Hamburg, Gänsemarkt, Samstagnachmittag. Für den spontanen Grillabend muss noch ein neuer Barbecue-Smoker her. Doch die Parkhäuser sind voll und die Suche nach einem freien Parkplatz hat bereits eine halbe Stunde des sonnigen Nachmittags gekostet.

Verstopfte Straßen, abgasschwangere Luft und nirgendwo eine Lücke, um das Auto abzustellen: Ein typisches Bild in deutschen Innenstädten – nicht nur in Hamburg. 560 Millionen Stunden verbringen Deutschlands Autofahrer jährlich allein mit der Parkplatzsuche in der City, hat der Verband der Automobilindustrie errechnet. Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom empfinden drei von vier Befragten den Parkplatzmangel als Stressfaktor in der Stadt. Jeder Zweite ärgert sich über Luftverschmutzung und Verkehrslärm.

Smartes Parken in Hamburg

Für einige deutsche Städte zumindest dürfte sich die Situation bald verbessern – allen voran Hamburg: Die Hansestadt vernetzt in den kommenden drei Jahren große Teile des innerstädtischen Parkraums mit Sensoren – bis zu 11.000 öffentliche, kostenpflichtige Stellplätze an Straßen, in Parkhäusern und Park-and-Ride-Anlagen. Welche Parkplätze frei sind, melden diese Sensoren via NarrowBand-IoT-Funk an eine Cloud-Plattform. Ein Webportal bietet den Überblick über die Parkplatzsituation in der Stadt. Autofahrer erhalten alle Informationen über eine App: So können sie via Smartphone freie Parkplätze finden, buchen und anschließend bezahlen. Die zeitraubende Suche nach freien Parklücken entfällt.

Technikpartner der Stadt Hamburg ist die Deutsche Telekom. Sie stellt Sensorik, Vernetzung und IoT-Plattform zur Verfügung. Das digitale Parksystem hilft Städten, ihren Verkehr zu steuern – und Parkhausbetreibern, ihre Parkflächen besser auszulasten. Bisher wollen auch Darmstadt, Dortmund und Moers diese Lösung in ihren Innenstädten installieren.

Doch es sind nicht nur solche intelligenten Parkmanagementsysteme, die Städte für Einwohner, Besucher und Unternehmen attraktiver machen. Vernetzte Lösungen halten in vielen Bereichen unseres Alltags Einzug und verbessern die Lebensqualität in Städten. Intelligente Wasserzähler übermitteln den Verbrauch in Echtzeit, vernetzte Mülltonnen melden eigenständig ihren Füllstand und helfen so der Stadt, unnötige Leerfahrten zu vermeiden.

Intelligente Laternen in Monheim

Die Stadt Monheim am Rhein etwa entwickelt sich zunehmend zu einer solchen Smart City. Dank eines flächendeckenden Highspeed-WLANs im gesamten Stadtgebiet können Bürger und Besucher bereits kostenfrei mobil im Internet surfen. Möglichkeiten zum Kostensparen hat Monheim bei seinen Straßenlaternen gefunden. Die sind dank einer Kooperation mit der Deutschen Telekom nun mit energieeffizienten LED-Leuchten bestückt und via WLAN miteinander vernetzt. Über das Lichtmanagementsystem der Telekom lassen sie sich nicht nur einzeln steuern und dimmen: Die Laternen melden Störungen selbstständig und in Echtzeit. Der Techniker muss also nicht mehr turnusmäßig, sondern nur bei Störungen ausrücken. Ausgefallene Lampen werden umgehend ersetzt – ein Vorteil auch für die Sicherheit der Bürger.

Vernetzte Busse in Skopje

Das Beispiel Monheim zeigt: Nicht nur die großen Metropolen profitieren von der Vernetzung durch das Internet der Dinge. Die Deutsche Telekom ist europaweit mit Smart-City-Projekten aktiv und unterstützt auch kleine und mittelgroße Städte mit maßgerechten Lösungen. In der mazedonischen Hauptstadt Skopje hat die Telekom die städtischen Busse mit Trackingmodulen vernetzt. Das System informiert die Fahrgäste auf Infodisplays, per SMS oder im Web über die genauen Ankunftszeiten der Busse und reduziert so Wartezeiten. Die Lösung bietet zudem digitale Tickets und Bezahlmöglichkeiten.

Saubere Luft in Chalkida

In Chalkida, Hauptstadt der griechischen Insel Euböa, hat die Telekom ein System zur Überwachung der Luftqualität installiert. Sensoren messen neben Schadstoffen auch Daten zu Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. So kann die Verwaltung der 100.000-Einwohner-Stadt Maßnahmen treffen, um die Luftverschmutzung zu reduzieren und das malerische Städtchen noch attraktiver zu machen – für Einheimische, Touristen und Unternehmen.

Die „Park and Joy“-App der Deutschen Telekom
  • Anzeige verfügbarer Parkflächen
  • Navigation zum gewünschten Parkplatz
  • Wiederfinden des geparkten Autos
  • Minutengenaue Abrechnung
  • Bezahlen mit zwei Klicks