Zentimeter genau.

Yamahas Ziele waren, dass Motobot eine Geschwindigkeit von 200 Kilometern pro Stunde erreicht und Rossi besiegt. Ein Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Nun plant das Unternehmen, den Roboter mit Maschinenlernen auszustatten. Auf diese Weise soll er noch bessere Leistungen im Rennen erbringen. Später erhofft sich Yamaha einen Einsatz der Technik in verschiedenen Verkehrsmitteln.

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