Draußen ist es kalt und regnerisch. Da schmecken Bier und Bratwurst zuhause eh viel besser: An manchen Tagen spricht auch für echte Fußballfans viel gegen einen Besuch im Stadion. Wohl dem, der dann sein Herz an einen Verein aus der ersten oder zweiten Bundesliga verschenkt hat: Sky, Eurosport und Co. übertragen die Spiele live – wenn auch zu saftigen Preisen.

Doch die Spiele des eigenen Heimatvereins aus der Amateurliga vom Sofa aus zu verfolgen, war unmöglich – bislang. Sporttotal schafft genau dafür ein neues Angebot, das Spiele des deutschen Amateurfußballs streamt. „Im Zeitalter von Netflix oder Maxdome sind es die Zuschauer gewöhnt, alles was sie sehen wollen, immer auf Abruf zur Verfügung zu haben“, sagt Tobias Holtkamp, Vice President Digital Media von Sporttotal. „Genau das bieten wir ihnen mit unserem neuen Angebot.“

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24 Millionen Amateursportler, mehr als 90.000 Vereine: Der deutsche Amateurfußball bewegt unzählige Menschen auf und neben dem Fußballplatz. Hierin erkannte Sporttotal großes – und bis dato nicht ausgeschöpftes – Potenzial und suchte nach einer Möglichkeit, dieses zu nutzen. Von jedem Amateurligaspiel jeweils mit Kamerateam und Übertragungswagen zu berichten, wäre viel zu kostspielig. Weder die Vereine noch die Fans wären bereit, dafür entsprechend zu bezahlen. Deshalb setzt Sporttotal auf moderne Technik.

CEO von sporttotal.tv, Peter Lauterbach, zeigt die User-Möglichkeiten von sporttotal.tv auf. Hier am Beispiel des Fußballs. CEO von Sporttotal, Peter Lauterbach, zeigt die User-Möglichkeiten von sporttotal.tv auf. Hier am Beispiel des Fußballs. (© 2018 Steve Brookland / Telekom)

Künstliche Intelligenz statt Kameramann

Das Unternehmen sicherte sich die europäischen Nutzungsrechte für eine innovative israelische 180-Grad-Kamera-Technologie. Diese ist dank künstlicher Intelligenz vollkommen selbstständig in der Lage, dem Spielgeschehen zu folgen – ganz ohne Kameramann. So zeichnet Sporttotal jedes Wochenende vollautomatisch Spiele auf. „Ohne die Kameras würde unser Geschäftsmodell nicht funktionieren“, sagt Holtkamp.

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Doch wie kommen die Live-Aufnahmen von der Kamera zum Fußballfan? Schließlich sind wachsende Zuschauerzahlen vor allem an eine qualitativ hochwertige Echtzeit-Übertragung der Fußballspiele gebunden. „Das ist bei vielen Spielstätten eine echte Herausforderung“, sagt Holtkamp. „Schließlich liegen die nicht immer in gut vernetzten Innenstädten, sondern auch mal auf dem Land, wo es noch keine durchgehende Breitband-Infrastruktur gibt.“

Konnektivität von A bis Z

Weitere Informationen

Auf der DIGITALWEST in Köln präsentierte Peter Lauterbach, CEO von Sporttotal, sein innovatives Geschäftsmodell. Der Event am 20. März war der erste der sechs regionalen Netzwerk-Events der Telekom Deutschland. Hier schafft der Bonner Konzern für Unternehmen vor Ort eine Plattform, auf der sie sich austauschen, Kontakte knüpfen und von digitalen Vorbildern lernen können. Am 03. Mai findet die DIGITALSOUTHWEST in Stuttgart statt. Weiter geht es am 16. Mai mit der DIGITALSOUTH in München (Anmeldung bereits geschlossen!) und der DIGITALNORTH am 29. Mai in Hamburg. Im Juni folgen die DIGITALEAST in Berlin am 05. Juni und am 12. Juni die DIGITALMIDWEST in Frankfurt. Das große Finale bildet dann der nationale DIGITALSUMMIT, der am 7./8. November in Köln stattfindet.

 

Hier geht es zur Übersicht und Anmeldung zu allen Veranstaltungen und zur Bewerbung für den regionalen Digital Champions Award.

Um dieses Problem zu lösen, hat sich Sporttotal die Telekom als Technologiepartner ins Boot geholt. Der Bonner Konzern sorgt mit einem Rundum-Sorglos-Angebot dafür, dass die Fußballspiele online reibungslos laufen: Von Installation und Anschluss der Kameras über die Konnektivität per VDSL, LTE oder LAN bis hin zur Datentreuhänderschaft der gespeicherten Informationen in der deutschen Microsoft Azure Cloud. „Die Telekom unterstützt uns vor allem durch ihre große Kompetenz  im Bereich  Konnektivität“, sagt Lauterbach. „Da wir für unser Angebot eine hohe Upload-Rate benötigen, ist sie für uns und unsere Infrastrukturen ein lebenswichtiger Geschäftspartner.“ Denn der Bonner Konzern stellt dank ihrer leistungsstarken Infrastruktur auch unter schwierigen Bedingungen die Datenübertragung jederzeit sicher.

Bestehende Services digitalisieren: Wie das vorbildlich funktioniert, zeigt die Sporttotal AG auf der DIGITALWEST. Bestehende Services digitalisieren: Wie das vorbildlich funktioniert, zeigte Sporttotal auf der DIGITALWEST. (© 2018 Steve Brookland / Telekom)

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Per App, Web-Anwendung oder auf dem Smart-TV können die Fans dann bei den Spielen ihres Vereins mitfiebern. Die App bietet zusätzliche Features: Der Zuschauer kann wählen, ob er das Spielgeschehen rund um den Ball verfolgen will oder sich alternativ auf einen bestimmten Spieler konzentrieren möchte. Letztere Funktion ist auch interessant für die Vereine selbst. „So können Trainer die Leistung einzelner Spieler genau beobachten, Daten sammeln und analysieren“, sagt Holtkamp.

Auch Geschäftsführer Alexander Wehrle (hier bei der DIGITALWEST) und sein 1. FC Köln sind auf sporttotal.tv zu sehen. Beispielsweise mit der U23-Mannschaft. Auch Geschäftsführer Alexander Wehrle (hier bei der DIGITALWEST) und sein 1. FC Köln sind auf sporttotal.tv zu sehen. Beispielsweise mit der U23-Mannschaft. (© 2018 Steve Brookland / Telekom)

Das Streaming-Angebot ist für Zuschauer vollkommen kostenlos. Die teilnehmenden Fußballvereine müssen lediglich eine monatliche Service-Pauschale von 9,90 Euro bezahlen; Anschaffung und Installation der Kameras und der nötigen Infrastruktur trägt Sporttotal. Werbung auf den Sendeplattformen finanziert das System. „Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Fußballfans können die Spiele ihrer Lieblingsmannschaft jederzeit und von jedem Ort sehen, Vereine ihre Fanbasis erweitern“, sagt Holtkamp. „Und wir als Unternehmen machen uns mit diesem digitalen Angebot fit für die Zukunft.“