Das kleine schwedische Städtchen Örnsköldsvik gerät für gewöhnlich nicht in die Schlagzeilen. Wäre da nicht das Internet-Startup Brath, das seinen Hauptsitz an der Küste des Bottnischen Meerbusens hat. Brath erlangte Berühmtheit über die Grenzen Schwedens hinweg – denn alle Angestellten arbeiten lediglich 30 Stunden pro Woche. Während also schwedische Unternehmen seit Jahren an den Stellschrauben der Work-Life-Balance drehen, spitzen viele deutsche Arbeitnehmer an dieser Stelle die Ohren. Hierzulande wünschen sich 3,8 Millionen Beschäftigte, ihre Wochenarbeitszeit aufzustocken oder zu senken, das zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamts. Das Gehalt ist demnach für viele kein alleiniger Maßstab mehr, um im Job zufrieden zu sein. Telearbeit, Gleitzeit oder Home Office klingen einfach zu verlockend. Geld allein macht nicht glücklich – Herr der eigenen Zeit zu sein, schon mehr.

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Gründerin Maria Brath vom gleichnamigen Startup bestätigt das: Die Aussicht, anderswo mehr zu verdienen, kompensiere die kurzen Arbeitszeiten nicht. Ihr Unternehmen bekomme nicht nur die besseren Mitarbeiter, sagt Brath, auch die Fluktuation sei deutlich geringer. Das Startup produziere zudem genauso viel wie seine Wettbewerber – wenn nicht sogar noch mehr.

Wirtschaftsweise fordern flexiblere Arbeitszeit

TechBoost: Das Startup-Programm der Telekom

TechBoost bietet ausgewählten Startups 100.000 Euro Guthaben für die Open Telekom Cloud. Gründer erhalten so mehr notwendige IT-Ressourcen und den notwendigen Freiraum für ihr Kerngeschäft. Die Startups profitieren außerdem von der professionellen Vertriebs- und Marketingorganisation der Telekom. Der Bonner Konzern unterstützt mit TechBoost bereits rund 50 Startups. Gründer haben aber immer noch die Möglichkeit, sich für das Programm zu bewerben.

Der Rat der Wirtschaftsweisen fordert von der Politik eine Lockerung der gesetzlichen Regelungen. Ein neues Arbeitszeitmodell soll her, mehr Gleitzeit, Telearbeit, eine ganz neue Idee vom Arbeitsplatz. „Flexiblere Arbeitszeiten sind wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen“, sagte Christoph Schmidt, Vorsitzender des Beratergremiums der Bundesregierung, der „Welt am Sonntag“. Firmen müssten agil sein und schnell ihre Teams zusammenrufen können, wenn sie in der neuen digitalisierten Welt bestehen wollten. „Die Vorstellung, dass man morgens im Büro den Arbeitstag beginnt und mit dem Verlassen der Firma beendet, ist veraltet.“ Unternehmen bräuchten daher Sicherheit, dass sie nicht gesetzwidrig handeln, wenn der Arbeitnehmer abends noch an einer Telefonkonferenz teilnimmt und dann morgens beim Frühstück seine Mails liest. „Dies würde nicht nur den Firmen helfen, sondern auch den Mitarbeitern, die mit der digitalen Technik flexibler arbeiten können.“

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Flexibilisierung ist kein Hexenwerk

Office 365: Viel Spielraum und Skalierbarkeit für Mittelständler

Office 365 besteht nicht nur aus Word, PowerPoint und Excel. Mit dem Softwarepaket von Microsoft lagern Unternehmen interne Serverdienste in die Cloud aus. Zudem arbeiten Mitarbeiter an unterschiedlichen Orten an einem Dokument zusammen. Ob soziales Unternehmensnetzwerk, Video- und Livekonferenzen oder mobile Apps für Smartphone und Tablet:

Office 365 bietet Mittelständlern viel Spielraum und Skalierbarkeit.

Mit Lösungen wie Office 365 aus der Cloud fahren auch kleine Unternehmen gut. So steht ihnen immer die aktuellste Version zur Verfügung, und Mietlizenzen lassen sich monatlich flexibel zu- und abbuchen. Strenge deutsche Datenschutzbestimmungen halten Unternehmen bei einer Buchung über die Telekom ebenfalls ein, weil der Bonner Konzern Rechenzentren in Deutschland betreibt.

Längst ist die Technik so weit fortgeschritten, dass flexible Arbeitszeitmodelle, Telearbeit und Home Office für Unternehmen kein Hexenwerk mehr sind. Vor allem Startups, die ihr Geschäft von Beginn an digitalisiert aufziehen, können sich beim Werben um neue Mitarbeiter mit Gleitzeit & Co. einen Wettbewerbsvorteil verschaffen – ohne eigenen Server, mit Lösungen aus der Cloud. Mit Office 365, das Gründer inzwischen auch über die Telekom aus deutschen Rechenzentren beziehen können, bieten junge Unternehmen etwa Arbeiten im Home Office oder von unterwegs. Über Skype for Business, welches ebenfalls im Office-365-Paket enthalten ist, unterhalten sich die Mitarbeiter auch ortsunabhängig von Angesicht zu Angesicht. Ganz neue Perspektiven für das gute alte Arbeitszeitmodell.

Laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom setzen 30 Prozent der Unternehmen in Deutschland bereits jetzt auf Home Office. Und 35 Prozent der Deutschen würden ihrer derzeitigen Stelle den Rücken kehren – im Tausch für mehr Flexibilität und Home Office in einem anderen Job. Die digitale Technik könnte den Wunsch vieler Deutscher real werden lassen. Das Verhältnis von Arbeit, Büro und Zuhause muss neu definiert werden.

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