Sprachassistenten bieten Potenzial für Unternehmen

Sprachassistenten gehören heute zum Standardrepertoire jedes Mittelklasse-Smartphones. Und dank smarter Lautsprecher für zu Hause ist den digitalen Butlern endgültig der Durchbruch gelungen. Rund 100 Millionen Exemplare dürften laut einer Erhebung des Marktforschungsinstitutes Canalys bereits Ende 2018 im Einsatz sein. Für das Jahr 2023 prognostiziert das Unternehmen sogar rund 300 Millionen smarte Lautsprecher weltweit.

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Etabliert sich diese Technologie wie erwartet, bieten Sprachassistenten auch für Unternehmen großes Potenzial: Sei es im Kundenservice, in der Beratung oder beim Einsatz von Software. Künftig werden sich wohl noch weitere Einsatzfelder auftun.

Mittlerweile gibt es eine Reihe etablierter Sprachassistenten am Markt. Hier die Wichtigsten im Überblick:

1. Alexa

Amazons digitaler Sprachassistent Alexa läuft auf den firmeneigenen Tablets und den Echo-Lautsprechern des Unternehmens, kann aber auch auf Android- oder iOS-Smartphones installiert werden. Die Künstliche Intelligenz (KI) hilft nicht nur beim Einkaufen und unterhält den User, sondern ermöglicht auch die Sprachsteuerung kompatibler Smart-Home-Komponenten. Alexa überzeugte bei Stiftung Warentest im Frühjahr 2018 vor allem beim Einsatz in Lautsprechern durch guten Klang, Vielseitigkeit – und die Möglichkeit, Alexa um die Dienste von Dritten zu erweitern. Auch die Spracherkennung stellte die Tester zufrieden. Mängel zeigten sich in Sachen Datenschutz.

2. Google Assistant

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Der Google Assistant ist auf Millionen von Android-Smartphones ab Werk installiert und kommt daneben im Google-Home-Lautsprecher zum Einsatz. Die Grundfunktionen ähneln denen der Echo-Lautsprecher, darüber hinaus erkennt der Google Assistant verschiedene Nutzer an ihren Stimmen. In Sachen Kommunikation kann er laut Stiftung Warentest auf dem Lautsprecher weniger, auf dem Smartphone mehr als Amazons Alexa. Bei einem aktuellen Wissenstest der Firma Loup Ventures glänzte der Google Assistant: Insgesamt beantwortete die KI 85,5 Prozent der insgesamt 800 Fragen korrekt. Doch auch bei diesem Sprachassistenten lässt die Datenschutzerklärung viele Fragen offen. 

Der Google-Home-Lautsprecher verfügt über den Google Assistant. Der Google-Home-Lautsprecher verfügt über den Google Assistant. (© 2018 Shutterstock / Zapp2Photo)

3. Siri

Der Sprachassistent Siri läuft auf allen aktuellen Apple-Handys, -Tablets und -Rechnern sowie auf dem smarten Lautsprecher des Unternehmens, dem HomePod. Die Spracherkennung läuft laut Stiftung Warentest nicht so gut wie bei Alexa und Google, dafür ist Siri sehr kommunikationsfreudig: Die KI kann Anrufe starten sowie SMS-, Mail- und WhatsApp-Nachrichten schreiben. Die große Stärke des Lautsprechers liegt in der Klangqualität.

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Einen besonderen Nutzen bietet Siri sehbehinderten Menschen, die durch die Barrierefreiheit-Einstellung „VoiceOver“ die KI leichter bedienen können. Beim zuvor erwähnten  Wissenstest verstand Apples Künstliche Intelligenz auf dem iPhone 99 Prozent der Anfragen, konnte davon aber nur 78,5 Prozent beantworten. 

In Apples smartem Lautsprecher HomePod arbeitet Sprachassistent Siri. In Apples smartem Lautsprecher HomePod arbeitet Sprachassistent Siri. (© 2018 Shutterstock / Ksenija Toyechkina)

4. Cortana

Cortana ist der Sprachassistent im PC-Betriebssystem Windows und auf allen neueren Desktop-PCs, Notebooks und Windows-Tablets vorinstalliert. Auf die derzeit in Deutschland verfügbaren Smart Speaker hat es der Sprachassistent von Microsoft bislang allerdings noch nicht geschafft.  Auf iOS und Android kann Cortana mit Microsoft-Apps gestartet werden. Stiftung Warentest zufolge fällt Cortana ein wenig hinter der Konkurrenz zurück, da die KI schlechter versteht und die Sprache weniger natürlich klingt als bei ihren digitalen Kollegen. Auch die Funktionalität ist begrenzt.

5. Weitere Sprachassistenten

Samsung ist ebenfalls in den Markt einsteigen und hat mit Bixby einen Sprachassistenten für seine aktuellen Smartphones kreiert. Und Sony bietet mit Xperia Ear eine Art Knopf im Ohr, der sich über eine Smartphone-App steuern lässt. Beide digitalen Helfer können es derzeit aber nicht mit der Konkurrenz aufnehmen.