Studie: Virtual Reality hat Potenzial im Handel

Eine Umfrage von Elaboratum New Commerce Consulting unter 1.000 Internetnutzern zeigt: Vor allem junge Verbraucher sind sehr aufgeschlossen gegenüber dem Einsatz von VR-Brillen im Handel. Das Potenzial dürfte in den kommenden Jahren noch größer werden. 54 Prozent aller Befragten glauben, dass sie sich durch Virtual Reality ein Produkt besser vorstellen können.  Kunden, die bereits mit der Technologie in Berührung gekommen sind, zeigen sich besonders offen dafür: In dieser Gruppe würden 52 Prozent einen Händler bevorzugen, wenn er mit VR-Brillen arbeitet. Besonders wichtig ist den Befragten aber ein konkreter Mehrwert, etwa die Möglichkeit, die Einrichtung eines Zimmers mit bestimmten Möbeln direkt per Virtual Reality zu begutachten.

Einsatzmöglichkeiten für VR-Brillen

Aktuell hat der stationäre Handel noch die Nase vorn, wenn es um Virtual Reality geht: VR-Brillen sind derzeit noch nicht weit verbreitet in den Wohnzimmern der Kunden - und nur 28 Prozent wären bereit, eine entsprechende App eines Onlinehändlers herunterzuladen. Stationäre Händler können die Käufer dagegen direkt in ihrem Laden an die Technik heranführen und sie damit begeistern. In New York konnten Kunden der Outdoor-Bekleidungsmarke The North Face über VR-Brillen in die Natur eintauchen und den Yosemite-Nationalpark erkunden. Damit wollte das Unternehmen Lust auf Natur machen. Auch die deutsche Technikkette Saturn nutzte das Potenzial von Virtual Reality im Handel und ließ Kunden ihre Wunschküche einrichten und virtuell begehen. Beim schwedischen Einrichtungsriesen IKEA können Kunden sich ebenfalls in einem VR-Showroom umsehen.

Virtual Reality im Handel: Wie Händler profitieren können (© 2017 Shutterstock / ConnectingTheDots)

 

Langfristig ist Virtual Reality aber auch für Onlinehändler interessant. Denn so wird der Besuch eines virtuellen Ladengeschäfts möglich. Das Einkaufserlebnis lässt sich dann direkt auf der heimischen Couch genießen – inklusive Beratung durch einen Verkäufer und der Möglichkeit, die Produkte viel genauer zu begutachten, als es mit Bildmaterial im Onlineshop möglich wäre.

Checkliste: Das Potenzial von Virtual Reality im Handel

  • Produkte werden für Kunden besser erfahrbar
  • Der Einkauf wird zum Erlebnis
  • Vor allem komplexe und personalisierbare Produkte, zum Beispiel Küchen, lassen sich besser planen
  • Junge Kunden interessieren sich für die Technologie
  • Bei wachsender Nutzung von VR-Brillen in den eigenen vier Wänden auch für den Onlinehandel interessant