1. Ambush-Marketing: Sich mit fremden Federn schmücken

Ambush-Marketing wird von Neidern gerne auch als Schmarotzer-Marketing bezeichnet. Denn um die Schlacht um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu gewinnen, versuchen die Macher nicht, mit teuren, großangelegten Kampagnen zu glänzen, sondern sich im Glanz anderer zu sonnen.

Ein durchschlagendes Beispiel lieferte Puma bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking: Während Konkurrent Adidas als Sponsor tief in die Brieftasche griff und sein Logo allgegenwärtig positionierte, setze die Guerilla Marketing- Aktion von Puma auf den jamaikanischen Sprinter Usain Bolt. Der Hoffnungsträger enttäuschte seinen Sponsor nicht und posierte als Sieger mit goldenen Pumas – den schnellsten Schuhen der Welt.

2. Moskito-Marketing: Die Schwachstellen der Konkurrenz nutzen

Ist Ihr Produkt besser als das der Mitbewerber? Dann könnte Moskito-Marketing die richtige Guerilla Marketing-Strategie für Sie sein. Bei dem Konzept zeigen Sie die Schwachstellen der Konkurrenz auf, um sich selbst im besten Licht zu präsentieren.

Hans Wagner zum Beispiel, Bio-Schlachter aus Hamburg, versetzte mit seinem Werbeplakat "Abgepackte Wurst ist für'n Arsch" den großen Lebensmittel-Discountern eine Klatsche. Auf dem Plakat ist ein Mann vor einem Discounter-Kühlregal mit abgepackten Wurstwaren zu sehen, dessen blanker Hintern in die Kamera zeigt. Damit hatte der Kleinunternehmer nicht nur die Lacher, sondern auch neue Kunden auf seiner Seite.

3. Virales Marketing: Das Publikum anstecken

"Supergeil", wenn virales Marketing an Fahrt aufnimmt! Bei der digitalen Marketing-Strategie wird eine Werbekampagne in Soziale Netzwerke eingeschleust, wo sie sich über Shares und Likes wie ein Virus verbreitet – so die Theorie.

Die Supermarktkette Edeka hat diese Theorie treffsicher in die Praxis umgesetzt: Das Video "EDEKA Supergeil" mit Friedrich Liechtenstein erfasste das Netz wie eine Grippewelle und wurde seit seiner Veröffentlichung 2014 rund 13,5 Millionen Mal angeklickt. Ein Beispiel des Scheiterns im Guerilla Marketing legte hingegen der Elektronikkonzern HTC vor: Ein eher peinliches Rap-Video des Giganten konnte die User nicht begeistern und erntete statt Lorbeeren nur Hohn und Spott.

4. Ambient-Marketing: Neuland betreten

Ambient-Marketing-Kampagnen sind abenteuerlustig: Sie begeben sich an Orte, die für Werbung als Tabu-Zone gelten. Ein Beispiel hierfür ist das Urinal auf dem Männerklo: Die Porzellanmuschel ist an Attraktivität kaum zu unterbieten – kann mit einer cleveren Guerilla Marketing-Kampagne jedoch zur eindrucksvollen Werbefläche werden.

Sie wollen ein Beispiel? Dann machen Sie sich mit der legendären Ambient-Marketing-Kampagne der Playstation 2 von Sony aus dem Jahr 2001 vertraut. Der Elektronikkonzern wandelte hierfür das Urinal in eine Zielscheibe um und gab den Nutzern der Sanitäranlage die Möglichkeit, in der Pinkelpause Punkte zu sammeln.

5. Sensationsmarketing: Eine tolle Show liefern

Beim Sensationsmarketing dreht sich alles um den großen Auftritt. Die Macher der Aktion bieten dem Publikum eine einmalige Show, von der man noch lange spricht. Meist finden die Guerilla Marketing-Aktionen an öffentlichen Orten statt: Passanten sollen mit dem Aha-Effekt nach Hause gehen – und das Event am besten mit ihren Smartphones gleich viral verbreiten.

Ein fulminantes Beispiel für Sensationsmarketing ist der Flashmob von T-Mobile, der am Bahnhof Liverpool Street in London die Zuschauer in seinen Bann zog. Professionelle Tänzer boten Schaulustigen ein echtes Spektakel mit Erinnerungswert.

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