70 Jahre, 6.500 Aussteller

Vom 24. bis zum 28. April läuft in der niedersächsischen Landeshauptstadt die Hannover Messe 2017. Die Veranstalter der industriellen Leistungsschau erwarten zur 70. Ausgabe rund 6.500 Aussteller aus aller Welt. Sie dürften den prognostizierten 220.000 Besuchern ein abwechslungsreiches Programm bieten. Diese Top-Themen werden tonangebend sein.

Der Schwerpunkt: Integrated Industry

So steht über allem das Leitthema „Integrated Industry – Creating Value“.  Mit anderen Worten: Die Industrie 4.0 spielt die Hauptrolle. Mehr als 400 Lösungen für den digitalen Wandel sollen auf dem Messegelände in Hannover zu sehen sein. Nachdem es dort zuletzt eher um die Vernetzung von Infrastruktur, Software und Hardware ging, liegt der Fokus in diesem Jahr auf Maschinen, die diese Technologien nutzen und damit den plakatierten Mehrwert („Value“) in die Unternehmen bringen. Die Hannover Messe 2017 rückt damit die konkreten Vorteile der digitalen Transformation in den Fokus.

Industrietrend Robotics

Ein ebenso augenfälliger wie wesentlicher Teil des industriellen Wandels sind Roboter. Sie sind während der Ausstellung in allen Formen und Größen zu sehen. Mehr als 60 Roboterfirmen, Systemintegratoren und Anbieter von Greiftechnik stellen sich und ihre Produkte in Hannover vor. Fokus hier: die Mensch-Roboter-Kollaboration. Den Stellenwert der smarten und flexiblen Arbeiter unterstreicht auch die Verleihung des „Robotics Award“ während der Schau. „Ausgezeichnet werden technologische Innovationen, die einen besonderen Beitrag zu robotergestützten Lösungen im Bereich industrielle Automatisierung oder mobile Roboter und autonome Systeme leisten“, so die Veranstalter.

Mehrwert im Visier: Die Top-Themen der Hannover Messe 2017 Industrieroboter ziehen auch in mittelständische Unternehmen ein. (© 2017 Shutterstock / Pieter Beens)

Smart Factory – die Produktion der Zukunft

Am Ende der vorläufigen industriellen Entwicklung steht, so einhellige Prognosen, die intelligente Fabrik, also die komplett vernetzte Produktion. Bei ihr „weiß“ jedes Werkstück, woher es kommt, wo es gerade ist und wohin es muss. Bauteile und Maschinen melden, wann sie zur Wartung oder repariert werden müssen – Stichwort: „Predictive Maintenance“.

Dabei geht der vernetzte Datenfluss weit über die Grenzen einer Smart Factory hinaus. Auch Lieferanten, Produzenten und Kunden sind in diese Informationskette eingebunden. Die Leistungsschau zeigt, was heute schon möglich und umsetzbar ist.

Mehrwert im Visier: Die Top-Themen der Hannover Messe 2017 In der Smart Factory übernimmt der Mensch überwiegend nur noch Kontrollfunktionen. (© 2017 Shutterstock / Montri Nipitvittaya)

Die Trends der Hannover Messe 2017 – und wie der Mittelstand davon profitieren kann

  • „Integrated Industry – Creating Value“: Der Titel des Leitthemas signalisiert den Reifegrad, den die Industrie 4.0 mittlerweile erreicht hat. Es geht nicht mehr um Pläne, sondern um konkrete Projekte. Dem Mittelstand bringt die Technologie den notwendigen Fortschritt, um im globalen Wettbewerb mitzuhalten und seine Position auszubauen. Und das schon heute mit Gewinn, wie die Hannover Messe 2017 zeigt.
  • Robotics: Mechanische Mitarbeiter gehören in vielen Betrieben zum Alltag, etwa in der Autoindustrie. Doch nicht nur dort spielen sie ihre Vorteile – wie Ermüdungsfreiheit, Belastbarkeit und  Zuverlässigkeit sowie vielfältige, wechselnde Fertigkeiten – aus. Sie entlasten die menschliche Belegschaft von monotonen oder gefährlichen Tätigkeiten und geben dieser zeitliche Freiräume für andere Aufgaben.
  • Smart Factory: Die intelligente, quasi autonome Fabrik ist ein Musterbeispiel für effektive Produktionsprozesse. Dank der Verbindung des Internets der Dinge mit Big Data und spezialisierter Software erhöht sie den Output, verbessert die Qualität der Waren und reduziert den Wartungsaufwand erheblich.