In der Mitte liegt die (Innovations-)Kraft: In Offenbach bei Frankfurt am Main beendet die Deutsche Telekom am 12. Juni vorerst ihre Reihe regionaler Informations- und Netzwerkveranstaltungen. Mit insgesamt sechs Digitalisierungsevents in Köln, Böblingen, München, Hamburg, Berlin und jetzt Offenbach fördert das Unternehmen den Aufbau regionaler Business-Netzwerke. Ob Konzern, Mittelständler oder Startup – auf dem Markplatz, während eines Netzwerkdinners im Speeddating-Format und in spannenden Deep Dive Sessions konnten die insgesamt mehr als 240 Teilnehmer Kontakte knüpfen, über Digitalisierung diskutieren und sich von Best-Practice-Unternehmen wertvolle Tipps holen.

„Hier sollen heute neue Ideen passieren“: Mit diesen Worten eröffnete Björn Weidenmüller, Leiter Vertrieb Großkunden Telekom Deutschland, das Event. In seiner Keynote sprach der Manager der Telekom über die Chancen von Wandel durch Digitalisierung. Weidenmüller betonte: „Ich glaube daran, dass horizontale Netzwerke, Vielfalt und Austausch zwischen vielen unterschiedlichen Firmen auch hier wertvolle Denkanstöße geben.“ Er präsentierte beispielhafte Unternehmen wie Technolit, Minimax oder Trilux, die bereits auf digitale Lösungen setzen. Zudem gab Weidenmüller den Firmen fünf Spielregeln für die digitale Welt an die Hand: Sie sollten auf Software statt Hardware, Big Data statt Theorie, Innovationen, Kooperationen und Kundennutzen setzen.

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Lieferte den ersten, digitalen Input des Tages: Björn Weidenmüller (Telekom Deutschland). Lieferte den ersten, digitalen Input des Tages: Björn Weidenmüller (Telekom Deutschland). (© 2018 Telekom)

Wer nicht digitalisiert, verliert

Wie die digitale Transformation nicht zum K.o. für Unternehmen gerät, verriet anschließend der Unternehmer und ehemalige Boxweltmeister Dr. Wladimir Klitschko in seiner Keynote. Unter dem Motto „Sei du die bewegende Kraft“ beschrieb Klitschko anhand autobiografischer Anekdoten seine Digitalisierungsstrategie. „Seit über zehn Jahren verbindet mich mit der Telekom eine gemeinsame Bewegung: die Stärkung des Mittelstands.“ Dafür sei Digitalisierung das geeignete Mittel. „Ich bin selbst Mittelständler“, sagte der Unternehmer. „Die Telekom hat Produkte, die unser Arbeits- oder Privatleben vereinfachen. Wir haben das Potenzial, sie anzunehmen.“ Dabei sei Vorbereitung essenziell: „Wer sich heute keine Gedanken über morgen macht, wird von seiner Konkurrenz ausgeknockt“, betonte Klitschko.

Digitaler Vorreiter Hessen?

Ohne Pause ging es dann auf der großen Bühne weiter. In der Podiumsdiskussion „Wie Hessen Digitaler Vorreiter wird“ suchten Maria Rieping vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft Energie, Verkehr und Landesentwicklung, Dr. Frank Biendara vom Deutschen Fußball-Bund, Prof. Dr. Peter Holm von der Provadis Hochschule, Jürgen Veith von der IOT Venture GmbH und Christian Preiser, Chefredakteur von Markt und Mittelstand, nach Lösungen.

Danach ging es in die Tiefe: In insgesamt fünf Deep Dive Sessions präsentierte die Telekom einen Querschnitt an Themen rund um die Digitalisierung von Unternehmen. In verschiedenen Bereichen der Industriehalle und Eventlocation Fredenhagen warteten Informationen satt. Zwei Best-Practice-Beispiele begeisterten die Zuschauer: Jürgen Dagutat von der aurenz GmbH verriet gemeinsam mit Marco Crueger von Swyx Solutions, wie digitale Lösungen die Kundenkommunikation in seiner Firma verbessert haben. In einer anderen Ecke präsentierte Thomas Nieraad, CEO des renommierten Glasherstellers Rastal, innovative Lösungen für Gastronomie und Getränkeindustrie.

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Über Technologie und Trends sprach Jochen Höhne in seinem Vortrag. Der Digital-Experte von Samsung Electronics zeigte seinen Zuhörern Herausforderungen und Chancen der digitalen Open Economy auf und gab einen Ausblick auf die Zukunft der Wirtschaft im digitalen Zeitalter. Diese digitale Zukunft war in dem vierten Panel bereits Realität: Vier Startups stellten ihre digitalen Geschäftsmodelle vor. Ob KI-gestützte Kundengewinnung, effiziente Kontaktanbahnung via B2B-Netzwerk, datengetriebene Analysewerkzeuge für den Bankensektor oder automatische Textanalysen etwa für Kundenzufriedenheitsuntersuchungen: die jungen Unternehmen demonstrierten eindrücklich, wie sich innovative Ideen und Kundenbedürfnisse in digitale Geschäftsmodelle umsetzen lassen. Das Vortragsangebot rundete Leila Summa von Klitschko Ventures mit ihrer Session „Face the Challenge – digitale Herausforderungen meistern“ ab.

Breakout Session zum Thema Challenge Management: Leila Summa von Klitschko Ventures. Breakout Session zum Thema Challenge Management: Leila Summa von Klitschko Ventures. (© 2018 Telekom)

Parallel präsentierten Partner der Telekom ihre Digital-Expertise mit smarten Lösungen für die digitale Transformation an eigenen Ständen auf dem sogenannten Marktplatz. Beispielsweise das digitale Kassensystem Magenta Business POS, mit dem besonders Kleinunternehmen ihren kompletten Abrechnungsprozess zukunftsfähig machen können.

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Digitale Champions aus MIDWEST

Bewerbung für den nationalen DCA

Alle Gewinner sind für den nationalen Digital Champions Award nominiert, den die Telekom gemeinsam mit der WirtschaftsWoche am 7. und 8 November beim DIGITALSUMMIT in Köln vergibt. Bewerbungen können bis zum 22. Juni eingereicht werden.

Das Beste kam zum Schluss: Die Besucher der DIGITAL MIDWEST genossen nicht nur ein schmackhaftes Dinner, das dank seines ausgeklügelten Tischlein-Wechsel-dich-Systems bei jedem Gang neue Kontaktmöglichkeiten bot. Am Abend verkündete die Telekom auch die regionalen Gewinner des Digital Champions Awards. Aus der ganzen Region wurden Unternehmen ausgewählt, die besonders vorbildlich die digitale Transformation bereits umgesetzt haben. Diese digitalen Pioniere erhielten die Auszeichnung:

  • das Startup getsteroo für das größte Online-Fundbüro der Welt „Have it back“
  • die fino digital GmbH, die endkundenzentrierte Lösungen für den Finanzsektor wie einen Online-Kontowechsel-Service anbieten
  • die IoT Venture GmbH als Pionier im Bereich neuer Netzstandards, da sie das neue Sensor- und Maschinennetz NarrowBand IoT vielfältig zur Anwendung bringen
  • die Wolf-Gruppe für die umfassende Digitalisierung von Prozessen in der hart umkämpften Druckindustrie

Lesen Sie hier bald ausführliche Porträts zu den Siegern.

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