IT-Berufe sind Motor der Wirtschaft 4.0

Die digitale Revolution ist in vielen IT-Jobs besonders deutlich zu messen. Intelligente Systeme, Machine Learning, Spracherkennung, Internet of Things (IoT), Blockchain und vieles mehr tragen zu einer kontinuierlichen Veränderung der Informationstechnik bei. Spezialisten stehen vor großen Herausforderungen wie der Verarbeitung immenser Datenströme und der Programmierung Künstlicher Intelligenzen. Gleichzeitig kommunizieren viele IT-Berufe dank der Vernetzung verschiedener Arbeitsbereiche öfter als früher mit Kunden, externen Partnern und anderen Firmen.

Um der digitalen Transformation erfolgreich zu begegnen, brauchen Mittelständler eine Strategie. Und die folgenden IT-Berufe spielen darin eine wichtige Rolle.

1. Data Scientist

Der Data Scientist gehört bereits zu den etablierten IT-Berufen. An Profis aus diesem Bereich werden hohe Erwartungen gesetzt: Denn die Daten, gewissermaßen das Rohöl der Digitalisierung, bergen Möglichkeiten. Und zwar für jede Branche.

Innerhalb eines Unternehmens ist der Data Scientist eine Art interner Consultant: Zunächst macht er die Daten ausfindig. Er kümmert sich um die Analyse und ist ebenso für die Visualisierung zuständig. Nach der Auswertung formuliert er aus den gewonnenen Nullen und Einsen produktive Handlungsanweisungen. Händler nutzen diese Methode beispielsweise, um ihren Kunden noch gezielter Produkte anzubieten.

Versierte Big-Data-Experten kennen sich in Mathematik und Informatik aus. Sie beherrschen häufig Programmiersprachen wie R oder Python. Neben dem technischen Know-how sind außerdem Soft Skills enorm wichtig. Denn das Ergebnis des Datenschürfens muss an verschiedene Teams, Abteilungen und Kunden kommuniziert werden. Mehr dazu auch im Check zum Data Scientist.

Der Data Scientist auf einen Blick:

  • Analysiert und visualisiert Daten
  • Leitet Handlungsempfehlungen ab
  • Kommuniziert die Ergebnisse an Teams und Kunden
Spezialisten zum Sammeln, Auswerten und Visualisieren von Daten sind und bleiben gefragt. (© 2017 Shutterstock / Pressmaster)

2. Experte für Künstliche Intelligenz

Zwischen den Aufgaben des Experten für Künstliche Intelligenz (KI) und denen des Data Scientists gibt es eine gewisse Schnittmenge. Denn vor allem beim Auffinden und Auswerten von Daten spielt KI eine große Rolle. Ein Fachmann aus dem Bereich der smarten Algorithmen wird flexibel eingesetzt: KI ist lediglich ein Sammelbegriff. Im Speziellen geht es um Machine Learning, Deep Learning sowie das Natural Language Processing (NLP), also die Spracherkennung und -verarbeitung.

IT-Berufe aus diesem Gebiet erfordern eine tief gehende Kenntnis von Programmen. Ähnlich wie beim Data Scientist sind Kenntnisse der Mathematik neben der Informatik wesentlich.

Der KI-Experte auf einen Blick:

  • Kennt sich mit Künstlicher Intelligenz aus
  • Arbeitet zum Beispiel mit Machine Learning und Spracherkennung
  • Hat viel mit Daten zu tun

3. Cloud-Architekt

Der Cloud-Architekt ist der Generalist. Er treibt die Digitalisierung für einzelne Abteilungen oder die ganze Firma voran und bringt sie in die Cloud. Dabei fungiert er als Bindeglied zwischen Business und Technologie: Er weiß, was Innovationen kosten und er denkt betriebswirtschaftlich.

Für IT-Berufe wie den Cloud-Architekten eigenen sich Allrounder, die Organisationstalent besitzen. Sie müssen als Teamplayer arbeiten und für Kunden passgenaue Cloud-Lösungen konzipieren. Lesen Sie mehr zu diesem vernetzten Arbeitsalltag in dem Beitrag: „Cloud-Architekt: Die vier Talente des Innovationsexperten“.

Der Cloud-Architekt auf einen Blick:

  • Bringt Firmen und ihre Daten in die Cloud
  • Kennt die Technik, aber auch die Zahlen
  • Braucht Organisationstalent

4. IT Security Specialist

Der IT Security Specialist entwirft, steuert und überwacht die Sicherheit für Unternehmen, Partner sowie für Kunden. Unter den zukunftsträchtigen IT-Berufen wird er immer wichtiger: Denn Hackerangriffe werden weltweit zahlreicher. Damit Daten sicher bleiben, prüfen IT Security Specialists die Infrastruktur auf Herz und Nieren – manchmal geht er ähnliche Wege wie ein Cyberkrimineller, um Schwachstellen zu finden.

Einem IT Security Specialist sind die Netzwerke, Plattformen und Systeme der IT-Abteilung bestens bekannt. Gängige Programmiersprachen sind ein Muss. Mittlerweile gibt es für dieses Berufsbild spezialisierte Studiengänge. Technisches Verständnis ist auch hier nicht alles: Der IT Security Specialist kennt sich zum Beispiel mit dem Risikomanagement aus.

Der IT Security Specialist auf einen Blick:

  • Ist Experte für IT-Sicherheit
  • Spürt Schwachstellen der Infrastruktur auf und behebt sie
  • Betreibt kompetentes Risikomanagement